Zeckenalarm FSME & Borreliose – so gefährlich sind Zecken!

Im Hochsommer lauern Zecken überall auf Beute: Die kleinen Blutsauger können bei einem Biss gefährliche Krankheitserreger übertragen: So unterscheiden Sie anhand der Symptome FSME & Borreliose!

Zecke
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Im Wald, vor allem aber in dichten Wiesen warten Zecken auf ihren nächsten Wirt, dem sie das Blut aussaugen können. Beim Zeckenbiss gelangen mit dem Speichel der Zecken oft auch gefährliche Krankheitskeime in den menschlichen Organismus. Die harmloseste Reaktion des Körpers sind Rötungen, Aufquellen der Haut und Jucken/Brennen der Einstichstelle. Schlimmer und in seltenen Fällen sogar tödlich kann eine Infektion mit Borreliose-Bakterien oder dem FSME-Virus, das die sogenannte Frühsommer-Menningitis auslöst, verlaufen. Dabei ist der Name "Frühsommer"-Menningitis irreführend: Auch im Hochsommer und im milden Herbst (solange die Temperaturen > 7°C liegen) sind die Parasiten unterwegs!

 

Symptome nach einem Zeckenbiss

Wenn Sie von einer Zecke gebissen, genauer gestochen, wurden, sollten Sie das Tier sofort aus der Haut entfernen. Wie Sie eine Zecke entfernen, lesen Sie hier. Bleiben Sie danach aufmerksam und achten Sie auf eventuelle Krankheitssymptome, die über eine allergische Reaktion wegen des Insektenstichs hinausgehen.
Vertrackt: Symptome, die auf eine FSME-Infektion hinweisen, treten zum Teil erst ein bis zwei Wochen nach einem Zeckenstich auf! Das macht die Diagnose sogar erfahrenen Ärzten schwer.

 

Die typischen Symptome einer FSME-Erkrankung sind laut Robert-Koch-Institut:

  • Phase I: Am Anfang leiden Infizierte unter Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen oder auch Übelkeit und Erbrechen – die ersten Anzeichen ähneln damit denen einer Grippe. Bei 70 bis 95 Prozent der Betroffenen ist die Krankheit nach dieser Phase auch schon wieder überwunden, dennoch sollten Sie aufmerksam bleiben. Denn in den restlichen Fällen verschwinden diese Symptome nur für einen Zeitraum von bis zu einer Woche.
  • Phase II: Nach dieser Ruhephase kann es dann dazu kommen, dass das FSME-Virus das zentrale Nervensystem befällt. Bei einem vergleichsweise leichten Fall zeigt sich das in einer Hirnhautentzündung, auch Meningitis genannt. Diese löst hohes Fieber und starke Kopfschmerzen aus und kommt häufig in Kombination mit einem steifen Nacken. Bei einer schweren Form von FSME entzünden sich das komplette Gehirn (Enzephalitis) oder das Rückenmark (Myelitis). Die Folge: extreme Schläfrigkeit, Sprach- und Schluckstörungen, Lähmungen in den Armen und Beinen sowie psychische Veränderungen.

Praxistipp: Welche Veränderungen Ihres Körpers auf eine Borreliose-Infektion hindeuten, verraten die Gesundheitsexperten der IKKclassic. Dort erfahren Sie auch, wie Sie sich im Sommer gegen einen Zeckenstich schützen können.

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