Wanddurchbruch

Hat man sich einen Altbau angelacht, steht man oft vor Wänden, die man gar nicht haben will. Einfach so eine möglicherweise tragende Wand entfernen, sollte man jedoch nicht!

Inhalt
  1. Wanddurchbruch korrekt absichern
  2. Maschinen- und Werkzeugverleih
  3. Bauschutt und Baumischabfall richtig entsorgen

Ohne Statiker heißt es nicht „Wände weg“, sondern „Hände weg“! Für die Standsicherheit des Hauses und die eigene Sicherheit muss also zunächst ein Statiker beauftragt werden. Dieser kann Ihnen nicht nur sagen, ob ein Wanddurchbruch statisch möglich ist, sondern er berechnet auch die Art und Größe des Sturzes, der in Form eines Beton- oder Stahlträgers meist unter der Decke eingezogen werden muss.

Handelt es sich um eine vormals nachträglich eingezogene Trockenbauwand ohne statische Bedeutung, kann man diese natürlich problemlos demontieren. Ist es aufgrund der Anschlussfugen und durch Klopfen nicht festzustellen, können Probebohrungen Aufschluss darüber geben, um welche Wandart es sich handelt. Massiv gemauerte Wände jedenfalls sollte man nur in Abstimmung mit einem Statiker beseitigen.

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Wanddurchbruch korrekt absichern

Wollen Sie eine tragende Wand entfernen, muss man die Decke vor dem Wanddurchbruch mit Stahlstützen absichern. Dabei müssen Sie die Beschaffenheit des Bodens und der Decke berücksichtigen – bei schwimmendem Estrich oder Dielenboden beispielsweise muss man Holzbohlen verlegen, auf die die Stahlstützen platziert werden. Nur so erzielt man eine ausreichende Standsicherheit bzw. Lastverteilung. Und handelt es sich nicht um glatte, feste Betondecken, muss man auch unter der Decke Holzbohlen zwischen Stützen und Deckenoberfläche einplanen.

Wichtig für das Einsetzen des Sturzes sind Auflagepunkte rechts und links – der Sturz muss mindestens 25 cm auf jeder Seite aufliegen. Bedenken Sie auch das Gewicht: Vor allem Stahlträger sind sehr schwer. Um sie unter der Decke einsetzen zu können, braucht man mehrere kräftige Helfer.

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Maschinen- und Werkzeugverleih

Da man vermutlich eher selten eine Wand entfernt, lohnt es sich nicht, extra hierfür eigenes Werkzeug anzuschaffen. Wer also nicht öfter einen Trennschleifer mit Diamantsägeblatt benötigt und gleichfalls keinen leistungsstarken Bohr- und Meißelhammer, der sollte sich die Geräte einfach ausleihen. Gegen eine Tagespauschale bieten größere Baumärkte und auch spezialisierte Verleihbetriebe Werkzeuge zum Ausleihen an.

Werkzeugverleih
Foto: Bauhaus
 

Bauschutt und Baumischabfall richtig entsorgen

Bauschutt oder Baumischabfall? Wer nicht trennt, kann schnell bis zu zehnmal mehr für die Entsorgung zahlen. Doch was ist was?

Bauschutt:

  • Mauerwerk
  • Ziegelsteine
  • reinen Betonabbruch
  • Fliesen
  • Mörtel- und Putzreste
  • Dachziegel
  • Waschbecken und Toiletten

Kein Bauschutt sind alle flüssigen Abfälle, Porenbeton, Metalle, Heizkörper, Kabel, Holzreste, Gips(karton)platten, Styropor, Glas, Folien, Farbeimer und Lackdosen.

Baumischabfall:

  • Tapetenreste
  • Kabel und Rohre
  • Holzreste
  • Holzsplitter
  • Sägespäne
  • Porenbeton
  • Fensterrahmen mit Glasresten
  • Türen
  • Kunststoffe und Verpackungen
  • Metalle
  • Teppiche

Ausgeschlossen sind z. B. Sonderabfälle, Bodenaushub, Asbestzement, Hausmüll, Grünabfall, Autoreifen, Isolier- und Dämmstoffe, Farb- und Lackeimer sowie flüssige Stoffe.

Container oder Recyclinghof?

Bei der Bestellung des Containers kommt es nicht nur auf die richtige Größe und den korrekten Standort an. Vor allem in dichtbesiedelten Wohngebieten laden offene Container leider dazu ein, dass Fremde eigenen Müll darin entsorgen. Um dies zu verhindern, empfiehlt es sich, einen Container mit Deckel zu bestellen, den man abschließen kann. Dies hat den zusätzlichen Vorteil, dass der Inhalt auch vor Regen geschützt ist. Als sehr nützlich haben sich außerdem Container mit Klapptüren oder einer niedrigen Öffnung auf der Schüttseite erwiesen. Diese ermöglichen die bequemere Beladung des Containers.

Container
Foto: M. Grossmann / pixelio.de

Recyclinghöfe sind ideal zur Entsorgung geringer Mengen Bauschutt oder Baumischabfall, die im Pkw oder im Kleintransporter befördert werden können. Da nicht jeder Recyclinghof auch Baumischabfall annimmt, sollten Sie sich vorher beim örtlichen Abfallwirtschaftsbetrieb informieren. Container oder Mulden eignen sich zur Vor- Ort-Entsorgung von Bauschutt oder Baumischabfall, welcher bei Baumaßnahmen anfällt. Bereitstellung und Abholung müssen extra bezahlt werden, der umständliche Abtransport des Abfalls entfällt jedoch.

Quelle: selbst ist der Mann 1 / 2014

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