Rasengittersteine verlegen

Rasengittersteine sind Steine aus Beton – und wahlweise Kunststoff – mit wabenförmigen Zwischenräumen, die mit Erde und Rasen aufgefüllt werden. So ist es möglich, eine Fläche zu befestigen, ohne sie gleich mit grauen Betonplatten zu betonieren. In der folgenden Anleitung erfahren Sie, welche Vor- und Nachteile die Gittersteine mit sich bringen, wie Sie Rasengittersteine verlegen und was die Verlegung Sie kostet.

Rasengittersteine
Foto: Thomas Max Müller / pixelio.de
Inhalt
  1. Rasengittersteine: Beton oder Kunststoff?
  2. Rasengittersteine verlegen
  3. Was kosten Rasengittersteine aus Beton?
  4. Was wiegen Rasengittersteine?

Rasengittersteine eignen sich vor allem für privat genutzte Wege, Einfahrten und Parkplätze. Sie sind preiswerter als Pflaster und robuster als Rasen und stellen einen guten Kompromiss zwischen zugepflasterter Einfahrt und Grünwiese dar. Das macht nicht nur optisch was her, sondern spart auch Kosten. Da Regenwasser zwischen Rasengittersteinen problemlos versickern kann, sparen Sie sich einen großen Teil der Niederschlagswassergebühren. Lediglich 20 bis 30 Prozent der Gebühr fallen bei einer Fläche, die mit Rasengittersteinen belegt ist, an. Ein kleiner Nachteil ist die Belastbarkeit. Während Rasengittersteine wesentlich belastbarer sind als eine einfache Rasenfläche, kommen gerade Modelle aus Kunststoff bei hohen Belastungen an ihre Grenzen. So eignen sich die Steine nur für den normalen Betrieb einer privaten Einfahrt.

Rasengittersteine
Rasengittersteine benötigen regelmäßige Pflege. Foto: Ifritsche / Pixabay

Praxistipp: Gras muss gepflegt werden, ganz gleich, ob es auf Rasen wächst oder zwischen Steinen. Regelmäßiges Mähen und Gießen bei warmem Wetter sind Pflicht.

 

Rasengittersteine: Beton oder Kunststoff?

Beton ist belastbarer, Kunststoff ist günstiger – so lässt sich der Unterschied zwischen diesen zwei Arten von Rasengittersteinen grob zusammenfassen. Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Während Kunststoff zwar günstiger ist, ist es durchaus in der Lage, auch das Gewicht eines Autos zu tragen. Nur bei hohen Belastungen, wie etwa in Kurven oder beim Rangieren, sollte auf Kunststoff verzichtet werden. Bei höheren Belastungen ist Beton die bessere Wahl. Rasengitter aus Kunststoff ist auch deswegen weniger belastbar, da die Seitenwände wesentlich dünner sind. Das wiederum erhöht die begrünbare Fläche auf weit über 50 Prozent.

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Rasengittersteine verlegen

Möchten Sie Rasengittersteine verlegen, bestimmt der spätere Nutzen das Vorgehen. Sollen die Gittersteine nur einen Fußweg durch den Garten bilden, ist ein tragfähiges Fundament meist nicht nötig. Es reicht, den Boden auszuheben, zu verdichten und die Steine auf eine Sandschicht zu legen. Bei Auffahrten und Stellplätzen ist jedoch ein tragfähiger Unterboden aus Schotter zwingend notwendig.

  1. Erde ausheben: 30 cm sollten es für Parkplätze mindestens ausheben, mehr wenn der Unterboden sehr sandig ist.
  2. Boden verdichten: Leihen Sie sich hierfür eine Rüttelplatte aus. Bei kleinen Flächen tut es auch ein Betonstampfer.
  3. Kantensteine verlegen: Sie verleihen der Fläche mehr Stabilität.
  4. Schotter: Auf 20 cm auffüllen und verdichten.
  5. Verlegeschicht: Noch einmal 10 cm, die aus Splitt, Sand und Mutterboden bestehen, auffüllen und verdichten.
  6. Steine verlegen: Beachten Sie die Herstellerangaben. Grundsätzlich sind sie aber sehr simpel Stein an Stein zu verlegen.
  7. Hohlräume auffüllen: Mit Mutterboden zur Hälfte auffüllen und mit einem Stück Holz feststampfen, danach die zweite Hälfte auffüllen.
  8. Fläche abrütteln: Das müssen die Steine aushalten. Tun Sie dies nicht, würden Sie auch kaputt gehen, wenn später ein Pkw über sie fährt.
  9. Warten: Erde einen Monat setzen lassen, danach Kammern wieder auffüllen.
  10. Rasen säen: Im Handel gibt es spezielle Mischungen Parkplatzrasen zu kaufen. Nach dem dritten Mal mähen ist die Fläche befahrbar.
 

Was kosten Rasengittersteine aus Beton?

Rasengittersteine aus Beton werden in vielen Formen angeboten: Die Standardform mit einer Seitenfläche von 60 x 40 cm und einer Stärke von 8 cm kosten jedoch zwischen 1,50 und 1,90 das Stück. Das sind jedoch nicht die einzigen Kosten, die auf Sie zukommen, wenn Sie Rasengittersteine verlegen möchten. Hinzu kommen noch die Kosten für den Unterbau, den Mutterboden und den Rasen. Bei einer 20 qm Einfahrt müssen Sie mit insgesamt etwa 500 bis 650 Euro an Materialkosten rechnen. Hinzu kommen noch Kosten für den Abtransport der Erde und der Miete von Werkzeugen wie eine Rüttelplatte oder einen Minibagger. Teurer wird es natürlich auch immer, wenn Sie die Arbeit von Profis machen lassen. So können die Kosten noch einmal um gut 1000 Euro steigen.

Rasengittersteine
Foto: Marc Tollas / pixelio.de
 

Was wiegen Rasengittersteine?

Haben Sie sich dafür entschieden, die Rasengittersteine selber zu verlegen, sollten Sie deren Gewicht auf keinen Fall unterschätzen. Ein 60 x 40 x 8 cm Stein mit einem Lochanteil von einem Drittel wiegt gut 25-30 kg. Da Sie pro Quadratmeter etwas über vier Steine benötigen, müssen Sie bei einer Einfahrt von 20 qm bereits über zwei Tonnen Stein bewegen. Eine Anlieferung ist daher ratsam.

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