Im Test mit dem TÜV Rheinland

Sieben Oszillationswerkzeuge im großen Test 2025: Diese Geräte sind ihr Geld wirklich wert!

Mit Oszillationswerkzeugen kann man sägen, fräsen, schleifen und vieles mehr. Die eingesetzten Werkzeuge werden dabei in Schwingung versetzt. In unserem Oszillationswerkzeuge-Test haben wir zusammen mit dem TÜV Rheinland sieben Geräte mit Akku auf die Probe gestellt.

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Video: selbst Production

1967 erfand Wilhelm Emil Fein die Gipsverbandsäge – ein Werkzeug, das Gips aufsägt, ohne die Haut darunter zu verletzen. Erreicht wurde das durch ein Sägeblatt, das sehr schnell in einem kleinen Winkel hin und her oszillierte. Die unter dem Verband liegende weiche und flexible Haut schwang einfach mit und wurde nicht verletzt.

Das war die Geburtsstunde der Oszillationswerkzeuge, die seither mit dem Namen Fein und der Produktbezeichnung Multimaster verbunden sind, wie das Taschentuch mit der Markenbezeichnung Tempo.

Diese Marken haben wir getestet:

Bosch, Einhell, Fein, Makita, Ryobi, Stanley, Worx

Die Anwendungsmöglichkeiten der Geräte sind extrem vielseitig und reichen vom Sägen, Schleifen, Schaben und Fräsen (natürlich kein Dreh-Fräsen) bis zum Polieren und Reinigen bei verschiedensten Materialien. So wurde aus dem Markenbegriff Fein Multimaster das allgemein gültige Multitool oder Multifunktionswerkzeug.

Achtung: Der Begriff „Multitool“ wird heutzutage für mehrere Gerätegruppen verwendet, darunter die praktischen Multifunktionswerkzeuge im Taschenformat, die Messer, Säge und viele andere Funktionen vereinen und neuerdings auch für Akku-Kombigeräte, die mehrere Funktionen erfüllen können. Um Verwirrungen zu vermeiden, werden wir im Folgenden daher von „Oszillationswerkzeugen“ oder „Multimaster“ sprechen.

Mehrere Oszillationswerkzeuge liegen und stehen zwischen zersägten Fliesen, Holzleisten und Baustellenmaterialien.
Sieben Oszillationswerkzeuge haben wir mit dem TÜV Rheinland einem ausführlichen Test unterzogen. Foto: sidm / Michael Müller-Münker

Welches ist das beste Oszillationswerkzeug im Test?

Wir haben sieben Oszillationswerkzeuge getestet, darunter natürlich auch die Erfindermarke „Fein“, für die es allerdings ganz knapp nicht für den ersten Platz reichte. Den sicherte sich Spitzenreiter Makita. Die hohen Preise der Top-Geräte lassen sich teilweise durch die Ausstattung mit Akku, Ladegerät und viel Zubehör erklären.

Das heißt jedoch nicht, dass die günstigen Modelle schlecht sind. Im Test erreichten drei Geräte ein „gut“, der Rest ein „befriedigend“. Vergleichen Sie daher auch immer die Preise und entscheiden Sie ganz individuell, was Sie tatsächlich brauchen.

