Kakerlaken erkennen

Kakerlaken leben versteckt, daher ist es eher selten, dass man ein lebendes Exemplar zu Gesicht bekommt. Daher gilt es, einen Kakerlakenbefall zu erkennen, ohne dass die Tiere selbst sich zeigen müssen.

Kakerlake an Wand
Foto: 1113990 / Pixabay

Kakerlaken lieben Gesellschaft, nur eben nicht unsere. Die meiste Zeit verbringen sie daher versteckt in ihren Nestern. Auf Futtersuche gehen sie nur im Schutz der Dunkelheit. Betritt man dann nachts Küche oder Bad und schaltet das Licht ein, sieht man nur noch etwas im Augenwinkel weghuschen. Treffen Sie eine Kakerlake doch einmal tagsüber an, deutet das bereits auf einen massiven Befall hin. Die Kakerlake ist nur tagsüber unterwegs, wenn die Unterschlüpfe alle voll besetzt sind. Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine Kakerlake erkennen und einen Befall frühzeitig bemerken.

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Kakerlaken erkennen

Es gibt viele Arten von Kakerlaken, die zum Großteil überall auf der Welt vorkommen und alle anders aussehen. Das stereotype Bild einer Kakerlake muss daher nicht immer zutreffen, was es nicht unbedingt einfacher macht, eine Kakerlake zu erkennen. In Europa treten drei Arten besonders häufig auf: die Deutsche Schabe, die Gemeine Küchenschabe und die Amerikanische Großschabe:

  • KakerlakeDie Deutsche Schabe wird 12 bis 16 mm lang, ist braun gefärbt mit zwei schwarzen Streifen auf dem Brustteil und verfügt über Flügel, mit denen sie jedoch nicht fliegen kann. Sie ist die am häufigsten vorkommende Kakerlake in unseren Breiten.
  • Orientalische SchabeDie Gemeine Küchenschabe, auch Bäckerschabe oder Orientalische Schabe, sieht einem Käfer sehr ähnlich. Sie ist eher rundlich und schwarz mit flugunfähigen Flügeln. Die bis zu 30 mm große Schabe stammt ursprünglich aus Südasien und ist heute – bis auf den Polarregionen – überall auf der Welt beheimatet.
  • Amerikanische GroßschabeDie Amerikanische Großschabe wird bis zu 45 mm lang und ist rotbraun gefärbt. Sie zeichnet sich durch ihre kräftigen Beine, sehr langen Fühler und gut ausgebildeten, flugfähigen Flügeln aus. Sie ist vor allem in Nordamerika heimisch, aber mittlerweile auch in warmen Gegenden in Mitteleuropa anzutreffen.

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Kakerlakenbefall erkennen

Da sich Kakerlaken erst bei einem sehr ausgeprägten Befall zeigen, ist es wichtig, die Zeichen schon vorher zu erkennen und richtig zu deuten. Kakerlaken hinterlassen nämlich Spuren, die sich vor allem in der Nähe ihrer Nester häufen:

  • Kot: Er sieht aus wie Kaffeepulver und haftet an Wänden. Dort hinterlässt er eine deutliche Spur
  • Hautreste: Kakerlaken häuten sich in ihren Entwicklungsstadien bis zu acht Mal. Die Häute findet man meist in der Nähe der Nester.
  • Eipäckchen: Sie werden ebenfalls meist in der Nähe des Nests gefunden – leer oder gefüllt.
  • Geruch: Kakerlaken kommunizieren durch Pheromone, die einen markanten und penetranten Geruch erzeugen, der für Menschen muffig bis süßlich riecht.
  • Angefressene Lebensmittel(-verpackungen): Kakerlaken sind Allesfresser. Im Notfall ernähren sie sich sogar von Papier und Leder und sogar von Seife und Zahnpasta. Bevorzugt machen sie sich jedoch über fettige Lebensmittel her.

Fotos, klein:
Lmbuga, Blattodea. Cascuda. Santiago de Compostela 1, CC BY-SA 3.0
Alvesgaspar, Cockroach May 2007-1, CC BY-SA 4.0
Preiselbeere, Amerikanische Grossschabe 2, CC BY-SA 2.0 DE

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