Mauerbienen, Erdbienen & Hummeln 5 Tipps, wie Sie Wildbienen in den Garten locken

Groß ist derzeit die Angst vor einem "Bienensterben": Petitionen und Kampagnen zum Bienen-Wohl nehmen sich meist nur der Honigbiene an, weil Maja und Willi so "süß" sind. Dabei gibt es in Deutschland etwa 560 heimische Wildbienenarten, die z. T. ebenso in ihrem Bestand gefährdet sind. Dabei ist es vergleichbar einfach, artgerechte Lebensräume für Wildbienen zu schaffen – selbst in der Stadt!

Wildbienen-Nistkasten
Foto: sidm / BW

Der Rückgang der natürlichen Lebensräume – durch versiegelte Flächen, Monokulturen und menschliche Eingriffe – gefährdet viele Wildbienen-Arten und bedroht somit auch die ökologische Stabilität in der Nutur, in der Landwirtschaft und in unseren Gärten.

Sonstiges Bienenweide
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Dabei gibt es viele Wege, Wildbienen vor der eigenen Tür zu fördern. "Wir möchten unabhängig von der umweltpolitischen Debatte Tipps geben, wie jeder Einzelne Wildbienen mit mehr Nahrungsquellen und Nistplätzen unterstützen kann", sagt Dr. Claudio Sedivy, Mitgründer des Unternehmens Pollinature GmbH mit Sitz in Konstanz. Das funktioniere in der Stadt genauso gut wie auf dem Land. Zudem müsse niemand Angst vor den nützlichen Bestäubern haben. "Wildbienen stechen so gut wie nie und stören nicht beim Essen", bestätigt der Wildbienen-Experte.

Sonstiges Wildbienen-Nistkasten
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Tipps für mehr Wildbienen-Vielfalt

  1. Holen Sie sich heimische Pflanzen auf den Balkon, in den Garten, aufs Fensterbrett. Wildbienen sind angewiesen auf heimische Pollen- und Nektarquellen wie Glockenblume, Natterkopf und Hornklee. Gartenbesitzer sollten statt Kirschlorbeer und Forsythie lieber Schwarzdorn oder Weide pflanzen und so den früh im Jahr fliegenden Wildbienen eine üppige Nahrungsquelle bereitstellen.
  2. Verzichten Sie weitestgehend auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Garten. Viele Gifte lassen sich mit schonenden Mitteln ersetzen, und ein lebendiger Garten kann mit vielen Schädlingen selbst fertig werden.
  3. Verwandeln Sie die Rasenflächen, die Sie sowieso nie betreten, in eine Blumenwiese. Das gibt Pollenspendern wie Klee, Wiesensalbei und Wiesen-Pippau Raum zum Blühen. Ihre Gärtnerei hilft Ihnen dabei.
  4. Spärlich bewachsener Boden an sonnigen Lagen ist besonders wertvoll. Er bietet Nistmöglichkeiten gerade den vielen seltenen Wildbienenarten, die ihre Nester im Boden anlegen.
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    Erdbienen

    Stechfreudige Bienen möchte niemand in seinem Garten haben: Erdbienen hingegen sind besoners friedlich und wichtig für die Natur


    Auf dem Balkon kann man mit einer Kiste Sand für bodennistende Wildbienen ganz einfach einen Mini-Nistplatz schaffen.
  5. Viele Hohlraumbewohner lassen sich optimal mit einem Wildbienenhotel fördern. Das Wildbienen-Häuschen von BeeHome z. B. wird sogar inklusive der ersten Startpopulation von 25 Rostroten Mauerbienen, dem offiziellen Insekt des Jahres 2019, geliefert.

Quelle: BeeHome / Pollinature GmbH

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