Testsieger
1
Makita DTM52T1JX2 Akku-Multifunktionswerkzeug 18V / 5,0 Ah, 1 Akku + Ladegerät
Makita DTM52T1JX2 Akku-Multifunktionswerkzeug 18V / 5,0 Ah, 1 Akku + Ladegerät
Unsere Empfehlung
2
Fein Akku Multimaster AMM 500 Plus Top AS 18 V, ohne Akku Multitool, StarlockPlus
Fein Akku Multimaster AMM 500 Plus Top AS 18 V, ohne Akku Multitool, StarlockPlus
Preis-Leistungs-Sieger
3
Einhell Professional Akku-Multifunktionswerkzeug TP-MG 18 Li BL-Solo Power X-Change
Einhell Professional Akku-Multifunktionswerkzeug TP-MG 18 Li BL-Solo Power X-Change
Leistungsstarke Alternative
4
Bosch Akku Multifunktionswerkzeug AdvancedMulti 18 (1 Akku, 18 Volt System, im Koffer)
Bosch Akku Multifunktionswerkzeug AdvancedMulti 18 (1 Akku, 18 Volt System, im Koffer)
Gutes Grundgerät
5
RYOBI 18 V ONE+ Akku-Multitool RMT18-0 (inkl. Zubehör, ohne Akku & Ladegerät im Karton)
RYOBI 18 V ONE+ Akku-Multitool RMT18-0 (inkl. Zubehör, ohne Akku & Ladegerät im Karton)
Günstige Alternative
6
WORX WX693.9 Nitro Sonicrafter Akku Multifunktionswerkzeug 20V – bürstenloser Motor
WORX WX693.9 Nitro Sonicrafter Akku Multifunktionswerkzeug 20V – bürstenloser Motor
Solide, mit Schwächen
7
Stanley FatMax 18V Akku-Multifunktionswerkzeug SFMCE500D2K
Stanley FatMax 18V Akku-Multifunktionswerkzeug SFMCE500D2K
Unsere Bewertung
4,4/5
Unsere Bewertung
4,2/5
Unsere Bewertung
3,9/5
Unsere Bewertung
3,7/5
Unsere Bewertung
3,7/5
Unsere Bewertung
3,2/5
Unsere Bewertung
3,1/5

Testsieger: Makita Akku-Multifunktionswerkzeug-Set DTM52T1JX2

Testsieger
Makita DTM52T1JX2 Akku-Multifunktionswerkzeug 18V / 5,0 Ah, 1 Akku + Ladegerät
Makita DTM52T1JX2 Akku-Multifunktionswerkzeug 18V / 5,0 Ah, 1 Akku + Ladegerät
Unsere Bewertung:
4,4/5

Der absolute Spitzenreiter im Test ist das Oszillationswerkzeug von Makita. Es überzeugt mit soliden Leistungen in allen Testkategorien, einer Top-Verarbeitung und liegt zudem noch ergonomisch in der Hand, vibriert nicht zu stark und ist das leiseste Gerät im Test.

Das ist uns im Oszillationswerkzeug-Test aufgefallen

Bei unseren Praxistest stehen realistische Anwendungen im Fokus. Doch auch Sicherheits- und Produktmerkmale spielen eine Rolle.

Eine Hand hält einen schwarzen Adapter über ein türkis-schwarzes Oszillationswerkzeug in heller Umgebung. - Foto: sidm / Michael Müller-Münker

Positiv aufgefallen im Oszillationswerkzeug-Praxistest

  • Adapter: Nur Fein, Stanley und Makita liefern einen Absaug-Adapter mit. Bei Makita wird er einfach aufgesteckt.

  • Anziehend: Einhell und Ryobi besitzen eine magnetische Werkzeugaufnahme, die den Wechsel erleichtert.

  • Kontrolle: Nur Bosch liefert einen anschraubbaren Zweitgriff. Oft liegt sonst die zweite Hand am Gerätekopf.

