Bad renovieren

Von A-Z: Badezimmer renovieren

Aus selbst ist der Mann 9/2021

Wer sein Bad renovieren möchte, kann durch Eigenleistung viel Geld sparen. Wir zeigen die Arbeitsschritte von der Installationstechnik bis zur Montage von WC und Co.

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Bad renovieren
Foto: sidm / TD

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Hell, freundlich und modern – die Badrenovierung lohnt sich!

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Unter Anschlussprofile (UW-Profile an Decke und Boden, CW-Profil an Wänden) Dichtband für mehr Schallschutz kleben.

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Anschlussprofile jeden Meter mit Drehstiftdübeln festschrauben, CW-Ständerprofile einstellen.

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Achsabstand der Ständerprofile bei 125-cm-Platten und Querbeplankung 62,5 cm. Zur Befestigung Schnellbauschrauben mit Feingewinde nehmen.

Praxistipp: Platten nie mit direktem Kontakt zu angrenzenden Bauteilen verschrauben, zu Wänden, Boden und Decke stets kleine Fugen vorsehen, die später elastisch verschlossen werden

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Nur imprägnierte Gipsplatten verwenden! Diese auf Stoß verschrauben. Für den Zuschnitt Oberfläche anritzen und Platte über eine Kante durchbrechen.

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Von Reihe zu Reihe mindestens 40 cm Kantenversatz einplanen (keine Kreuzfugen!). Wichtig: Unter Fliesen empfehlen …

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… sich zwei Lagen imprägnierte Gipsplatten. Die Fugen der halbrunden Kanten am Ende verspachteln. Hierfür im Bad

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… nur wasserabweisenden Spezialspachtel verwenden (z. B. Knauf Uniflott imprägniert): ggf. nach Trocknung nachspachteln.

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Die einzelnen Vorwandmodule montieren und verschrauben, hier das fürs WC. Bohrlöcher anzeichnen, dabei nötigen …

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… Wandabstand berücksichtigen, Rohre müssen noch innerhalb der Vorwand verlaufen können. Die Löcher dann bohren.

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HT-Rohre für das Abwasser von den Wand- oder Bodenanschlüssen zu den Vorwandmodulen verlegen.

Praxistipp: Hersteller wie Marley haben komplette Systeme zur Innenentwässerung für die einfache Steckmontage – in allen nötigen Nennweiten.

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Sind die Abwasserrohre verlegt, können die Vorwandmodule verschraubt werden. Nun die Trinkwasserleitungen verlegen.

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PE-X-Kunststoff- und Alu-Verbundrohre können mit der Kunststoffrohrschere gekürzt werden. Alu-Verbundrohr nach …

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… Ablängen kalibrieren: Dosenunterteil, Mutter und Klemmring auf das Rohr schieben, Kalibrierdorn ins Rohrende …

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… stecken und mehrmals drehen. Ein Dosenunterteil dient übrigens zur Verbindung mit den Anschlussdosen, …

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… die wiederum die Verbindung zum Vorwandmodul herstellen. Ist das Rohr kalibriert, Stützkörper ins Rohrende schieben.

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Jetzt kann ein Messingwinkel oder eine Kupplung mit der Mutter, die man übers Rohr gestülpt hat, verschraubt werden.

Praxistipp: Man kann so 90-Grad-Verlegungen vornehmen oder aber mittels weiterem Adapter Verbindungen zu bestehenden Kupferrohren herstellen.

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Direkte Anschlüsse wie hier am Spülkasten zusätzlich abdichten. Dazu Teflonband um das Anschlussstück wickeln.

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Um verschiedene Rohrdurchmesser verbinden zu können, kann man Reduzierstücke aufschrauben. Dann eine mit …

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… Mutter, Klemmring und Stützkörper versehene Leitung mit dem Spülkasten verbinden. Das Trinkwassersystem nennt sich …

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… DreMa. Die Klemmringverschraubung ist eine Quetschverbindung – nur bei festem Anziehen der Überwurfmutter …

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… kommt es zwischen Rohr und Fitting zur festen Verbindung. Hier die Anschlussdosen im Waschtisch-Vorwandmodul.

Praxistipp: Fitting = Verbindungsstück innerhalb des Rohr-/Leitungssystems, z. B. Kupplung, Adapter, Winkel oder Reduzierung/Reduzierstück

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Ggf. weitere Vorwandmodule montieren, hier links fürs Bidet. Richten Sie die Rahmen vor der Verschraubung exakt aus.

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Am Ende müssen die Vorwandmodule ggf. ergänzt werden, beispielsweise durch Eindrehen der Gewindestangen, an denen später WC oder Waschbecken aufgehängt werden. Die Gewindestangen ragen dann durch die Gipsplattenverkleidung hindurch.

