Kürbisernte Mit diesem Trick erkennen Sie, ob der Kürbis reif ist!

Die Kürbissaison startet: Hokkaido-, Muskat- oder Butternusskürbis – im Herbst haben wir wieder die Qual der Wahl. Doch wie erkennt man eigentlich, ob der Kürbis schon erntereif ist?

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Die Kürbiszeit steht vor der Tür: Ob Gruselgesichter an Halloween oder die wärmende Suppe für gemütliche Herbstabende. Der Kürbis wird in Deutschland vielfältig eingesetzt. Auch bei Hobbbygärtnern gewinnt die Kürbispflanze immer mehr an Beliebtheit, denn der Anbau ist nicht allzu schwierig, der Ertrag dafür aber umso größer.

Prinzipiell unterscheidet man zwei Kürbisarten: die Sommer- und die Winterkürbisse. Während die Sommerkürbisse noch unreif geerntet werden, beginnt die Kürbisernte der Winterarten im September. Je nach Wetterlage, können Sie Ihre Kürbisse bis in den November ernten. Aber Achtung: Ernten Sie Ihre Kürbisse nicht zu spät. Hat der erste Frost eingesetzt, leiden die Früchte zu sehr und sollten nicht mehr verarbeitet werden. Stattdessen können Sie die Kürbisse lieber unreif ernten und sie dann etwa zwei bis drei Wochen nachreifen lassen, damit sie ihren vollen Geschmack entwickeln. 

Kürbisernte
Kürbis ist nicht gleich Kürbis. Weltweit gibt es in der Familie der Kürbisgewächse über 8000 Arten. Foto: Pixabay / annca
 

Reife Kürbisse erkennnen

So leicht die Zucht der Kürbisse auch sein mag, umso schwerer fällt Laien die Einschätzung der Reife ihrer Früchte. Um erntereife Kürbisse erkennen zu können, müssen Sie den Kürbis genau unter die Lupe nehmen.

  1. Die Schale: Betrachten Sie zuerst die Schale des Kürbisses. Sie sollte eine satte Farbe haben und keine grünen Stellen mehr aufweisen – ausgenommen sind natürlich die Sorten grüner Farbe. Die Schale sollte außerdem hart sein und bei Druck nicht nachgeben. Helle, trockene Stellen auf der Kürbishaut stellen lediglich kleine Schönheitsmakel dar, sagen aber nichts über den Geschmack aus. Sollte die Schale dagegen weichere, dunkle Stellen aufweisen, könnte dies ein Anzeichen für Fäule sein.
  2. Der Stiel: Die Schale ist nicht immer ein ausreichendes Indiz für die Reife eines Kürbisses. Achten Sie deshalb auch auf den Stiel der Frucht. Der Stielansatz sollte hart und holzig bis trocken sein; beim Anritzen sollte keine Flüssigkeit mehr austreten. Wenn der Stiel verholzt ist, kann der Kürbis geerntet werden. Wichtig: Der Stiel muss vorhanden sein, damit der Kürbis nicht austrocknet oder faulig wird. Schneiden Sie den Kürbis also am besten mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere etwa 1,5 cm über dem Stielansatz ab.
  3. Die Blätter: Auch an den Blättern der Kürbispflanzen können Sie den Reifegrad der Früchte ablesen, denn diese sterben ab, wenn der Kürbis reif ist, da sie ihn nicht mehr ernähren können.
  4. Der Klopftest: Sie sind sich trotzdem nicht ganz sicher, ob der Kürbis reif ist? Dann machen sie die Klopfprobe. Wie bei einer Wassermelone, können Sie einfach auf die Kürbisschale klopfen – hört sich die Frucht hohl bzw. dumpf an, ist sie reif!
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Dieser Hokkaido-Kürbis ist noch nicht erntereif: Die Schale ist blass, der Stiel nicht holzig und die Blätter noch grün. Foto: Pixabay / JACLOU-DL

Vemeiden Sie bei der Kürbisernte Verletzungen der Schale, um die Haltbarkeit zu gewähren. Haben Sie aus Versehen die Haut eines Kürbisses eingeritzt, sollten Sie diesen zeitnah verarbeiten. Unversehrte Kürbisse können bei richtiger Lagerung dagegen etwa vier bis sechs Monate haltbar bleiben. 
Wichtig: Der Lagerraum muss trocken, kühl und gut belüftet sowie frostfrei sein!

 

Tipps für den Kürbiskauf

Wer nicht die Möglichkeit hat, Kürbisse im eigenen Garten anzubauen, findet im Supermarkt oder an Bauernständen eine große Auswahl verschiedener Kürbissorten. Um auch dort eine reife und geschmackvolle Frucht zu erwischen, sollten Sie die Kürbisse unbedingt begutachten.

Prinzipiell gelten für den Kauf die gleichen Kriterien wie für die Ernte. Qualitätiv hochwertige Kürbisse sollten vollständig ausgereift sein und eine unverletzte Schale sowie einen Stiel aufweisen können. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, können Sie auch hier den Klopftrick anwenden. Achtung: Beachten Sie beim Kürbiskauf den Unterschied zwischen Zier- und Speisekürbis. Zierkürbisse können giftig sein und sollten keinesfalls verzehrt werden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, probieren Sie zu Hause ein kleines Stück – die Deko-Kürbisse schmecken bitter und sind ungenießbar.

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