(1/12)
Ein orangefarbenes Oszillationswerkzeug liegt auf einem Tisch, umgeben von verschiedenen Sägeblättern und Aufsätzen.
Der Umfang des Zubehörs variiert stark, erklärt aber zum Teil die hohen Preisunterschiede. Foto: sidm / Michael Müller-Münker
Zwei Hände setzen ein Sägeblatt auf ein orangefarbenes Oszillationswerkzeug vor hellem Hintergrund auf.
Die Starlock-Aufnahme ist einfach zu bedienen, sehr kraftschlüssig und bietet die größte Vielfalt an Vorsatzwerkzeugen. Foto: sidm / Michael Müller-Münker
Ein Mann mit Schutzbrille und Maske arbeitet mit einem gelb-schwarzen Oszillationswerkzeug an Fliesen.
Sicher arbeiten: Atem-, Gehör- und Augenschutz sollten Sie stets tragen – vor allem, weil man mit dem Kopf oft sehr nah am Gerät ist. Foto: sidm / Michael Müller-Münker
Drei Männer untersuchen an einem Tisch verschiedene Werkzeuge und Zubehörteile in einer Werkstattumgebung.
Welche Vorsätze gehören zum Lieferumfang? Wie kompatibel ist die Aufnahme? Foto: sidm / Michael Müller-Münker
Zwei Männer betrachten Oszillationswerkzeuge und Zubehörteile an einem Tisch vor weißen und orangen Werkzeugkoffern.
Handling, Verarbeitungsqualität und Balance haben wir bei jedem Gerät überprüft. Foto: sidm / Michael Müller-Münker
Ein Mann misst mit einem Schallpegelmessgerät die Lautstärke eines gelb-schwarzen Oszillationswerkzeugs am Ohr einer zweiten Person.
Die Lautstärke der Geräte wird oft unterschätzt und hängt zudem stark von der Arbeit ab. Ein Gehörschütz ist daher fast immer Pflicht! Foto: sidm / Michael Müller-Münker
Eine Person in Arbeitskleidung befestigt einen Aufsatz an einem türkisfarbenen Oszillationswerkzeug über einem Tisch.
Der Wechsel und die Kompatibilität der Vorsatzwerkzeuge unterscheiden sich stark. Foto: sidm / Michael Müller-Münker
Eine Person schleift mit einem grünen Oszillationswerkzeug einen Holzrahmen auf einer hellen Werkbank.
Wie gut und randnah schleifen die Geräte mit der Delta-Schleifplatte? Foto: sidm / Michael Müller-Münker
Mehrere Oszillationswerkzeug-Aufsätze und Schleifblätter liegen sortiert neben einer offenen, türkisfarbenen Box.
Top: Im Koffer mit den meisten Werkzeugen im Testfeld kommt das Gerät von Makita. Das erklärt auch den recht hohen Preis. Foto: sidm / Michael Müller-Münker
Eine Hand hält ein schwarzes Oszillationswerkzeug fest, ein Finger drückt einen orangefarbenen Hebel am Gerät.
Einfach, zubehörkompatibel, aber mit Schwächen im Kraftanschluss – die „Hyperlock“-Kopfhebelverschraubung von Worx. Foto: sidm / Michael Müller-Münker
Zwei Oszillationswerkzeuge mit runden Sägeblättern stehen nebeneinander vor weißem Hintergrund, von oben fotografiert.
Tiefenbegrenzung: Bei Makita (links) schränkt der große Kopf die Schnitttiefe – im Vergleich zur Fein (rechts) – z. T. stark ein. Foto: sidm / Michael Müller-Münker
Eine Person schabt mit einem rot-schwarzen Oszillationswerkzeug mit LED-Licht Kleber von einer Holzplatte.
Schaber: Oszillationsgeräte (hier Einhell) eignen sich auch zum Entfernen weicher Klebereste unter Teppich oder PVC. Foto: sidm / Michael Müller-Münker
Eine Hand hält ein gelb-schwarzes Oszillationswerkzeug mit angeschlossenem schwarzen Absaugschlauch fest. - Foto: sidm / Michael Müller-Münker

Negativ aufgefallen im Oszillationswerkzeug-Praxistest

  • Klobig: Viele Griffe sind grenzwertig dick oder kurz. Bei Fein können zudem Lüftungsschlitze abgedeckt werden.

  • Notlösung: Adapterring und Schraube Fremdzubehör (Stanley) bieten oft keinen kraftschlüssigen Halt.

  • Knickt: Gut gedacht, mäßig gemacht: Der Absaugschlauch bei Stanley sitzt am Deltateller – und knickt leicht ab.

Das sollten Sie beim Kauf eines Oszillationswerkzeugs beachten

Ein Oszillationswerkzeug lässt sich natürlich nur richtig testen, wenn man es auch in die Hand nimmt und richtig ausprobiert. Beim Kauf eines Geräts ist das jedoch meist nicht möglich. Damit Sie sich trotzdem für den richtigen Multimaster entscheiden, stehen in unserem Praxistest realistische Anwendungen im Fokus. Doch auch Sicherheits- und Produktmerkmale spielen eine Rolle. So haben wir getestet:

Testkriterien Oszillationswerkzeug-Test

Subjektive Bewertung

Wir bewerten die Qualität der Bedienungsanleitung, Ergonomie, Verarbeitungsqualität, die gefühlten Vibrationen und empfundenen Geräusche sowie die Ausstattung.