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Um ein Vorwandmodul sicher an einer Leichtbauwand zu befestigen, ggf. noch imprägnierte Dachlatten quer setzen, …

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… an denen man Modulprofile verschrauben kann.

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Die Gipsplatten mit Schnellbauschrauben im Versatz montieren.

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Platten zuschneiden und ggf. vorher mit den nötigen Löchern zum Durchführen von Rohren/Gewindestangen versehen.

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Damit alles dicht ist und ein solider Fliesengrund entsteht, beplanken Sie die Fläche doppelt. Fugen vorher beispachteln. Praxistipp: Dies schon bei der Montage der Vorwandmodule und bei der Rohrverlegung berücksichtigen: Anschlüsse müssen durch zwei Platten hindurch, müssen also entsprechend weit herausstehen

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Fertig: Die Platten sind in zwei Lagen übereinander montiert; Anschlüsse von links nach rechts: Bidet, WC, Waschbecken.

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Hier der Blick Richtung Dachfenster. Der Drempelbereich links unten muss noch verkleidet werden.

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Verspachteln Sie nun wieder alle Fugen mit einem Fugenspachtel für Feuchträume, ggf. nach Trocknung ein zweites …

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… Mal beispachteln, bis eine glatte Fläche entsteht. Nach Trocknung alles mit Tiefengrund behandeln.

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Abflussrohr an die für die Wanne richtige Stelle verlegen und auf die Rückseite des Wannenträgers Montagekleber auftragen.

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Vorher Ausschnitte für den Abfluss und die Revisionsöffnung vornehmen, den Träger dann positionieren.

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Der Untergrund sollte möglichst eben sein, ggf. mit Kleber etwas ausgleichen und den Wannenträger gerade ausrichten.

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Die zum Wannenträger passende Wanne kann nun eingestellt werden. Den Siphon durch die Revisionsöffnung mit dem Abfluss verbinden.

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Anhand der Fliesenmaße überlegen, wo man am sinnvollsten beginnt. Die Fliesen sollten zu den Seiten etwa gleich …

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… breit auslaufen. Entsprechende Bezugslinien anzeichnen! Natursteinmatten zu den Seiten ggf. mit der Papageienzange …

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… begradigen. Fliesenkleber mit Wasser anrühren und abschnittsweise aufziehen.

Praxistipp: Bezugslinien vorher abkleben. Das Kreppband nach dem Aufziehen des Klebers wieder entfernen – so hat man eine gerade Kante entlang der Bezugslinie, an der man die Fliesen wunschgemäß anlegen kann.

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Hier hat man am Waschtisch-Vorwandmodul begonnen. Seitlich Fliesenprofile verkleben, dann die erste Fliese einlegen.

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Die auf Gewebeabschnitten verklebten Natursteine greifen ineinander. Drücken Sie sie mit dem Moosgummibrett an.

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Den letzten Abschnitt vor dem Kleberauftrag anhalten und die nötige Schnittlinie anzeichnen.

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Das Gewebe rückseitig mit einem Cutter durchtrennen, dann die Natursteine mit einer Fliesenschneidemaschine trennen.

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Anschließend den Mattenabschnitt in das aufgezogene Kleberbett einlegen.

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Seitlich am Vorwandsystem folgt wieder ein Fliesenprofil für Außenecken. Es wird in den Fliesenkleber eingedrückt.

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Hier wurde an den Seiten eine zugeschnittene Feinsteinzeugfliese verarbeitet. Lassen Sie eine kleine Fuge zur Wand.

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Natursteinmatten wurden hier auch im WC- und Bidetbereich verklebt. Dazwischen kamen 30 x 60 cm große Feinsteinzeugfliesen.

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Kleine Holzstäbe oder Fliesenkreuze aus Kunststoff stellen einen gleichmäßigen Fugenverlauf sicher.

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Im Sockelbereich wurden erneut Natursteinfliesen verarbeitet. Dies vorab beim Festlegen der Bezugslinien berücksichtigen.

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Nach spätestens 24 Stunden kann verfugt werden. Für Natursteinfliesen besser Natursteinfugenmörtel verwenden, um Verfärbungen zu vermeiden.

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Fugenmörtel mit Moosgummibrett oder Fuggummi einarbeiten, Fläche mit Schwamm/Schwammbrett säubern.

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Für eine gute Haftung sollte auch ein Estrich mit Tiefengrund vorbehandelt werden.

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Fliesenkleber mit der geeigneten Zahnkelle abschnittsweise aufziehen.

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Auf dem Boden wurden 90 x 90 cm große Feinsteinzeugfliesen verlegt, hier auf einer elektrischen Fußbodenheizung.

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Besonders große Fliesen nicht mit Augenmaß, sondern mit Wasserwaage und Gummihammer im Kleberbett ausrichten.

