Wespen bekämpfen

Im August einen leckeren Kuchen auf der Terrasse essen? Undenkbar! Wenn man Glück hat, hat man ein, zwei Minuten seine Ruhe, bevor sie angeflogen kommen: Wespen! Sobald die Insekten Wind von Ihrem Essen bekommen, gibt es nur noch zwei Möglichkeiten: fliehen oder kämpfen!

Inhalt
  1. Darf man Wespen bekämpfen?
  2. Wespen bekämpfen: Spray
  3. Wespennest bekämpfen

Ungebetene Gäste möchte niemand auf seiner Grillparty haben. Umso schlimmer, wenn diese sich nicht verscheuchen lassen und sogar aggressiv werden, wenn man sie rauswerfen möchte. Das alles wäre aber nur halb so schlimm, wenn sie nicht noch einen schmerzhaften Stachel hätten, der für Allergiker schnell lebensgefährlich werden kann. Ob Sie die Wespen bekämpfen, ist daher nicht nur eine Frage des Naturschutzes, sondern auch eine Frage des Menschenschutzes.

 

Darf man Wespen bekämpfen?

Jein, Wespen dürfen bekämpft werden, sobald eine „begründete Gefahr“ von ihnen ausgeht. Die ist zum Beispiel gegeben, wenn Sie oder ein Familienmitglied Allergiker sind oder wenn das Wespennest so nah am Haus ist, dass Sie nicht mehr gefahrlos die Terrasse betreten oder ein Fenster öffnen können. Besteht keine solche „begründete Gefahr“ kann das Töten von Wespen sogar ein Bußgeld von bis zu 65.000 Euro nach sich ziehen – allerdings nur in besonders schweren Fällen.

Wespe frisst Gelee
Wespen werden von Süßspeisen genauso angezogen wie von deftigen Steaks. Foto: pixelnest / Shutterstock

Praxistipp: Bevor Sie die Wespen bekämpfen, sollten Sie einen begründeten Antrag auf eine Beseitigung bei der zuständigen Stadtverwaltung oder Naturschutzbehörde einreichen. Dann droht im Zweifel auch kein Bußgeld.

Abseits der gesetzlichen Bedenken, sollten Sie auch aus Naturschutzgründen überlegen, ob es sinnvoll ist, Wespen zu bekämpfen. Die Insekten sind nämlich durchaus nützlich: Sie fressen Blattläuse, helfen bei der Bestäubung von Blüten du dienen Vögeln als Nahrung. Wespen gehören in jeden Naturgarten dazu und solange sie in Ruhe gelassen werden, stellen sie auch keine Bedrohung dar. Anstatt die Wespen zu bekämpfen, können Sie vorher auch vorher versuchen, die Wespen zu vertreiben. Einige Tipps dazu, haben wir in folgendem Artikel festgehalten:

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Wespen bekämpfen: Spray

Im Handel sind diverse Wespensprays erhältlich, die jedoch immer mit Vorsicht zu genießen sind. Fühlen sich die Wespen bedroht, gehen sie nämlich zum Angriff über. Wespensprays verfügen daher über eine spezielle Düse, die die Bekämpfung aus bis zu vier Metern Entfernung zulässt – und diesen sollten Sie auch unbedingt einhalten. Wespen bekämpfen Sie zudem am besten in den frühen Morgen- oder den späten Abendstunden, da sich dann die meisten Wespen im Nest befinden.

 
 

Wespennest bekämpfen

Die sicherste Variante ist, das Wespennest von einem Fachmann entfernen zu lassen. Dieser kann auch abwägen, ob eine Bekämpfung nötig ist oder ob das Nest mitsamt Staat umgesiedelt werden kann. Neben Schädlingsbekämpfern kann Ihnen auch eine örtliche Naturschutzorganisation oder ein Imker bei der Umsiedlung und Bekämpfung behilflich sein.

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Praxistipp: Wägen Sie immer vorher ab, ob eine Bekämpfung oder Umsiedlung die Mühen und Kosten (eine professionelle Entfernung kostet 100 bis 200 Euro), die damit einhergehen, wert sind. Die meisten Wespen verlassen Ihre Nester bereits im August wieder und die Königin wird im nächsten Jahr nicht an die gleiche Stelle zurückkehren.

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