Praxistests

Werkzeugwechsel, -kompatibilität und praktische Schnitt-, Fräs- und Schleifaufgaben stehen hier im Vordergrund. Auch das Entfernen von Teppich-Dispersionskleber haben wir überprüft. Unser Praxisteil wird dabei doppelt gewichtet.

Sicherheitsprüfung

Die tatsächliche Geräuschemission, Gefahrenkennzeichnung und Anlaufsicherung haben wir geprüft. Auch wenn die Norm es nicht fordert, haben wir Geräte abgewertet, die eingeschaltet beim Einstecken des Akkus starten.

Unsere Empfehlung: Fein Akku Multimaster AMM 500 Plus Top 4 Ah AS Set

Unsere Empfehlung
Fein Akku Multimaster AMM 500 Plus Top AS 18 V, ohne Akku Multitool, StarlockPlus
Fein Akku Multimaster AMM 500 Plus Top AS 18 V, ohne Akku Multitool, StarlockPlus
Unsere Bewertung:
4,2/5

Das Oszillationswerkzeug von Fein landet auf einem guten zweiten Platz. Es ist ein wenig lauter als der Testsieger, die Vibrationen sind geringfügig mehr zu spüren und es verfügt über kein Licht. Im Praxistest schneidet das Werkzeug von Fein jedoch ähnlich ab, wie das Gerät von Einhell und ist zudem günstiger zu bekommen. Es ist daher zwar nicht objektiv unser Testsieger, aber die eindeutige Empfehlung unserer Redaktion.

Preis-Leistungs-Sieger: Einhell Professional Akku-Multifunktionswerkzeug TP-MG 18 Li BL - Solo

Preis-Leistungs-Sieger
Einhell Professional Akku-Multifunktionswerkzeug TP-MG 18 Li BL-Solo Power X-Change
Einhell Professional Akku-Multifunktionswerkzeug TP-MG 18 Li BL-Solo Power X-Change
Unsere Bewertung:
3,9/5

Das Einhell Oszillationswerkzeug ist unser Preis-Leistungs-Sieger. Es liefert gute Ergebnisse zu einem vergleichsweise kleinen Preis. Besonders gut hat uns die Ergonomie und Verarbeitung des Geräts gefallen. Kleine Abzüge gab es etwa beim Schleifen und bei der Lautstärke. Das Gerät von Einhell ist das lauteste Oszillationswerkzeug im Test.

Bosch Akku-Multifunktionswerkzeug Advanced Multi 18 - 1x 2,5-Ah-Akku Ladegerät

Leistungsstarke Alternative
Bosch Akku Multifunktionswerkzeug AdvancedMulti 18 (1 Akku, 18 Volt System, im Koffer)
Bosch Akku Multifunktionswerkzeug AdvancedMulti 18 (1 Akku, 18 Volt System, im Koffer)
Unsere Bewertung:
3,7/5

Das Bosch Oszillationswerkzeug wird praktischerweise mit einem Zusatzgriff geliefert, sodass die zweite Hand nicht am Gerätekopf aufliegen muss: praktisch! Punkte verliert das Gerät bei der Werkzeugkompatibilität, da es zwar über Starlock verfügt, aber nicht über Starlock Plus/Max. Außerdem gab es einen Punkt Abzug, da das Werkzeug beim Einstecken des Akkus sofort anläuft, wenn es vorher nicht ausgeschaltet wurde. Das ist unserer Meinung nach ein kleiner Sicherheitsmangel.

