Löten

Richtig löten lernen

Aus selbst ist der Mann 3/2021

Für Heimwerker ist bei Reparaturen an elektronischen Bauteilen vor allem das Weichlöten mit Radiolot interessant – hier zeigen wir, wie Sie richtig löten.

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Foto: sidm / KEH

Richtig löten lernen

Für manche Reparaturen ist das Löten unumgänglich. Aber wie lötet man richtig?

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Bei der Arbeit mit einer Lötstation zunächst die passende Temperatur vorwählen, bei Elektronik-Lötungen sind dies ca. 300° C, ...

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... bei der Nutzung bleifreier Lote besser 350° C. Nach dem Aufheizen die Lötspitze zunächst verzinnen.

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Um den Lötvorgang möglichst schonend kurz zu halten, die einzulötenden Kontaktzungen bei Bedarf umbiegen oder fixieren.

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Lötspitze zuerst, Lötzinn kurz darauf zuführen. Nur solange Hitze zuführen, bis das Lot die Lötstelle gleichmäßig benetzt hat.

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Entlöten

Lötstelle zunächst mit der Lötspitze aufheizen. Wird eine Entlötpumpe verwendet, diese vorspannen bis zum Einrasten.

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Entlöten

Ist das Lötzinn flüssig, Pumpenspitze flach auf die Lötstelle aufsetzen und Pumpe auslösen. Der Kolben springt nun mit ...

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... Federkraft zurück und saugt das flüssige Lötzinn dabei ein. Gleich darauf kann das erkaltete Lot aus der Pumpe gedrückt werden. Praxistipp: In der Entlötpumpe erstarrt das Lot sofort.

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Entlöten

Kleine Bauteile können mit einer Pumpe nicht erreicht werden. Hier können Sie mit Entlötlitze arbeiten, die das Lot aufsaugt.

Bei der Wahl des passenden Lötgeräts kommt es darauf an, was Sie löten möchten: Sollen vor allem kleinere Arbeiten an elektronischen Bauteilen vorgenommen werden, so genügt ein Lötkolben mit etwa 25 bis 50 Watt, sollen aber größere Masseflächen erwärmt werden, so ist mehr Leistung nötig, um die thermische Belastung der Bauteile gering zu halten.

Zur Bauanleitung

Die Alternative sind Lötstationen mit einer elektronischen Regelung der Löttemperatur – bei Preisen ab rund 100 Euro ist diese Variante auch preislich schnell vorteilhafter als der Kauf verschiedener Lötkolben. Um das Löten zu lernen, stellen wir Ihnen das Löten und Entlöten in der Bildergalerie oben vor.

Löten lernen: Darauf muss man achten

Unbedingt nötig ist Lötzinn. Elektronische Bauteile werden dabei stets mit Radiolot verarbeitet – im strangförmigen Lot ist dabei eine Seele mit Flussmittel enthalten. Die Kombination vermeidet, dass beim Löten zu viel des unbedingt erforderlichen Flussmittels auf die Lötstelle gelangt, denn dann könnte eine sogenannte „kalte“ Lötstelle entstehen, die den elektrischen Strom nicht oder nur sehr schlecht leiten würde. Im professionellen Einsatz sind zwar inzwischen bleifreie Lote vorgeschrieben, doch Anfänger sollten zunächst mit klassischen bleihaltigen Loten beginnen, da sich diese erheblich einfacher verarbeiten lassen. Werden aber die verschiedenen Lotsorten vermischt, kann es Probleme geben – daher beim Wechsel unbedingt auch die Lötspitze tauschen.

Wählen Sie keine höhere Lötspitzentemperatur, als für das eingesetzte Lötzinn und die Lötaufgabe nötig, dies vermeidet unnötigen Verschleiß. Andererseits muss die Temperatur so hoch gewählt werden, dass ein zu starkes Absinken beim Kontakt mit der kalten Lötstelle vermieden wird. Fixieren Sie die zu verlötenden Komponenten, sodass sie sich während des Lötens nicht bewegen können. Auch in der Abkühlphase darf keine Bewegung oder Vibration stattfinden, sonst wird die Lötstelle „kalt“.

Praktische Hilfe beim Löten

Links das Radiolot, rechts der Lötkolben – zum Halten des zu lötenden Gegenstands fehlt dann eine Hand. Kein Problem: Im Handel sind zahlreiche mechanische Helfer erhältlich, die unter dem Namen „Dritte Hand“ variable Haltemöglichkeiten mit Federklemmen bieten. Für sicheren Stand sorgen eine Tischklemme oder ein massiver Metallstandfuß. Einige Modelle bieten außerdem eine Lupe oder die Beleuchtung der Arbeitsstelle.

Die "Dritte Hand" hilft beim Löten. Foto: sidm / KEH

Als zusätzliche Hilfe gibt es auch bleifreies Lot. Dieses ist besonders für Ungeübte eine sinnvolle Alternative. Diese elektronischen Lötarbeiten sind nur mit Radiolot möglich. Außerdem ist ein Lötstation eine Hilfe. Denn die elektronische Temperaturkontrolle bietet eine gradgenaue Vorwahl der Löttemperatur und ermöglicht damit auch sehr feine Arbeiten.

Alles rund ums Löten

Wie man Aluminum richtig löten kann und weitere Infos gibt es hier >>

Lötstation | Lötlampen | Entlötpumpe | Lötkolben

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