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Fugenmörtel mit dem Moosgummibrett einarbeiten, Fläche mit dem Schwammbrett reinigen. Beachten Sie beim Kauf …

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… den gewünschten Farbton von Fugenmörtel und Silikon! Mit letzterem schließen Sie am Ende alle Anschlussfugen.

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Um zwei Eckventile für den Kalt- und Warmwasserausgang Teflonband oder Hanf zur Abdichtung wickeln.

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Die Eckventile an den Kalt- und an den Warmwasserausgang festschrauben. Dann zwei Trinkwasserschläuche unten an die …

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Armatur schrauben. Diese von oben durch die Beckenöffnung führen, bis sie aufsitzt. Das Becken an den Gewindestangen aufhängen und festschrauben.

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Nun den oberen Teil des Ventilkelchs samt Dichtung von oben durchs Ablaufloch führen, eine Dichtung von unten …

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… dagegenlegen und das Ventilunterteil durchs Becken mit dem Oberteil verschrauben. Die Beckenaufhängung nachziehen.

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Die mit der Armatur verbundenen Schläuche für Warm- und Kaltwasser mit den Eckventilen verschrauben und den Verschlussstopfen des Abwasserrohrs entfernen und an dieser Stelle einen beiliegenden Gummidichtring einführen.

Praxistipp: Auch Dichtringe sollten zu einer Ablaufgarnitur gehören.

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Rosette über den Siphon stülpen, das Rohrende in den Dichtring bis ins Abflussrohr stecken, Siphon mit dem …

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… Ablaufunterteil verschrauben. Dazwischen Dichtung einlegen.

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Bohrpunkte für die Aufhängung vermessen und bohren, dann das dem Heizkörper beiliegende Befestigungsmaterial …

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… inkl. Abstandhalter montieren. Danach Distanzstücke an die Vor- und Rücklaufanschlüsse des Heizkörpers schrauben.

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Den Heizkörper nun anhalten und in die Aufnahmen an der Wand einhängen.

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Mit beiliegendem Befestigungsmaterial an den Aufnahmen, die ein nachträgliches Justieren ermöglichen, festschrauben.

Was Heimwerker im neuen Jahr zu tun haben
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Abschließend die Vor- und Rücklaufrohre mit den entsprechenden Heizkörperausgängen verschrauben.

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In der Heizperiode Handtücher nur so lange hängen lassen, bis sie trocken sind. Denn sie behindern ja die Wärmeabgabe in den Raum.

Bad renovieren
Foto: sidm / TD

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Das neue Bad ist kein Vergleich zu dem dunklen, tristen Raum von vorher.

Selbst wenn man sich daran gewöhnt hat, muss der Anblick eines alten Badezimmers keine Augenweide sein. Ganz zu schweigen von diversen Funktionsmängeln und Komfortschwächen, die eine alte Badausstattung zwangsläufig aufweist. Ist das bei Ihnen der Fall und Sie möchten endlich das Bad renovieren, haben aber nur ein beschränktes Budget, bietet sich der Weg in den Baumarkt an. Dabei müssen Sie nicht auf Planung und Beratung verzichten. Unser Bad wurde mit Produkten von Bauhaus ausgestattet. Auf Wunsch erhält man in deren Bäderwelt die komplette Planung bis hin zur handwerklichen Ausführung, die sich bei Laien für die Sanitärrohinstallation empfiehlt. In jedem Fall kann man vorab die Arbeiten bestimmen, die man bei der Badrenovierung selbst ausführen möchte, und erhält ein passendes Servicepaket – sehr praktisch!

Bad renovieren

Das neue Bad im ausgebauten Dachgeschoss verlangte zunächst den Bau einer Trennwand. Neben Stabilität sollten Sie hierbei auch auf Schallschutz achten. Um WC, Waschbecken und Co. dort platzieren zu können, wo Sie wollen, setzen Sie am besten Vorwandsysteme und verwenden Kunststoffrohre. Die Verkleidung der Vorwandsysteme und der dem Bad zugewandten Seite der Trennwand erfolgt mit imprägnierten Gipsplatten; unter Fliesen doppelt beplanken!

