Mücken vertreiben: Die effektivsten Methoden
So nervig Mücken auch sein mögen, sie haben dennoch ihre Daseinsberechtigung in der Natur. Bevor Sie auf einen Vernichtungsfeldzug ziehen, sollten Sie daher zunächst versuchen, die Mücken zu vertreiben. Doch was vertreibt Mücken zuverlässig?
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Es ist ein warmer Sommerabend: Die Grillen zirpen, das Grillgut wurde erfolgreich vertilgt und nun möchte man den Abend mit Freunden und Familie gemütlich im Freien ausklingen lassen, doch die Rechnung haben Sie ohne die ungebetenen Gäste gemacht. Das Summen kündigt sie an und schon folgt der erste Stich! Damit die Grillparty sich jetzt nicht frühzeitig auflöst, ist schnelles Handeln gefragt: Wir verraten Ihnen, wie Sie die Mücken schnell wieder vertreiben.
Repellentien zum Aufsprühen
Als Repellent gegen Mücken zählen in erster Linie Sprays, die direkt auf die Haut aufgetragen werden können. Hiervon gibt es zahlreiche Varianten im Handel, die jedoch nicht immer ganz unproblematisch sind. Da Mücken geruchsorientiert sind, müssen die Repellentien den Geruch des Menschen überdecken, sodass Mücken ihn nicht mehr wahrnehmen können. Das ist jedoch keine leichte Aufgabe, sodass grundsätzlich zwei Probleme entstehen:
Ein Repellent, das die Wirkstoffe DEET oder Icaridin in mindestens 20 prozentiger Konzentration enthält, hält sogar tropische Arten, die schwere Krankheiten übertragen, für drei bis acht Stunden fern. Vor allem hochkonzentrierte Mittel wirken jedoch so stark, dass sie bei längerer Nutzung gesundheitlich nicht unbedenklich sind. Sie reizen die Schleimhäute, können die Leberwerte verändern und das Nervensystem stören. Somit sind sie nicht zur regelmäßigen Anwendung gegen heimische Mücken empfehlenswert.
Ein Repellent, das nur schwache Mittel enthält, schadet der Gesundheit nicht, bietet aber auch keinen vollständigen Schutz.
Fazit: Starke Repellentien eignen sich vor allem zur Anwendung in tropischen Ländern, denn selbst die stärksten Mittel sind wesentlich unbedenklicher als eine Infektion mit dem Dengue-Fieber, West-Nil-Fieber oder dem Zika-Virus – allesamt Krankheiten, die von Mücken übertragen werden und gegen die es keine Impfung gibt.
Mückenabwehr: Welche Produkte wirken wirklich?
Möchten Sie sich keine potenziell gesundheitsgefährdenden Mittel auf die Haut sprühen, nur um einfachen Mückenstichen zu entgehen, gibt es auch Repellentien, die auf andere Art und Weise wirken. Wir haben zwei der Produkte getestet.
Thermacell Mückenabwehr-Laterne
Das Funktionsprinzip der Thermacell-Laterne basiert auf dem Verdampfen eines Wirkstoffes durch Erhitzung der Wirkstoffplättchen, und zwar mit Gas. Wirkstoffplättchen und Gaskartuschen fallen in Deutschland seit dem 01.01.2025 unter die Regelung der Biozidrechts-Durchführungsverordnung (ChemBiozidDV) und müssen separat gekauft werden (Baumärkte, Gartencenter).

Die Inbetriebnahme ist einfach, die Wirkung setzt nach etwa 15 Minuten ein und bietet – nach Herstellerangaben – einen Schutzbereich von 20 m2, macht zusätzlich ein schönes Licht und kostet ca. 35 Euro (ohne Plättchen und Gas).
Fazit: Wirkt gut gegen Mücken, wenn auch nicht ganz in den kompletten angegebenen 20 m2.
Mückenabwehr-Armbänder
Bei Armbändern gibt es im Wesentlichen drei Typen: mit ätherischen Ölen, mit Duftkartuschen oder -kapseln und mit Ultraschall-Abwehrmechanismus.
Bänder mit ätherischen Ölen werden oft als Einmal-Produkte mit bis zu 250 Stunden Schutz beworben.

Armbänder mit Duftkapseln sind oft wiederverwendbar, die Kartuschen können nachgekauft werden. Sie enthalten oft den Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid), der Mücken abhält, aber bei empfindlichen Personen Reizungen an Haut, Schleimhäuten und Augen hervorrufen kann – so auch unsere Erfahrung.
Ultraschallgeräte versprechen einen durchgängigen Schutz und kommen ohne Chemie aus. Sie halten jahrelang.
Fazit: Am ehesten wirken Ultraschallbänder, aber in feuchttropischen Gebieten bieten auch diese nur wenig Schutz. Bänder auf der Basis von Duftstoffen werden von den Mücken zwar gemieden, aber sie halten die Mücken nicht davon ab stattdessen Körperteile anzufliegen, die kein schützendes Armband tragen, etwa Füße und Beine.
Mücken vertreiben mit Hausmitteln
Für den täglichen Gebrauch in Ländern, in denen Mücken selten bis niemals schwere Krankheiten übertragen, sind wirksame Repellentien unverhältnismäßig stark.
Anstatt Geld für Mittel auszugeben, die entweder nicht wirken oder zu stark wirken, können Sie daher einfach Ihr eigenes Mückenspray aus Wasser und mindestens 5 Prozent ätherischem Öl (Lavendel, Eukalyptus, Citronella und Zimt sind besonders geeignet) herstellen. Diese wirken zwar – ähnlich wie schwaches Mückenschutzspray – niemals zu 100 %, sind aber günstig, nicht gesundheitsschädlich und riechen zudem noch sehr gut.
Weitere gängigsten Hausmittel gegen Mücken und wie effektiv diese tatsächlich wirken, haben wir in folgendem Artikel zusammengestellt:
Diese Pflanzen vertreiben Mücken
Auch einige Pflanzen können Mücken vertreiben. Viele dieser Pflanzen enthalten genau die ätherischen Öle, die auch in den natürlichen Mückenabwehrsprays enthalten sind. Der Mückenschutz im Garten beginnt daher bereits bei der Wahl der richtigen Pflanzen. Welche Pflanzen Mücken vertreiben, zeigt das Video:

Während strenge Gerüche Mücken abschrecken, ziehen süßliche Gerüche sie an. Besonders beliebt sind Schweißgeruch sowie Deos und Parfüms. Duschen Sie sich daher regelmäßig ab und vermeiden Sie duftende Kosmetika.
Mückenfallen richtig einsetzen
Eine Methode, die die Mücken nicht nur vertreibt, sondern direkt tötet, sind Insektenfallen. Insbesondere UV-Fallen sind jedoch seit einigen Jahren stark in Kritik geraten. Mehr Infos dazu sowie eine Anleitung, wie Sie eine Mückenfalle selber bauen, finden Sie in folgendem Artikel:
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