Ryobi 18 V One+ HP Brushless Akku-Multitool RMT 18X-0

Gutes Grundgerät
RYOBI 18 V ONE+ Akku-Multitool RMT18-0 (inkl. Zubehör, ohne Akku & Ladegerät im Karton)
RYOBI 18 V ONE+ Akku-Multitool RMT18-0 (inkl. Zubehör, ohne Akku & Ladegerät im Karton)
Unsere Bewertung:
3,7/5

Das Ryobi Oszillationswerkzeug ist ein solides Gerät für jeden Hobby-Handwerker, verliert jedoch einiges an Punkte, da es nur über wenig Zubehör verfügt. Leider fehlt auch eine Staubabsaugung, die weder im Zubehör enthalten, noch separat erhältlich ist.

Worx Sonicrafter Nitro Cordless 20V WX693.9

Günstige Alternative
WORX WX693.9 Nitro Sonicrafter Akku Multifunktionswerkzeug 20V – bürstenloser Motor
WORX WX693.9 Nitro Sonicrafter Akku Multifunktionswerkzeug 20V – bürstenloser Motor
Unsere Bewertung:
3,2/5

Das Oszillationswerkzeug von Worx verfügt leider auch nicht über eine Staubabsaugung. Das Gerät schwächelte zudem bei der Werkzeugaufnahme sowie beim Schleifen. Auch beim Sägen hatte das Werkzeug leichte Probleme bei Edelstahl.

Stanley Fatmax V20 Akku-Multifunktionswerkzeug (18V / 2 Ah) SFMCE500D 2K-QW

Solide, mit Schwächen
Stanley FatMax 18V Akku-Multifunktionswerkzeug SFMCE500D2K
Stanley FatMax 18V Akku-Multifunktionswerkzeug SFMCE500D2K
Unsere Bewertung:
3,1/5

Am schlechtesten Schnitt im Test das Stanley Oszillationswerkzeug ab, wobei „schlecht“ auch hier relativ zu sehen ist. Das Gerät liefert durchgehend befriedigende Leistungen. Allerdings wurde das Gerät im Test zuletzt immer lauter und hatte Probleme, die Drehzahl konstant zu halten, was auf einen sich anbahnenden Motorschaden hinweisen könnte.

Unser Fazit

Eine große Spannbreite gibt es bei den Noten nicht, da vor allem im Praxistest kein Gerät komplett versagte und alle mindestens ordentliche Ergebnisse abliefern. Der Teufel liegt hier im Detail: Laden Sie sich also am besten vor einem Kauf das kostenlose PDF mit unserer ausführlichen Test-Tabelle herunter und überzeugen Sie sich selbst.

Auch beim Preis sollten Sie genau hinschauen. Die hohen Preisunterschiede lassen sich teilweise durch die Ausstattung mit Akku, Ladegerät und viel Zubehör erklären. Vergleichen Sie daher auch unbedingt genau bezüglich der Preise!

Aktuellen Oszillationswerkzeug-Test herunterladen

Alle Bewertungen, Testabläufe und die detaillierten Ergebnisse aus unserem Oszillationswerkzeug-Praxistest finden Sie hier als kostenlosen PDF-Download:

Oszillationswerkzeug-Test

Umfang: 7 Seiten - kostenlos!

PDF herunterladen >> (15.6 MB)
Mehrere Oszillationswerkzeuge liegen und stehen zwischen zersägten Fliesen, Holzleisten und Baustellenmaterialien.
Foto: sidm / Michael Müller-Münker

Oszillationswerkzeuge: Diese Werkzeugaufnahme-Systeme gibt es

Multifunktionswerkzeuge sind nur so „multi“ wie die Vielfalt der Vorsatzwerkzeuge, mit denen sie genutzt werden können. Hier hat sich ein System gegenüber den anderen durchgesetzt: Das Starlock-System – und zwar das ursprüngliche Starlock mit Lochkreis. Mit dieser Aufnahme wird die größte Anzahl an verschiedenen Vorsatzwerkzeugen angeboten.

Als Weiterentwicklungen werden Starlock Plus und Starlock Max angeboten, die jeweils eine höhere Kraftübertragung ermöglichen sollen, aber keinen Lochkreis mehr besitzen. Die Aufnahmen sind dabei abwärtskompatibel – Starlock-Werkzeuge passen zwar auf eine Starlock Max-Aufnahme, umgekehrt jedoch nicht.