Bodenbelag auswählen

Mit Fliesen machen Sie im Bad nichts falsch. Sie sind abrieb-, wasser- und sogar frostfest. Mittlerweile gibt es jedoch auch zahlreiche weitere Böden, die sich für die Verlegung im Bad eignen. Hier eine Übersicht der gängigsten Böden inklusive Vor- und Nachteile:

Bad renovieren: Böden
Böden fürs Bad im Überblick! Foto: sidm / Archiv

Bad renovieren: Fliesen verlegen

Bad renovieren: Abdichtung
Foto: sidm / TD

Haben Sie sich für Fliesen entschieden, gelingt das Verlegen – geeignetes Werkzeug vorausgesetzt – auch als geschickter Laie. Wichtig: Gerade für Großformate Flexkleber und Flexfugenmörtel verwenden. Vor allem Bodenfliesen müssen hohlraumfrei verlegt werden. Die richtige Spachtelzahnung ist hierfür entscheidend: bei über 250 mm großen Fliesen 10 mm Zahnung. Überall, wo oft Spritzwasser hingelangt, sollte der Untergrund vor dem Fliesenlegen zudem mit einem Abdichtanstrich versehen werden. In der Regel gibt es sie als Abdichtset inkl. Dichtmanschetten und Dichtbändern, die man rund um Rohrausgänge oder in Ecken und Anschlussfugen in den Anstrich einbettet.

Badewanne einbauen

Um Schallübertragungen zu reduzieren und die Ausrichtung der Wanne zu erleichtern, kann man Hartschaumträger verwenden, in die die Wanne einfach eingestellt wird. Die Formenvielfalt von Badewannen hat sich in den letzten 20 Jahren stark erhöht – heute gibt es fast nichts mehr, was es nicht gibt. Und wer es sich leisten kann, nimmt Whirlwannen mit eingebauten Massagedüsen. Dass die Auswahl zugenommen hat, liegt vor allem am Material. So lassen sich aus Kunststoff Formen herstellen, die mit Stahl nur schwer machbar wären.

Neben der Formenvielfalt dieser Wannen haben sie den Vorteil, sich beim Betreten weniger kalt anzufühlen und schlicht und ergreifend nur wenig zu wiegen – das erleichtert den Transport und Einbau erheblich. Stahlwannen sind hingegen robuster und kratzfester als Acrylwannen und weisen eine dauerhafte, hygienisch glatte Oberfläche auf. So muss man sich beim Putzen nicht so viele Gedanken machen, sie verkraften auch mal Scheuermilch.

Heizkörper nach Maß

Bad renovieren: Heizkörper
Foto: Hersteller / Zehnder

Ein großer Wandheizkörper, über den man Handtücher hängen kann, ist fürs Bad ideal. Sind die Anschlussrohre richtig verlegt, ist die Montage kein Problem. Unter Dachschrägen oder in Treppenhäusern wird die Montage von Heizkörpern schon mal schwieriger. Für all diese Fälle gibt es individuelle Lösungen: Maßgefertigte Heizkörper. Dass hierbei je nach Größe und Art des Heizkörpers recht hohe Kosten anfallen, versteht sich von selbst. Der rechts gezeigte Designheizkörper Zehnder Excelsior (mehr Infos unter www.zehnder-systems.de) kostet schon als rechteckiges „Standardmodell“ in 200 x 64 cm Größe rund 800 Euro. Wer also knapp kalkulieren muss, sollte direkt bei der Raumaufteilung und der Rohrverlegung den richtigen Platz für Heizkörper einplanen – oder sie an anderer, geeigneter Stelle platzieren.

Bad renovieren: Kosten

Die Kosten einer Badrenovierung können natürlich nicht pauschal berechnet werden. Sie hängen immer davon ab, was getan werden muss sowie von der Art der Badmöbel und der Größe des Bades. Hier eine grobe Übersicht, mit welchen Kosten Sie mindestens rechnen sollten:

  • Trennwand: ab ca. 10 Euro/m²
  • Vorwandsysteme: Trinkwasserrohr ca. 7 Euro/m, Abwasser-HT-Rohr ca. 3 Euro/m, Vorwandmodule für WC, Waschtisch und Bidet ab 300 Euro
  • Verkleidung: Gipsplatten ab 4,50 Euro/m²
  • Badewanne: Wannenträger ca. 100 Euro, Badewanne ab ca. 120 Euro
  • Fliesen: Fliesen und Mörtel ab ca. 20 Euro/m²
  • Waschtisch: ab ca. 200 Euro
  • WC und Bidet: je ca. 200 Euro
  • Heizkörper: ab ca. 80 Euro

So ergeben sich für ein etwa 10 m² großes Badezimmer (ohne Trennwand) Kosten ab ca. 1.500 Euro. Nach oben hin sind dem selbstverständlich keine Grenzen gesetzt. Badewanne, WC, Fliesen, Wandfarbe und Co. sind in diversen Preisklassen erhältlich, sodass je nach Geschmack und gewünschtem Luxus der Preis locker ins Vier- bis Fünffache steigen kann. Umso besser, wenn Sie möglichst viel der Badrenovierung in Eigenleistung stemmen können. So sparen Sie noch einmal mehrere tausend Euro in Handwerkerrechnungen und können sich so vielleicht doch noch den Traum von der luxuriösen Eckbadewanne mit Massagedüsen erfüllen.

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