Sackkarren-Test 2023

10 Sackkarren im Vergleich

Aus selbst ist der Mann 2/2018

Eine klappbare Sackkarre ist nicht nur bei Einkauf und Umzug nützlich. Fast alle Modelle erwiesen sich im Sackkarren-Test mit der VPA Remscheid als praktisch und stabil.

Sackkarren-Test
Mit einer Sackkarre kann man einfacher Gegenstände transportieren. Aber wie gut sind sie?
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Bis über 100 Kilogramm können mit den größeren Sackkarren im Test von einer Person relativ komfortabel transportiert werden – dennoch machen sie sich in Gartenhaus oder Kofferraum so klein, dass sie stets für Transportaufgaben bereitstehen. Möglich ist dies durch Rohrkonstruktionen mit aufgenieteten Versteifungen und Gelenken aus Kunststoff–Räder und tragende Plattform werden vor der Nutzung herausgefaltet, teilweise in einem mechanisch miteinander verbundenen Vorgang.

Diese Marken haben wir getestet:

  • DEMA

  • Meister

  • Wolfcraft

Im Sackkarren-Vergleich traten 10 Modelle gegeneinander an. Neben den aufgelisteten Marken waren auch Sackkarren von Ruxxac, Fetra, Stier und Hengmei vertreten. Das Ergebnis fiel dabei recht positiv aus. Gleich zwei Mal konnten die Tester die Bestnote "sehr gut" vergeben. Darauf folgen sechs Modelle mit einer "guten" Bewertung. Eine Sackkarre konnte nur ein "ausreichende" Leistung abliefern. Eine weitere fiel mit der Bewertung "mangelhaft" durch.

Was ist eine Sackkarre?

Sackkarren sind praktische Helfer, wenn man schwere Lasten transportieren möchte. Ursprünglich wurde sie für den Transport von Säcken entwickelt. Heute wird Sie aber eher zum Transport von Getränkekisten oder beim Umzug benutzt. Klassische Sackkarren bestehen übrigens aus einer Rahmenkonstruktion mit Griffen und Rädern. Über die Griffe kann die Sackkarre geschoben werden. Die Rahmenkonstruktion bietet mit ihrer Ladeschaufel und der Rückwand auch ausreichend Platz für große oder schwere Lasten.

Praxistipp: Sackkarren werden auch Transportkarre, Handkarre, Sackwagen oder auch Stapelkarre genannt.

Welche ist die beste Sackkarre?

Ein Sackkarren ist für vielseitige Anwendungen ein praktisches Transportmittel. Doch wie soll man sich bei der großen Auswahl entscheiden? Unsere Ergebnisse des Sackkarren-Tests liefern Ihnen einige Hinweise darauf, welcher Sackkarren für Sie am besten geeignet ist.

Positiv aufgefallen im Sackkarren-Test

  • Bei fast allen getesteten Modellen wird der Schiebebügel per Knopfdruck entriegelt.
  • Der Klappvorgang funktioniert meist problemlos.

Negativ aufgefallen im Sackkarren-Test

  • Unprofilierte Rollen verringern die Spurtreue bei Feuchtigkeit.
  • Einige Modelle stehen nicht flächig auf.

Sackkarre kaufen: Worauf achten?

Welche die beste Sackkarre für Sie ist, hängt natürlich von vielen Faktoren ab. Eine große Rolle spielt dabei auch die Ergonomie der Sackkarre. Denn damit Sie rückenschonend arbeiten können, ist es wichtig, dass die Sackkarre zu Ihrer Körpergröße passt.

selbst ausprobiert: Klappbare Sackkarre
Eine Sackkarre sollte zu Ihrer Körpergröße passen und nicht geneigt geschoben werden.

Wenn Sie sich einen Sackkarren kaufen möchten, sollten Sie also vorher ganz genau überlegen, welche Ansprüche Sie haben. In unserem Sackkarren-Test haben wir folgende Dinge getestet:

  • Klappvorgang: Wir haben bewertet, ob der Klappvorgang leichtgängig ist und ob die Mechanik im Transportzustand sicher verriegelt.
  • Standfestigkeit: Damit die Plattform sicher beladen werden kann, sollte die Karre wackelfrei stehen und auch nicht bei leichter Berührung umfallen.
  • Fahren: Wir haben die Sackkarren je nach maximaler Nennlast bis 100 Kilogramm beladen und dann Fahrversuche unternommen. Dabei mussten auch kleinere Unebenheiten, eine Schwelle und ein Treppenabsatz überwunden werden.
  • Ankippen: Bei einigen der Karren ist das Ankippen der Ladung in die Fahrposition sehr schwer, außerdem muss der Griffbereich teilweise sehr tief gehalten werden, um die Ladung in einer günstigen Schwerpunktlage zu halten.
  • Sicherheit: Nach Normvorgabe wurden die Karren in um 30° angekippter Stellung mit dem zweifachen Maximalgewicht beladen, hinzu kamen eine Kipp-Prüfung und Begutachtungen zu möglichen Klemmstellen und anderen Verletzungsgefahren. Diese Sicherheitstests hat die VPA in Remscheid für uns vorgenommen.
  • Belastungstest: In einer statischen Prüfung müssen alle Karren die doppelte Nennlast tragen.