Drei verschiedene Sägeblätter für Oszillationswerkzeuge liegen nebeneinander auf weißem Hintergrund.
Starlock-Trio: Links die ursprüngliche (verbreitetste) gelochte Starlock-Aufnahme, daneben Starlock Plus und Starlock Max. Foto: sidm / Michael Müller-Münker

Da die Starlock-Aufnahmen patentgeschützt sind, verwenden viele Hersteller von Oszillationswerkzeugen einerseits eigene Werkzeugaufnahmen, versuchen aber andererseits, dass auch die Starlock-Werkzeuge montierbar sind. Das gelingt nicht immer zufriedenstellend.

KWB, ein Unternehmen der Einhell-AG, bietet eine Fülle von Zubehörteilen für Oszillationswerkzeuge an – auch mit Starlock-Aufnahme. Darüber hinaus werden Quick-Change-Open-Back-Aufnahmen angeboten, die mit vielen Werkzeugaufnahmen (außer Starlock) weitgehend kompatibel sind.

Verschiedene Oszillationswerkzeug-Aufsätze in unterschiedlichen Formen und Materialien liegen nebeneinander auf weißem Untergrund.
Hier nur ein kleiner Teil des Zubehörs, das KWB für Oszillationswerkzeuge anbietet. Neben Starlock sind darunter auch sogenannte Open-Back-Aufnahmen (oben links). Foto: sidm / Michael Müller-Münker

Eine Starlock-Aufnahme ist bei Fein, Bosch und Makita verbaut. Bei Stanley sieht die Kompatibilität am schlechtesten aus: Die werkzeuglose Klemmmontage hier erfordert ein sogenanntes Open-Back, eine geöffnete Aufnahme zum Aufschieben.

Die häufigsten Fragen und Antworten zu Oszillationswerkzeugen

Hier haben wir einmal die häufigsten Fragen und Antworten zum Thema Oszillationswerkzeuge zusammengefasst:

Oszillationswerkzeuge zeichnen sich durch ihre Multifunktionalität aus – durch die Austauschbarkeit der Aufsätze lässt sich mit nur einem elektrischen Gerät eine Vielzahl an handwerklichen Tätigkeiten ausführen. Konkret heißt das: Sie können mit einem geeigneten Oszillierer sägen, schleifen, feilen, fräsen, schneiden, polieren und vieles mehr. Betrachtet man die Vielzahl an Funktionen im Preis-Leistungs-Verhältnis zu monofunktionalen Werkzeugen wird schnell klar: Ein Oszillationswerkzeug lohnt sich für jeden!

Ob Schleifplatte oder Sägeblätt – genauso wichtig wie die Maschine sind die Werkzeug-Aufsätze! Wer nach dem richtigen Oszillierer sucht, sollte gleichzeitig auch darauf achten, welches Zubehör der Hersteller für das Modell anbietet. Die meisten Produzenten lassen mittlerweile zwar die Kombination mit Ausrüstungen anderer Marken zu, einige aber noch nicht.

Sparen lässt sich, wenn das Multitool direkt im Set mit dem passenden Zubehör gekauft wird. Komplett-Sets bieten sich insbesondere für weniger Erfahrene an, individuelle Sets sind eher was für genau-geplante Vorhaben.

Der Ursprung des Oszillationswerkzeugs liegt in der Gipsverbandsäge – einem Gerät, das den harten Gips aufsägt, während die Haut darunter unbeschadet bleibt, da sie mitschwingt.

Das heißt jedoch nicht, dass ein Oszillationswerkzeug nie durch die Haut schneiden kann. Insbesondere Finger verfügen über sehr wenig weiche Haut und Fett über dem harten Knochen. Es kann dort also weniger in Schwingung geraten und das oszillierende Werkzeug kann durchaus Schaden anrichten.

Um mit einem Oszillationswerkzeug tatsächlich ernsthaften Schaden anzurichten, ist jedoch schon Vorsatz nötig. Die Gefahr, wenn Sie aus Versehen abrutschen, ist eher gering. Da es je nach Stelle jedoch sehr schmerzhaft sein kann, empfehlen wir dennoch entsprechende Schutzkleidung.

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