Lehmfarbe streichen

Aus selbst ist der Mann 2/2021

Der Trend zur Gesundheit ist ungebrochen: Zunehmend sollen auch Lehmfarben ihren Anteil daran tragen. Hier erfahren Sie, wie Sie Lehmfarbe streichen.

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Foto: sidm / KEH

Lehmfarbe streichen

Das Angebot an Lehmfarbe wird stetig größer und die Verarbeitung einfacher.

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2,5 l Volvox Espressivo Lehmfarbe im Farbton 180 lazulit warten auf Verarbeitung. Dies kann mit Rolle oder Streichbürste erfolgen.

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Wie bei jeder Farbe sollte man das Gebinde zunächst gründlich aufrühren, besser mit Rührwerk als nur mit einem Stöckchen.

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Die Farbe hat eine dickflüssige Konsistenz. In der Regel reicht ein Anstrich, nur bei stark saugenden Untergründen sollte ...

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... etwas Farbe mit zehn Prozent Wasser verdünnt und damit vorgestrichen werden. Wir haben direkt gerollt. Praxistipp: Wir haben auf Raufaser gestrichen. Putz, Beton oder sogar Holz eignen sich auch zur Beschichtung.

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Der Untergrund ist rote Kunstharz- und gelbe Naturdispersionsfarbe auf Raufaser. Die lila Lehmfarbe deckt sofort.

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Durch die dickflüssige Konsistenz muss man sorgfältig verschlichten, sonst trägt man zu dick auf und setzt Strukturen zu.

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Die zunächst feuchtglänzende Farbe scheint schnell zu trocknen und wird dann sehr matt. Laut Hersteller ist sie aber erst nach ...

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... sechs bis zwölf Stunden überstreichbar bzw. nach zehn Tagen komplett durchgetrocknet. Farbig mit sehr guter Deckung.

Auch Lehmfarben gibt es vermehrt als gebrauchsfertig vorgemischte Farbe, was die Verarbeitung sehr erleichtert. Wir haben einige Quadratmeter gestrichen – mit überzeugendem Ergebnis. Wenn Sie Lehmfarbe streichen möchten, benötigen Sie zuerst die richtige Farbe. Wie Sie Lehmfarbe selber herstellen, welche Farben es gibt und wie Sie Lehmfarbe streichen, erfahren Sie hier.

Wie streicht man Lehmfarbe?

Wer Lehmfarbe streichen möchte fragt sich natürlich: Wie streicht man Lehmfarbe? Wird sie so gestrichen wie "normale" Farbe? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Lehmfarbe streichen:

  1. Wie bei jeder Farbe sollten Sie auch die Lerhmfarbe zuerst kräftig aufrühren.
  2. Ist die Lehmfarbe dickflüssig, können Sie sie direkt verwenden. Sollte ihr Untergrund stark saugend sein, können Sie etwas Wasser hinzufügen.
  3. Wenn Sie die Farbe auftragen, müssen Sie diese gut schlichten. Denn sonst trägt man schnell zu viel auf und es entstehen ungewünschte Strukturen.
  4. Auch wenn die Lehmfarbe an der Wand trocken aussieht, sollten Sie die Trockenzeit des Herstellers beachten. Erst danach können Sie, bei Bedarf, einen zweiten Anstrich vornehmen.

Mit den Tipps aus unseren Video, wird das Streichen noch leichter:

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Lehmfarbe streichen: Wie stellt man die Farbe her?

Ein Teil Tonmehl, zwei Teile Sand – das sind in etwa die Hauptbestandteile einer Lehmfarbe. Entscheidend für die Streichfähigkeit ist die Feinheit des Sandes. Normaler Sand zum Verputzen ist ungeeignet, da er mit bis zu 2 mm zu körnig ausfällt. Mit feinem Marmormehl oder Quarzsand liegt man auf der sicheren Seite. Ansonsten kann man noch etwas Kreide zusetzen und als zusätzliches Bindemittel Pflanzenstärke/Zellulose.

Möchte man bunte Lehmfarbe, kommt noch ein Pigment hinzu. Hierbei ist zu beachten, dass jedes Pigment einen unterschiedlichen Bindemittelbedarf hat. Ultramarine oder Eisenoxidpigmente benötigen mehr Bindemittel als Spinell- (z. B. Kobaltblau) oder Erdpigmente. Entsprechend muss nach dem ersten, trockenen Durchrühren die Mischung langsam mit Wasser richtig eingestellt werden und ggf. weiteres Tonmehl oder Pflanzenstärke hinzugegeben werden. Wer die Möglichkeit hat, Lehm aus einer Grube zu beziehen, kann damit unter Zugabe von Wasser, ggf. Pigment und etwas Quark als weiteres Bindemittel ebenfalls Lehmfarbe herstellen.

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