10 Sackkarren sind in unserem Vergleich gegeneinander angetreten: Neben den hier gelisteten Eigenschaften einiger der getesteten Sackkarren finden Sie alle Wertungen, Noten, Platzierungen, das Preis-Leistungs-Verhältnis und natürlich die Testsieger in einer übersichtlichen Ergebnistabelle (Download weiter unten).

Hersteller: Dema Sackkarre klappbar
Gewicht (kg): 8,7
Größe der Auflagefläche (Länge x Breite, cm): 20 x 38
Belastbarkeit laut Anleitung (max. kg): 120 (Piktogramm)
Fazit: Fällt unbeladen leicht um, sperrig, ungünstiger Schwerpunkt

Hersteller: Fetra Paketroller 1732
Gewicht (kg): 5,2
Größe der Auflagefläche (Länge x Breite, cm): 27 x 49
Belastbarkeit laut Anleitung (max. kg): 200 (auf Treppen 100)
Fazit: Stabile Karre mit hoher Tragkraft, dafür größer und recht schwer

Hersteller: Hengmei Sackkarre
Gewicht (kg): 3
Größe der Auflagefläche (Länge x Breite, cm): 20 x 38
Belastbarkeit laut Anleitung (max. kg): Keine Angabe
Fazit: Kleiner Griffbereich, begrenzte Stabilität, fehlende Kennzeichnung

Hersteller: Meister Sackkarre klappbar
Gewicht (kg): 10,9
Größe der Auflagefläche (Länge x Breite, cm): 35 x 58
Belastbarkeit laut Anleitung (max. kg): 200
Fazit: Stabil, sehr hohe Nutzlast, dafür größer und recht schwer

Hersteller: Ruxxac Business XL
Gewicht (kg): 6,2
Größe der Auflagefläche (Länge x Breite, cm): 39 x 49
Belastbarkeit laut Anleitung (max. kg): 125 (auf Treppen 60)
Fazit: Gut handhabbare, stabile Karre mit hoher Nutzlast

Hersteller: Stier 120 kg
Gewicht (kg): 6,6
Größe der Auflagefläche (Länge x Breite, cm): 30 x 48
Belastbarkeit laut Anleitung (max. kg): 120
Fazit: Klappt unbeladen leicht ein, etwas kantiger Griffbereich

Hersteller: Stier 200 kg
Gewicht (kg): 10,9
Größe der Auflagefläche (Länge x Breite, cm): 34 x 59
Belastbarkeit laut Anleitung (max. kg): 200
Fazit: Stabil, sehr hohe Tragkraft, dafür größer und recht schwer

Hersteller: Wolfcraft TS 600
Gewicht (kg): 4,1
Größe der Auflagefläche (Länge x Breite, cm): 25 x 42
Belastbarkeit laut Anleitung (max. kg): 70 (auf Treppen 40)
Fazit: Kompakte, leicht bedienbare und einfach transportable Karre

Hersteller: Wolfcraft TS 850
Gewicht (kg): 6
Größe der Auflagefläche (Länge x Breite, cm): 25 x 48
Belastbarkeit laut Anleitung (max. kg): 100 (auf Treppen 50)
Fazit: Gut handhabbare, sehr stabile Karre mit hoher Nutzlast

Hersteller: Wolfcraft TS 1500
Gewicht (kg): 11
Größe der Auflagefläche (Länge x Breite, cm): 33 x 59
Belastbarkeit laut Anleitung (max. kg): 200 (auf Treppen 100)
Fazit: Sehr stabil, sehr hohe Belastbarkeit, dafür größer und recht schwer

Aktuellen Sackkarren-Test herunterladen

Mit Sackkarren können Sie viel Gewicht transportieren und sich so das Leben erleichtern. Doch wenn die Plattform bricht oder nicht die angegebene Tragkraft aushält, nützen Ihnen Sackkarren nicht.

Sackkarren-Test 2023

Umfang: 6 Seiten - kostenlos!

