Altöl entsorgen

Wer besonders viel mit dem Auto fährt, muss schneller einen Ölwechsel vornehmen. Und wenn man das selbst macht, stellt man sich die Frage: Wo kann man Altöl entsorgen?

Altöl entsorgen
Nur so darf man Altöl entsorgen. Foto: iStock / Ake Ngiamsanguan
Inhalt
  1. Was ist Altöl?
  2. Wo kann man Altöl entsorgen?
  3. Was kostet ein Liter Altöl entsorgen?
  4. Altöl entsorgen: Was ist zu beachten?
  5. Was passiert bei der Entsorgung von Altöl?
  6. Hausmittel gegen Ölflecken

Altes Motoröl verändert im Laufe der Zeit seine chemischen Eigenschaften oder verschmutzt. Damit Sie keinen Motorschaden riskieren, müssen Sie es rechtzeitig wechseln und das Altöl entsorgen. Das dieses nicht einfach in den Hausmüll sollte, ist wohl klar. Aber wie kann man Altöl entsorgen? Und gibt es etwas was man dabei besonders beachten muss?

 

Was ist Altöl?

Altöl ist Sondermüll, da es umweltschädlich und giftig ist. Laut dem Umweltbundesamt ist Altöl der Müll, der anfällt und aus Mineralöl, synthetischem oder biogenem Öl besteht. Die Entsorgung und Mülltrennung ist ganz klar geregelt. Da verschmutztes Öl sehr gefährlich für die Natur und Umwelt ist, muss jedes Öl einen aufgedruckten oder aufgeklebten Hinweis besitzen. Dieser verweist auf die Annahmestellen und Händler, bei denen man das gebrauchte Öl abgeben und entsorgen kann.
Praxistipp: Auch andere Teile vom Auto dürfen Sie nicht achtlos entsorgen. 

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Wo kann man Altöl entsorgen?

Kleinere Mengen Altöl können Sie in Geschäften entsorgen, in denen Sie neues Öl auch kaufen können. Das sind z.B. Fachhändler oder Baumärkte. Manchmal nehmen diese das alte Öl nur mit dem Kassenzettel an. Wenn Sie diesen nicht mehr haben, müssen die Händler es nicht annehmen. Aus Kulanz wird es aber fast immer angenommen und für Sie entsorgt. Es kann aber eine Gebühr anfallen. Wer sein Motoröl online kauft, kann dieses per Post entsorgen. Das ist allerdings etwas teurer und nicht so praktisch, da das Altöl als Gefahrgut gekennzeichnet werden muss. Sonst bietet der Wertstoffhof / Recyclinghof eine Annahmestelle und funktioniert gut als Alternative. In manchen Regionen ist die Literanzahl aber begrenzt (meist auf max. 20 Liter). Größere Mengen (alles über 20 Liter) können Sie z.B. von einer Entsorgungsfirma abholen lassen. Sollten Sie sogar noch größere Mengen Altöl (über 1.000 Liter) haben, können Sie dieses an spezielle Firmen verkaufen. Der Verkauf von Motoröl ist für Privatpersonen aber meist keine Option, da Sie meistens nur Öl für einen Ölwechsel benötigen.

Wie Sie einen Ölwechsel selber durchführen, zeigt das Video:

 
 

Was kostet ein Liter Altöl entsorgen?

Für Privatpersonen ist die fachgerechte Entsorgung von einer haushaltsüblichen Menge kostenlos. Aber auch nur, wenn man den Kassenzettel hat. Ansonsten fallen häufig Gebühren an. Diese liegen meist zwischen 5-15 Euro. Wer eine größere Menge abgeben möchte, macht das besser auf einem Wertstoffhof / Recyclinghof. Dort liegt die Gebühr zwischen 1-3 Euro pro Liter. Die Entsorgung über ein Unternehmen ist natürlich deutlich teurer. Am teuersten wird es, wenn Sie das Öl einfach wegschütten. Dann drohen hohe Bußgelder bis zu 50.000 Euro.

 

Altöl entsorgen: Was ist zu beachten?

Nur ein Liter Altöl kann eine Millionen Liter Trinkwasser verseuchen. Daher ist es besonders wichtig, dass das Altöl richtig entsorgt und gelagert wird. Am besten in einem verschließbaren Behälter (z.B. Kanister). Auch Tücher oder Flaschen, die mit Altöl in Berührung gekommen sind, müssen wie das Altöl selbst entsorgt werden. Damit das alte Öl aufbereitet werden kann, muss es sortenrein getrennt werden. Das heißt, dass das Öl nicht mit anderen Substanzen (Ölen, Lasuren usw.) vermischt werden darf. Damit kein Öl in den Boden sickert, sollten Sie auch beim Reinigen Ihres PKWs darauf achten, dass keine Ölrückstände auf den Boden tropfen und somit in oberirdische Gewässer fließt. Übrigens: Auch Speiseöl sollten Sie nicht einfach in den Abfluss schütten. Besser ist es, wenn Sie es in eine Flasche füllen, diese mit Zeitungspapier umwickeln und dann im Restmüll entsorgen. Das Zeitungspapier soll verhindern, dass das Öl beim Verpressen im Müllwagen ausläuft.

 

Was passiert bei der Entsorgung von Altöl?

Altöl ist ein wertvoller Rohstoff und wird oftmals weiterverarbeitet. Der Großteil der verschiedenen Altöle wird gereinigt und so aufbereitet, dass es als Schmieröl benutzt werden kann.

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Teilweise wird das Motoröl aber auch verbrannt, da das Reinigen und Recycling nicht möglich ist. Das ist von der Sorte abhängig (Mineralöl, synthetisch oder biogen). Gerade in Zementfabriken oder in der Stahlindustrie wird es dann als Brennmittel benutzt. So werden andere Ressourcen eingespart.

Altöl sparen

Wer die Umwelt schonen möchte, kann Altöl sparen. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit schlägt vor, dass man erst nach 30.000 bis 50.000 gefahrenen Kilometern einen Ölwechsel vornimmt. LKWs müssten demnach sogar erst nach 100.000 km das Altöl tauschen. So müssen Sie weniger Altöl entsorgen und schonen die Umwelt. Wer Schmieröl verwendet kann auch pflanzliche Alternativen nutzen. Diese sind schneller biologisch abbaubar und somit umweltfreundlich.

 

Hausmittel gegen Ölflecken

Beim Hantieren mit Altöl, kann auch mal etwas daneben gehen. Wie bekommt man diesen Fleck wieder weg? Natürlich können Sie chemische Produkte nutzen und einen Ölfleck-Entferner kaufen. Sie können es zuerst aber auch mit den Hausmitteln aus dem Video ausprobieren:

 
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