Lehmfarbe streichen

Der Trend zur Gesundheit ist ungebrochen: Zunehmend sollen auch Lehmfarben ihren Anteil daran tragen. Hier erfahren Sie, wie Sie Lehmfarbe streichen.

Auch Lehmfarben gibt es vermehrt als gebrauchsfertig vorgemischte Farbe, was die Verarbeitung sehr erleichtert. Wir haben einige Quadratmeter gestrichen – mit überzeugendem Ergebnis. Wenn Sie Lehmfarbe streichen möchten, benötigen Sie zuerst die richtige Farbe. Wie Sie Lehmfarbe selber herstellen, welche Farben es gibt und wie Sie Lehmfarbe streichen, erfahren Sie hier.

 

Wie streicht man Lehmfarbe?

Wer Lehmfarbe streichen möchte fragt sich natürlich: Wie streicht man Lehmfarbe? Wird sie so gestrichen wie "normale" Farbe? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Lehmfarbe streichen:

  1. Wie bei jeder Farbe sollten Sie auch die Lerhmfarbe zuerst kräftig aufrühren.
  2. Ist die Lehmfarbe dickflüssig, können Sie sie direkt verwenden. Sollte ihr Untergrund stark saugend sein, können Sie etwas Wasser hinzufügen.
  3. Wenn Sie die Farbe auftragen, müssen Sie diese gut schlichten. Denn sonst trägt man schnell zu viel auf und es entstehen ungewünschte Strukturen.
  4. Auch wenn die Lehmfarbe an der Wand trocken aussieht, sollten Sie die Trockenzeit des Herstellers beachten. Erst danach können Sie, bei Bedarf, einen zweiten Anstrich vornehmen.

Mit den Tipps aus unseren Video, wird das Streichen noch leichter:

 
 

Lehmfarbe streichen: Wie stellt man die Farbe her?

Ein Teil Tonmehl, zwei Teile Sand – das sind in etwa die Hauptbestandteile einer Lehmfarbe. Entscheidend für die Streichfähigkeit ist die Feinheit des Sandes. Normaler Sand zum Verputzen ist ungeeignet, da er mit bis zu 2 mm zu körnig ausfällt. Mit feinem Marmormehl oder Quarzsand liegt man auf der sicheren Seite. Ansonsten kann man noch etwas Kreide zusetzen und als zusätzliches Bindemittel Pflanzenstärke/Zellulose.

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Möchte man bunte Lehmfarbe, kommt noch ein Pigment hinzu. Hierbei ist zu beachten, dass jedes Pigment einen unterschiedlichen Bindemittelbedarf hat. Ultramarine oder Eisenoxidpigmente benötigen mehr Bindemittel als Spinell- (z. B. Kobaltblau) oder Erdpigmente. Entsprechend muss nach dem ersten, trockenen Durchrühren die Mischung langsam mit Wasser richtig eingestellt werden und ggf. weiteres Tonmehl oder Pflanzenstärke hinzugegeben werden. Wer die Möglichkeit hat, Lehm aus einer Grube zu beziehen, kann damit unter Zugabe von Wasser, ggf. Pigment und etwas Quark als weiteres Bindemittel ebenfalls Lehmfarbe herstellen.

Quelle: selbst ist der Mann 2 / 2018

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