PDF herunterladen >> (1.03 MB)

Laden Sie sich den Sackkarren-Test herunter und profitieren Sie von dem Expertenwissen der Redaktion und der VPA Remscheid. So wissen Sie genau, welcher Sackkarren aus dem Test Ihren Ansprüchen gerecht wird. Die Tabelle mit den detaillierten Einzel-Ergebnissen zum aktuellen Sackkarren-Test, den Testsieger und den Preis-Leistungs-Sieger finden Sie hier als Download >>

Wie funktioniert eine Sackkarre?

Wie eine Sackkarre funktioniert ist eigentlich ganz einfach zu klären. Der Griff wird bei einer Sackkarre als Hebel genutzt. Denn um eine Hebelwirkung zu erzielen, wird eine fester Drehpunkt, ein kurzer Lastarm und ein langer Hebearm notwendig. Bei der Sackkarre ist der Drehpunkt die Mitte der Räder. Die Ladeschaufel ist der Lastarm und die Rückwand der Hebelarm.
Praxistipp: Das physikalische Hebelgesetz, welches bei der Sackkarre angewendet wird, werden Sie auch im Alltag häufig finden. Dazu gehört z.B. das Öffnen einer Bierflasche.

Wie viel hält eine Sackkarre aus?

Wie viel Gewicht Ihre Sackkarre aushalten muss, hängt davon ab, wofür Sie die Sackkarre benutzen. Für ein paar Getränkekästen genügt auch ein kompaktes Modell mit 70 Kilogramm Nennlast. Ein Sackkarren für den Transport von einer Waschmaschine sollte hingegen bis zu 100 Kilogramm aushalten können. In unserem Test haben wir Sackkarren mit einer Traglast von 70 bis 200 Kilogramm getestet.

Mit einer Sackkarre können Sie schwere Lasten wie Getränkekisten oder Pakete mühelos transportieren.

Welche Sackkarren gibt es?

Wie bei vielen anderen Dingen gibt es auch verschiedene Sackkarren-Arten. Dabei unterscheidet man nicht nur das Material (z.B. eine Aluminium-Sackkarre, die besonders leicht sind), sondern auch beim Verwendungszweck. Dabei unterscheidet man vor allem zwischen einer klassischen Sackkarre, einer klappbaren Sackkarre und dem Treppensteiger.

  • Klassische Sackkarre: Der Klassiker ist robust und hat eine fest montierte Ladeschaufel. Dadurch kann man diese nicht einklappen oder in der Höhe verstellen. Dafür ist sie aber oft etwas günstiger und kann mehr Gewicht befördern.
  • Klappbare Sackkarre: Diese Sackkarre ähnelt einer klassischen Sackkarre. Sie hat an den Vorteil, dass sie eingeklappt und somit platzsparender gelagert werden kann. Damit sie klappbar ist, werden aber meist mit Kunststoffteilen ausgestattet. Diese machen das Sackkarre-Modell zwar leichter, sorgen aber auch dafür, dass sie weniger Gewicht transportieren können.
  • Treppensteiger: Die Treppensteiger-Sackkarre hat, anders als der Klassiker, meistens 3- oder 5-armige Radsterne. Dadurch wird das Verkanten der Räder an Treppen verhindert und der Transport erleichtert.

Welche Sackkarre für Treppen?

Ob beim Umzug oder beim Entsorgen einer Waschmaschine, mit einer Treppen-Sackkarre können Sie schwere Gegenstände über Stufen und Bordsteine problemlos und rückenschonend transportieren. Bei Sackkarren für Treppen sollten Sie vor allem auf die richtige Höhe achten. Dabei ist nicht die Höhe der Griffe entscheidend, sondern die Höhe der Sackkarre. So brauchen Personen über 175 cm einen Sackkarren mit einer Höhe von 120 cm und Personen über 185 cm benötigen einen Sackkarren mit einer Höhe von 130 cm.

Praxistipp: Bevor Sie eine Sackkarre kaufen, sollten Sie diese im Laden ausprobieren.

Gibt es elektrische Sackkarren?

Ja, tatsächlich gibt es auch elektrische Sackkarren. Diese sind für Privatanwender aber meistens nicht notwendig. Sie werden aber z.B. von Paketzustellern benutzt. Die Elektronik übernimmt dann die gesamte Arbeit und ist besonders bei Treppenstufen gut geeignet. Auch wenn in anderen Tests diese Modelle gut abschneiden, sind sie für private Anwender viel zu teuer. Eine solche Profi-Sackkarre brauchen nur die wenigsten.

