Kriebelmücke

Inhalt
  1. Kriebelmücke: Biss oder Stich?
  2. Kriebelmückenstich: Folgen und Komplikationen
  3. Kriebelmücke bekämpfen

Sie sind winzig klein, schleichen sich geräuschlos an und sehen mehr aus wie Fliegen als tatsächliche Stechmücken. Kriebelmücken sehen harmlos aus, doch ihr Biss hat es in sich!

Die Kriebelmücke ist in den letzten Jahren vermehrt in den Fokus der Menschen gerückt. Das liegt jedoch nicht daran, dass es sich um eine eingeschleppte Mückenart handelt. 50 Arten leben seit jeher in Deutschland. Ottonormalbürger haben Kriebelmücken jedoch bislang selten bemerkt, da sie bevorzugt Kühe und Pferde stehen. Weil die Weideflächen in Deutschland kontinuierlich rückläufig sind, ist die Kriebelmücke gezwungen, auf andere Wirte auszuweichen. Die Anzahl der gebissenen Menschen steigt daher an. Angst müssen Sie vor der Kriebelmücke dennoch nicht haben.

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Kriebelmücke: Biss oder Stich?

Im Gegensatz zu normalen Stechmücken verfügen Kriebelmücken über keinen Rüssel. Sie sind stattdessen sogenannte „Poolsauger“. Das bedeutet, sie ritzen die Haut auf und trinken das Blut, welches sich in der Wunde in eine Art Pool sammelt. Das klingt fies, doch der eigentliche Biss wird in der Regel nicht bemerkt. Die Kriebelmücke fliegt nicht nur besonders leise, sondern injiziert ihrem Wirt auch einen Eiweißcocktail, der die Blutgerinnung hemmt und die Einstichstelle betäubt. So bemerkt man den Stich erst, wenn es schon längst vorbei ist.

 

Kriebelmückenstich: Folgen und Komplikationen

In Deutschland besteht dank einigen Medien mittlerweile eine regelrechte Panik vor Kriebelmücken, dabei ist der Stich einer Kriebelmücke grundsätzlich kaum schlimmer als der einer gewöhnlichen Stechmücke. Der Kriebelmückenstich juckt einige Tage, dann ist der Spuk auch schon wieder vorbei. Vorausgesetzt ist, dass Sie nicht zu stark kratzen, denn sonst kann sich der Stich – wie jeder andere Insektenstich auch – entzünden. Um den Juckreiz zu lindern helfen die gängigen Mittel aus dem Handel, wie Fenistil. Lediglich bei einigen Menschen können die toxischen Stoffe im Speichel der Kriebelmücke eine allergische Reaktion auslösen. Schwillt der Stich stark an und treten Kopfschmerzen, Übelkeit, Fieber oder starke Schmerzen auf, suchen Sie unbedingt einen Arzt auf.

Mückenstich
© Dieter Schütz / pixelio.de

Krankheiten überträgt die Kriebelmücke in Deutschland nicht. In afrikanischen und südamerikanischen Ländern kann sie dagegen Fadenwürmer übertragen. Diese lösen die Flussblindheit aus, eine Krankheit, die in 10 Prozent der Fälle zur Erblindung führt.

 

Kriebelmücke bekämpfen

Die beste Bekämpfungstechnik gegen Kriebelmücken ist die Vermeidung. Im Gegensatz zur Stechmücke ist nicht schwer, der Kriebelmücke aus dem Weg zu gehen und sie vom Stechen abzuhalten. Da sie über keinen Rüssel verfügt, ist das Tragen von langer Kleidung bereits die beste Methode, sich gegen die fiesen Stiche zu wehren. Außerdem schwirren die Mücken meist nicht in jedem Garten herum wie die gewöhnlichen Stechmücken. Die Tiere halten sich vermehrt in der Nähe von Gewässern und Weiden auf. Wohnen Sie eher ländlich, sodass sich Begegnungen mit der Kriebelmücke nicht vermeiden lassen, helfen auch die bekannten Mückenschutzmittel weiter. Mehr zum Thema „Mücken vertreiben“ finden Sie hier:

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