Tür abdichten Spalt unter Tür abdichten

Zieht die Kälte durch Türspalten von unbeheizten in beheizte Räume, bekommt man schnell kalte Füße. Gut, dass eine Tür abdichten nicht schwer ist.

Türen kann man schnell und einfach abdichten – auf verschiedene Arten. Wir stellen hier drei Methoden zur Abdichtung vor, die Sie in 10 Minuten selber durchführen können, und erklären, wie es geht.

 

Türen abdichten: 3 Methoden

Checkliste Werkzeug
  • Kombizange
  • Maßband
  • Säge
  • Schere

Ist eine Tür undicht, liegt das vor allem bei alten Türen meist an dem relativ breiten Spalt zwischen Tür und Fußboden. Behelfsmäßig gibt es hierfür Zugluftstopper aus Stoff in vielen lustigen Formen. Letztlich ist die Lösung jedoch nur behelfsmäßig. Gründlicher lassen sich Türen abdichten, wenn Sie auf professionelle Dichtungen zurückgreifen, wie die drei Modelle, die wir hier vorstellen. Zwei von ihnen sind ebenfalls für den Bereich zwischen Tür und Boden konzipiert, während die letzte für die Spalten zwischen Tür und Rahmen vorgesehen ist.

 

Bürstendichtung

Mit Bürstendichtungen lassen sich leicht Spalten zwischen Boden und Tür abdichten, sofern sie nicht größer sind als ca. 15 mm. Bei dieser Methode müssen Sie lediglich das Aluprofil kürzen, sofern die Türbreite dies erfordert. Diese Art der Abdichtung kostet circa 10 Euro bei einem glatten Boden, bei unebenen Böden 25 Euro.

Schaumstoff-Doppeldichtung

Mit diesen Dichtungen kann man bis zu 2 cm hohe Türspalten abdichten. Die Tür sollte aber nicht breiter als 1 m und nicht dicker als ca. 4,5 cm sein. Achten Sie auch hier auf die Maße. In unserem Beispiel war die Dichtung zu kurz. Die Abdichtung mit Schaumstoff kostet knapp 10 Euro.

Dichtstreifen aus Gummi

Auch die Spalten zwischen Türblatt und Rahmen können mit Dichtungsstreifen versehen werden, um so Zugluft zu unterbinden und nebenbei den Schall zu mindern. Sie eignen sich für Spalten zwischen 1 und 5 mm. Leider ist es häufig so, dass die Dicke des Spalts nicht umlaufend überall gleich ist. Das kann zu Problemen beim Öffnen und Schließen der Tür führen. Die Dichtstreifen sind mit 6 Euro die Günstigste der vorgestellten Methoden.

Fotos: Claudio Kalex

 

Türwurst, Türdackel & Co: Zugluftstopper

Türen schließen nicht immer wirklich dicht. Vor allem zwischen Türblatt und Boden klafft oft ein breiter Spalt, durch den kalte Luft hindurchzieht, für Unbehagen sorgt und die Heizkosten unnötig steigen lässt. Dagegen helfen z. B. (umhäkelte) Schaumstoffrollen an der Türunterseite – gerne auch Türwurst oder Türdackel genannt. Oder eine alte Decke. Beim Schließen der Tür muss man dann allerdings stets die Zugluftstopper wieder an die Tür heranschieben. Komfortabler geht es mit einer angeklebten Lippendichtung oder eben mit einem Zugluftstopper. Wir haben den Zugluftstopper vom ASV-Versand "selbst ausprobiert."

Zugluftstopper von ASV-Versand

Auf den ersten Blick erscheint der Zugluftstopper auch sehr praktisch: Rollen entfalten und einfach unter die Tür schieben. Beide Seiten werden dann von einem kunstlederummantelten Schaumstoffstrang abgedichtet. Beim Öffnen und Schließen verbleibt der Zugluftstopper an seinem Platz.

Der Haken ist allerdings, dass das der Zugluftstopper laut Hersteller 96 cm lang ist (ein Kürzen ist aber möglich!). Messen Sie also Ihre Türbreite aus. Ebenso die Türblattstärke – das Produkt passt nur auf bis zu 4,5 cm starke Türen. Auch darf der Spalt unter der Tür nicht zu hoch ausfallen. Ab ca. 2 cm quetschen sich die Rollen sonst übereinander und blockieren. Und ist der Spalt zu niedrig, lässt sich die Tür samt Rollen nicht mehr verschließen. Türschwellen sind also tabu. Der Preis beträgt circa 5 Euro plus Versandkosten, unabhängig vom Gesamtgewicht.

Einfach
1 - 25 €
Unter 1 Tag
1

Quelle: selbst ist der Mann 2 / 2011

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