Was kosten Sackkarren?

Was ein Sackkarren kostet, hängt von vielen Faktoren ab. Wie oft benutzen Sie den Sackkarren? Wie viel Kilo soll die Sackkarre tragen? Wie viele Funktionen soll der Sackkarren haben? Ist es wichtig, dass der Sackkarren für Treppen geeignet ist? All diese Fragen sollten Sie sich beantworten bevor Sie einen Sackkarren kaufen. In unserem Sackkarren-Test haben wir Modelle in verschiedenen Preisklassen getestet. Der preiswerteste Sackkarren kostete dabei 25 Euro, der teuerste 200 Euro.
Praxistipp: Wenn Sie einen Sackkarren nur einmalig nutzen möchten, können Sie sich auch einen Sackkarren ausleihen. Doch wo kann man Sackkarren ausleihen? Bei den meisten Baumärkten kann man einen Sackkarren auch für wenige Stunden mieten.

Sackkarren: Wie viel bar für Reifen?

Die Reifen einer Sackkarre sollten 2,5-4 bar haben. Bei 3 bar federt der Reifen noch, bei 4 bar ist er recht hart aber noch gut zu fahren. Gerade kleine und schmale Reifen sollten einen hohen Druck aufweisen. Wenn Sie sich unsicher sind, wie viel bar Ihre Sackkarren-Reifen brauchen, können Sie dies auf dem Mantel nachlesen.

Sackkarre: Vor- und Nachteile

Eine Sackkarre klingt ganz so, als würde es nur positive Aspekte geben. Doch auch bei Sackkarren ist das nicht der Fall. Auch bei diesen Modellen gibt es Vor- und Nachteile.

Der offensichtlichste Vorteil ist natürlich die Möglichkeit des Transports, die auch das Befördern von Schwergewichten vereinfacht. Gleichzeitig sind Sackkarren aber auch sehr robust und können so eine lange Zeit verwendet werden. Besonders klappbare Sackkarren haben den Vorteil, dass sie sehr platzsparend gelagert werden können. Ein Treppensteiger ermöglicht sogar einen leichten Transport bei Treppenstufen. Alle Sackkarren vereint die leichte Lenkfähigkeit. Dadurch, dass eine Sackkarre kein Öl oder Benzin braucht, fallen keine weiteren Kosten an. Da die Modelle auch keinen Motor haben, ist quasi kein Wartungsaufwand notwendig.

Ein Nachteil bei Sackkarren ist die Anschaffung, die natürlich mit Kosten verbunden ist. Gerade dann, wenn einmal ein Defekt auftritt (z.B. ein platter Reifen) brauchen Sie auch Ersatzteile, die wiederum Kosten verursachen.
Praxistipp: Als Heimwerker können Sie den Reifen aber auch selbst reparieren:

Schlimmer als die Kosten ist aber das Verletzungsrisiko. Denn durch eine falsche Handhabung (falsche Körperhaltung, zu viel Traglast, ungesicherte Ladung) können Sie sich zum Teil auch schwere oder länger anhaltende Verletzungen zuziehen.

Alternativen zur Sackkarre

Wer sich nicht für eine Sackkarre entscheiden kann, kann sich auch die Alternativen ansehen, mit denen Sie ebenfalls schwere Gegenstände von A nach B transportieren können. Dazu zählen in Privathaushalten vor allem diese zwei Geräte.

  1. Schubkarre: Wer einen Garten hat, hat vielleicht schon eine Schubkarre. Auch mit diesen können Sie schwere Sachen transportieren. Vorteil bei Schubkarren: Mit ihr lassen sich auch Materialien, die nicht in Säcken sind, gut transportieren (z.B. Erde und Kies). Da man etwas weiter entfernt von der Schubkarre arbeitet und dadurch auch etwas mehr Abstand zur Schubkarre ist, ist das Verletzungsrisiko geringer. Aber die Schubkarre braucht beim Verstauen auch deutlich mehr Platz.
  2. Handwagen: Ein Handwagen ist, in kleiner Ausführung, recht leicht und kann dennoch viel Gewicht transportieren. Wer den Handwagen richtig belädt, sorgt für einen stabilen Stand und minimiert das Verletzungsrisiko. Der Handwagen ist meist leicht zu lenken und wird hinterhergezogen. Wer nicht viel Platz hat, kann sich einen klappbaren Handkarren zulegen.

Praxistipp: Ein Handwagen erinnert optisch etwas an einen Bollerwagen und hat eine große Ladefläche. Ein Bollerwagen eignet sich auch zum Transport und kann auch selbst gebaut werden:

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