Jungpflanzen abhärten: Was heißt das?

Junges Gemüse, das im Haus kultiviert wurde, darf erst nach draußen, wenn die Temperaturen es erlauben. Aber wenn Sie schon jetzt Ihre Jungpflanzen abhärten, sind sie für den Startschuss bestens gewappnet.

Jungpflanzen abhärten: Was heißt das?
Wenn Sie Jungpflanzen abhärten, können sie im Beet besser wachsen. Foto: iStock / Petra Schüller

Dürfen Jungpflanzen wirklich erst in den Garten, wenn der richtige Moment gekommen ist? Nein, auch vorher können Sie schon Ihre Stecklinge nach draußen setzen. Vorerst aber nur um die Jungpflanzen abzuhärten. Was es genau bedeutet, warum Sie die Jungpflanzen abhärten sollten und wie genau das geht, erfahren Sie hier.

 

Warum sollte man Jungpflanzen abhärten?

Der Platz auf der Fensterbank gefällt Jungpflanzen sehr gut. Gleichbleibende Temperaturen, kein Wind und nur mäßige Sonneneinstrahlung regen das Wachstum an. Kaum sind sie groß genug, werden sie in den Garten gesetzt. Doch dort sind sie wechselhaften Temperaturen, Wind und teilweise auch zu viel Sonnenlicht ausgesetzt. Damit Ihre Jungpflanzen keinen Sonnenbrand bekommen und sie nicht erfrieren, können Sie die Pflanzen an diese Gegebenheiten langsam gewöhnen. Das nennt sich dann Abhärten. Durch dieses Abhärten aktivieren die Pflanzen ihren Stoffwechsel. Sie bekommen eine stärkere Außenhaut, lagern mehr Schutzstoffe ein und senken den Wassergehalt in den Zellen. 

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Wie werden Jungpflanzen abgehärtet?

Aber wie genau werden Jungpflanzen abgehärtet? Das Abhärten der Jungpflanzen geht schnell und einfach. Denn dafür müssen Sie die Pflanzen nur nach draußen stellen. Aber bitte nicht direkt für den ganzen Tag. Beginnen Sie an milden Tagen mit 2-3 Stunden pro Tag. Am zweiten Tag steigern Sie die Zeit und lassen die Jungpflanzen schon 5 Stunden draußen stehen. Dann am nächsten Tag wieder etwas länger. Nach ein paar Tagen können Sie die Jungpflanzen auch länger am Abend noch draußen stehen lassen. Bei besonders kalten Temperaturen schützen Sie die Pflanzen aber besser vorsichthalber noch mit einem Vlies oder holen Sie für die Nacht wieder ins Haus.
Praxistipp: Später Frost kann auch abgehärtete Jungpflanzen schocken. Das endgültige Aussetzen im Beet sollten Sie daher erst nach den Eisheiligen angehen.

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