Revisionsöffnung Fliesenrahmen in der Badewanne montieren

Um gut an Rohre und Abflüsse zu gelangen, benötigt man an manchen Stellen passende Revisionsöffnungen. Wir zeigen, wie man einen Fliesenrahmen an der Badewanne montiert.

In der Wand ist oft mehr untergebracht, als man denkt. Um gut heranzukommen, bedarf es einer passenden Revisionsöffnung in Form einer Tür oder Klappe. Zum Beispiel an der Badewanne, um hier an den Abfluss zu gelangen. Da die Wanne außen oft gefliest ist, gibt es praktische Fliesenrahmen, deren Einbau gar nicht so schwer ist. Unsere Anleitung zeigt, wie man sie in unterschiedlichen Wannenverkleidungen aus Stein und Hartschaum einbaut.

 

Revisionsöffnung in der Badewanne einbauen

Schrauben sind out, kleben ist in. So wird auch das Marley-Fliesenrahmensystem einfach nur geklebt, in Mauerwerk und Bauplatten mit flexiblem Fliesenkleber, in Hartschaumträgern mittels Silikon. Zwar sind die Rahmengrößen beschränkt – es gibt vier Formate von 160 x 210 mm bis 315 x 315 mm zu Preisen zwischen rund neun und 13 Euro –, aber die Fliesen können größer sein als die Trägerplatte, auf die sie geklebt werden. Es macht also nichts, wenn sie etwas darüber hinausstehen, wie auch in Bild sieben der Galerie zu sehen ist.

Zur Bauanleitung

Außerdem passen die Rahmen für alle üblichen Fliesenstärken. Nach dem Einbau wird die Fläche ganz normal verfugt, sodass von der Revisionsöffnung nichts mehr zu sehen ist. Muss man mal heran, um etwas am Abfluss zu reparieren, trennt man einfach die Mörtelfuge wieder auf und nimmt mit einer Saugglocke die Fliese(n) samt Trägerplatte vom Fliesenrahmen ab (siehe oben bzw. erstes Bild der Galerie). Nach den Arbeiten wird die Platte wieder aufgesetzt und von außen neu verfugt. Alternativ verfugt man rund um den Rahmen von vornherein mit Silikon und schneidet bei Bedarf die Silikonfuge ein – und nach der Reparatur verfugt man einfach erneut mit Silikon.

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Was sind Revisionsöffnungen?

Doch was heißt eigentlich "Revisionsöffnung" und wo überall finden sich derartige Einbauten? Dazu zählen z. B. Öffnungen, die den Zugang zu Wasserleitungen, Absperrhähnen, Wannenabflüssen und Abgasstrecken ermöglichen. Gemeinhin sagt man dazu eben Revisionsöffnung oder Revisionsverschluss. Klingt vermutlich besser als Überprüfungsöffnung oder Kontrollverschluss. Früher fielen sie vor allem an der Wanne auf, wo sie sehr unschön ein paar abnehmbare Fliesen bündelten (siehe Bild).

Fliesenrahmen in Badewanne montieren
Alter Revisionsverschluss. Foto: sidm / HS

Seit langem können Revisionsverschlüsse am Wannenabfluss aber völlig unauffällig integriert werden. Dazu muss man nur schlichte Fliesenrahmen in die seitliche Verkleidung einbauen. Wer die Wannenseite dagegen einfach komplett zumauert, hat bei undichten Abflüssen oder Verstopfungen ggf. das Problem, alles wieder aufzubrechen. Eine Menge Staub, Dreck und Arbeit, eventuell gar Schäden an der Wanne sind die Folge. Besser also rund 12 Euro für einen Fliesenrahmen investieren und diesen bei der Wannenmontage einbauen.

Weitere Revisionsverschlüsse

Heizungs- und Trinkwasserrohre in Vorwänden oder Lüftungsstrecken unter der Decke sind meist mit Trockenbauplatten verkleidet. Hier gibt es praktische Revisionsklappen mit eingebauter Gipskartonplatte und einem Einbaurahmen samt umlaufender Lippendichtung, wodurch sogar Verschmutzungen durch Luftströmungen im Fugenbereich verhindert werden. Revisionstüren aus verzinktem Stahlblech, lackiert oder blank, eignen sich auch gut zum Einbau in Massivwände, mithin Schornsteinen. Wer den Einbau dieser kleinen Details vergisst oder einspart, hat bei Reinigung, Reparatur und Wartung das Nachsehen.

Revisionsöffnung
Mit dem Montagesatz Schlüter-REMA (ca. 10 Euro) lassen sich unsichtbare Revisionsöffnungen unabhängig von Fliesenstärke und -größe herstellen. Dazu klebt man vier mit Magneten versehene Aluwinkel an die Rückseite der umliegenden Fliesen, sodass jene in die Revisionsöffnung hineinragen. Auf die abdeckenden Fliesen, die man rückseitig mit einer mittig verklebten Fliese verbinden kann, klebt man vier Gegenplättchen, die aus ferromagnetischem Metall bestehen. Foto: Hersteller / Schlüter Systems

Quelle: selbst ist der Mann 3 / 2019

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