Zecken bei Katzen Das hilft wirklich gegen Zecken bei Katzen!

Zecken bei Katzen sind für die Samtpfoten selbst zwar weniger gefährlich, aber für deren "menschliche Mitbewohner" schon. Daher ist vor allem bei Katzen mit Auslauf ein wirksames Zeckenmittel für Katzen ratsam!

Zecken bei Hund Katze
Foto: Grigorita Ko / stock.adobe.com

Dass sich Katzen durch Zecken mit Krankheiten infizieren, ist eher selten. Doch wer will die blutsaugenden Parasiten schon gern im Haus haben? Zumal Zecken für Hunde und Menschen durchaus ein gesundheitliches Risiko bergen. Allerdings lässt sich nicht jede Katze gern auf Zeckenbefall untersuchen, wenn sie von einem Streifzug durch die Nachbarschaft zurück kommt.

Ein wirksames Zeckenmittel sollte daher für Freiläufer Pflicht sein! Doch wer ohne den Einsatz von Chemiebomben auskommen will, steht schnell ratlos vor der Fage: Welches Anti-Zecken-Mittel schützt meine Katze wirklich vor den kleinen Blutsaugern aus dem Wald? Wichtig ist dabei auch zu beachten, dass natürliche Zeckenmittel bei Katzen anders wirken, als bei Hunden oder gar uns Menschen!

Gartenpflege Zeckenzangen
Zeckenzangen und Co.

Zeckenzange, Zeckenkarte, Zeckenpinzette – diese Werkzeuge helfen wirklich, beim Entfernen von Zecken

 

Wirksame & schonende Zeckenmittel für Katzen

Kommt Ihre Katze mit einer Zecke im Fell heim, sollten Sie die Zecke entfernen, ehe die Katze versucht, diese wegzubeißen oder abzukratzen (Wunde könnte sich entzünden!). Um Ihre Katze bereits im Vorfeld bestmöglich vor einem Zeckenbiss zu schützen, stehen diese natürlichen Zeckenmittel für Katzen zur Prophylaxe zur Verfügung:

  1. Kokosöl ist ein pflegendes Zeckenmittel für Katzen:
    Es ist die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure, die das Pflanzenfett für Zecken unerträglich macht: Schon der Geruch hält Parasiten fern (neben Zecken auch Milben und Flöhe), hat der Blutsauger den Stoff aufgenommen, stirbt er sogar daran. Damit Kokosöl Ihre Katze vor Zecken schützt, müssen Sie deren Fell nur täglich mit einer kleinen Menge Kokosöl einreiben. Sollte die Katze sofort eine ausgiebige Katzenwäsche starten, nicht schlimm: Auch innerlich angewendet schadet Kokosöl der Katze nicht, lediglich der Schutz vor Zecken ist damit ruiniert.
    Praxistipp: Wenn sich die Katze der öligen Streicheleinheit widersetzt, platzieren Sie zumindest ein paar Tropfen geschmolzenes Kokosfett auf Kopf, Hals/Nacken, Pfötchen und unteren Rücken des Stubentigers (wenn möglich: ins Fell einmassieren).
  2. Bierhefe als Pulver oder Tabletten:
    Katzen stehen auf den Geruch von Hefe – Zecken meiden ihn aber: Mischen Sie einfach täglich bis zu zwei Bierhefe-Tabletten (je nach Gewicht der Katze) unter das Katzenfutter. Der volle Zeckenschutz baut sich erst nach circa einer Woche auf. Aber auch ohne Parasitenabwehr ist Bierhefe dank ihres hohen Gehalts an B-Vitaminen gut für Ihre Katze.
  3. Katzen würden Knoblauch kauen:
    Schon der Blutsauger Dracula mied Knoblauch – nicht viel anders als der mythische Vampir reagieren auch Zecken auf das Lauchgemüse: Sie meiden den, der (zu) viel davon gegessen hat – und sei es eine Katze! Auch wenn Knoblauch zu den natürlichen Hausmitteln gegen Zecken bei Katzen zählt, sollten Sie bei der Dosierung Vorsicht walten lassen: In großen Mengen ist Knoblauch für Katzen giftig! Ein halbe gepresste Koblauchzehe pro Tag unters Futter gemischt genügt, um Zecken fernzuhalten. Verweigert Ihre Katze knoblauchhaltiges Futter, können Sie die Zehe auch pressen und damit das Katzenfell abreiben (äußerlich anwenden an Kopf, Nacken, Pfoten, Bauch und Rücken).

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Stoppen Sie die Behandlung Ihrer Katze mit Zeckenmitteln, wenn ...

Auch wenn die Inhaltsstoffe der meisten hier genannten Zeckenmittel aus natürlichen Rohstoffen bestehen, kann der Organismus der Katze schnell mit Überempfindlichkeiten oder Allergien auf die enthaltenen Wirkstoffe reagieren. Wegen der kleinen Körpermasse der Stubentiger ist auch eine (unbeabsichtigte) Überdosierung schnell passiert.
Sollte Ihre Katze eines der folgenden Symptome zeigen, unterbrechen Sie sofort die Gabe von Anti-Zeckenmitteln und suchen Sie den Tierazt auf:

  • Untertemperatur oder Fieber
  • Müdigkeit
  • Erbrechen
  • Tränende Augen
  • Abmagern
  • Angstzustände
  • Unruhe
  • Appetitlosigkeit
  • Stumpfes, mattes Fell

​Vergiftung durch ätherische Öle

Ätherische Öle wie Teebaum-, Lavendel- oder Schwarzkümmel-Öl werden bei Mensch und Tier oft als Wundermittel gegen Zecken angepriesen. In der Tat hält der starke Duft der Öle Zecken auf Abstand. Allerdings darf das natürliche Hausmittel gegen Zecken nicht bei Katzen eingesetzt werden: Ihnen fehlen bestimmte Enzyme zur Verstoffwechselung dieser Öle. Die Wirkstoffe reichern sich im Katzen-Körper an und können dort bleibende (im Extremfall tödliche) Schäden anrichten.

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