Holzstuhl reparieren

Aus selbst 8/2021

Ganz selbstverständlich benutzen wir tagtäglich Stühle. Dass deren Belastung enorm ist, fällt erst auf, wenn das Holz nachgibt. Doch auch dann ist der Stuhl meist noch zu retten. Wir zeigen, wie Sie einen Holzstuhl reparieren.

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Foto: sidm / MMM

Holzstuhl reparieren

Der hintere Teil des Schlitzes brach einfach ab.

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Holzstuhl reparieren

Entfernen Sie zunächst die Sitzplatte. Meist ist sie durch die verzapften Diagonalen des Sitzrahmens festgeschraubt.

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Lösen Sie alle wackeligen Bauteile durch behutsames Hin- und Herbewegen. Ggf. auch einen Schonhammer verwenden!

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Die meiste Arbeit besteht darin, den alten Leim zu entfernen. Spannen Sie die Bauteile fest und bearbeiten Sie die Zapfen mit ...

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... einem scharfen Beitel – möglichst ohne auch Holz abzutragen! Zapfenlöcher und Schlitze ebenfalls von altem Leim befreien.

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Bei einem sauberen und splitterfreien Bruch lässt sich das Holz meist problemlos wieder anleimen. Wenn nicht, muss die ...

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... Bruchstelle geglättet und ein Ersatz- Holzstück angepasst werden. Hier ist das zum Glück nicht erforderlich.

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Geben Sie mit dem Pinsel etwas Holzleim (hier wasserfest) an die Bruchstelle. Dann drücken Sie das Bruchstück ins Leimbett.

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Mit einer starken Leimklammer oder einer Leimzwinge pressen Sie die Bauteile nun bis zum Abbinden des Leims zusammen.

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Sind Schlitze und Zapfen angeschliffen und staubfrei, geht es ans Verleimen des Stuhls. Wir haben zunächst die komplette ...

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... Stuhlseite zusammengesetzt: Leim an die Zapfen geben und sowohl den Sitzrahmen als auch die Querstrebe fest in die ...

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... Zapfenlöcher des Hinterbeins stecken. Danach die vorderen Zapfen beleimen und in das Vorderbein stecken.

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Nun verpressen Sie die Stuhlseite fest mit zwei Zwingen. Die Zwingen verbleiben dort bis zum Abbinden des Leims!

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Austretenden Leim können Sie sofort mit einem leicht angefeuchteten Lappen abnehmen. Erst nach dem Abbinden des Leims ...

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... haben wir das vordere Sitzrahmenholz einund dann die Seite angeleimt. Zügig arbeiten, die Zwingen sollten schon bereitliegen!

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Beim Beleimen und fast gleichzeitigen Einführen aller Zapfen kann ein weiteres Paar Hände hilfreich sein. Stuhl verpressen und ...

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... austretenden Leim abwischen. Nach dem Abbinden können Sie die Holzflächen mit einem Schleifvlies reinigen und glätten, ...

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... um sie anschließend mit Hartwachsöl einzulassen. Das Ölen sollte in der Regel zweimal erfolgen. Überschuss immer abreiben!

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Zuletzt wird die Sitzfläche angeschraubt. Der Stuhl ist jetzt wieder wie neu!

Foto: sidm / MMM

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Frisch verleimt und geölt sieht der Stuhl wieder aus wie neu. Wenn sorgfältig gearbeitet wurde, hält der Stuhl wieder für Jahre!

Was für ein Sitztyp sind Sie? Eher der statische oder doch der dynamische? Das macht für die Belastung eines Stuhls einen enormen Unterschied, der bei höherem Körpergewicht zunimmt!

Checkliste Werkzeug

  • Gummihammer

  • Leimzwingen

  • Pinsel

  • Stechbeitel

In den meisten Fällen bricht ein Stuhl nicht völlig unerwartet auseinander, meist lösen sich langsam die verzapften Leimstellen, der Stuhl wird "weich" und verwindet sich. Das beginnt häufig bei den Fußstreben, deren Zapfen sich aus den Stuhlbeinen lösen. Dann sollten Sie bei der Holzstuhl-Reparatur nicht zögern und ihn neu verleimen, um das Risiko von Verletzungen zu vermeiden! Der hier gezeigte Stuhl aus Buchenholz ging genau auf diese Art und Weise aus den Fugen, das Holz der Lehne brach erst beim harten Sturz auf den Boden ab. Wir zeigen die Holzstuhl-Reparatur in der Bildergalerie oben >>

Kaputten Holzstuhl reparieren

Stühle müssen viel wegstecken – besonders dann, wenn man sich viel auf und mit ihnen bewegt. Kippeln, unter Last verschieben, schwungvolles Zurücklehnen; all das belastet die Stuhlkonstruktion enorm und macht den Stuhl auf Dauer kaputt.

Gerade bei schönen oder alten Holzstühlen ist das ärgerlich. Doch keine Sorge, mit nur wenig Geld und Arbeit können Sie auch einen Holzstuhl reparieren.

  1. Als erstes lösen Sie die Sitzfläche vom Stuhl. Dafür müssen Sie meistens Schrauben von unten lösen.
  2. Danach lösen Sie alle wackligen Teile.
  3. Nun müssen Sie den alten Keim entfernen.
  4. Bei uns gab es einen splitterfreien Bruch, den man einfach verleimen kann.
  5. Danach haben wir auch die restlichen Teile wieder neu verleimt und austretenden Leim abgewischt.
  6. Ist der Leim getrocknet, können Sie die Holzteile in Öl einlassen und die Sitzfläche wieder anschrauben.

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