Dichtband

Fugendichtungsband, Kompriband und Zugluftdichtung

Aus selbst ist der Mann 1/2023

Eine defekte Dichtung lässt Wärme entweichen. Oft kann man aber für wenig Geld ein neues Dichtband einbauen und Energie einsparen.

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Foto: sidm / CK

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Es gibt Dichtungen, die in Bauteile eingelassen oder eingeklemmt werden. Und dann gibt es Dichtungen wie diese, die nachträglich auf Bauteile geklebt werden können.

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Gummidichtungen wie das tesamoll P-Profil können entsprechend der nötigen Breite abgetrennt werden, die Streifen lassen sich einfach abziehen.

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Selbstklebende Dichtungen dieser Art gibt es für Fenster und Türen, die noch keine Dichtungen aufweisen. Die Bauteile müssen aber gleichmäßig verlaufen, damit es passt und abdichtet.

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Bürstendichtungen für Türen sind flexibel und gleichen Unebenheiten aus. Sie werden meist unten am Türblatt verklebt.

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Größere Türspalte lassen sich mit Schaumstoff-Doppeldichtungen oder Zugluftstoppern abdichten.

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Mit Polyurethan- oder Polyethylen-Rundschnüren lassen sich große Fugen beim Wannen- oder Fenstereinbau abdichten.

Es gibt unzählige Dichtungen für die verschiedensten Anwendungen. Sie alle haben eine Gemeinsamkeit: Sie sollen Spalte, Lücken und Fugen so abdichten, dass möglichst wenig Wärme entweichen oder im Fall von Kühlgeräten eindringen kann. Daraus folgt naturgemäß, dass ein defektes Dichtband zu Energieverlusten führt. Und das kostet gerade recht viel Geld.

Eine neue Dichtung dagegen ist verhältnismäßig günstig. Leider kann man sie nicht überall problemlos tauschen. Von eingeklebten Dichtungen zwischen Fensterflügel und Glasscheibe sollte man z. B. die Finger lassen. Hier sind Dichtungen werkseitig verbaut, die – wenn überhaupt – von einem Fachmann erneuert werden können. Denn hierbei muss meist die Glasscheibe ausgebaut und ein passendes Dichtband neu verklebt werden.

An fest verbauten Fensterdichtungen sollte man nur Profis heranlassen! Foto: sidm / CM

Bei alten Fenstern, die nicht mit einer Dichtung ausgestattet sind, lassen sich jedoch selbstklebende Dichtstreifen nachrüsten. Dafür müssen die Fenster aber noch intakt sein und fluchtgerecht verlaufen. Rahmen und Flügel oder im Fall von Türen entsprechende Blätter und Zargen dürfen nicht unregelmäßig verlaufen oder Wölbungen und Ausbuchtungen aufweisen. Denn dann trägt ein aufgeklebtes Dichtband zu dick auf oder sackt zu tief ein und dichtet nicht mehr umlaufend ab.

Am Türspalt unten bieten sich deshalb Bürstendichtungen an, die auch Unregelmäßigkeiten des Untergrunds gut ausgleichen können. Der Spalt darf jedoch nicht zu groß ausfallen – in der Regel eignen sich Bürstendichtungen für bis zu 15 mm hohe Spalte. Größere überbrückt man mit Schaumstoff-Doppeldichtungen, diese reichen für bis zu 2 cm hohe Spalte und werden unten am Türblatt aufgeschoben.

Diese Dichtbänder gibt es

Grundsätzlich muss ein neues Dichtband exakt passen, weshalb beim Wechsel immer originale Austauschdichtungen empfehlenswert sind. Rüstet man Dichtstreifen nach, muss man vorab genau messen, ob sie wirklich passen. Um sicherzugehen, dass man bei einer Nachbestellung die richtige Dichtung im Handel kauft oder online bestellt, hilft ein Stempelkissen: Defekte Dichtung ausbauen, Stück abschneiden, Profil auf ein Papier drucken und dann fotografieren.

  • TÜR- UND FENSTERDICHTUNGEN: Außenliegende Dichtungen, die Fensterrahmen und -flügel bzw. Türrahmen und -blatt gegeneinander abdichten, sind großer Belastung ausgesetzt. Schadhafte Flügelfalz-, Schlauch- oder Lippendichtungen können Profis austauschen.
  • KLEBEDICHTUNGEN: Klebedichtungen verwendet man, wenn keine Dichtungsnut vorhanden ist, in die man ein (neues) Dichtband einsetzen kann. Das geht auch nachträglich. Sinnvoll ist dies aber nur bei gleichmäßigen Fugen.
  • RUNDSCHNÜRE: Polyurethan- oder Polyethylen-Rundschnüre dienen als Hinterfüllmaterial großer Fugen beim Wannen- oder Fenstereinbau. So verhindert man eine schadensanfällige Dreiflankenhaftung des eingesetzten Mörtels, Bauschaums oder Silikons.
  • BÜRSTENDICHTUNGEN: Bürstendichtungen zum Aufkleben oder Einschieben (wenn eine Nut vorhanden ist) sind flexibel und dichten auch unebene Untergründe ab – gut z. B., um nachträglich Türspalte abzudichten.
  • SCHAUMSTOFFDICHTUNGEN: Mit Schaumstoff-Doppeldichtungen kann man bis zu 2 cm hohe Türspalte zum Boden hin abdichten – bequemer als mit klassischen Zugluftstoppern. Achten Sie darauf, dass die Dichtung die nötige Länge und Breite für Ihre Tür aufweist.
  • MAGNETDICHTUNGEN: Für undichte Kühlschranktüren gibt es typspezifische Dichtungen zum Nachbestellen (z. B. beim Hersteller). Ggf. passen auch Universaldichtungen, hier muss man schauen. Wichtig: Auch die Tür richtig einstellen!

Auch Magnetdichtungen am Kühlschrank lassen sich austauschen. Am besten Originaldichtungen beim Hersteller bestellen. Foto: sidm / mmm

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