Holzspalter-Test: 8 Spalter im Vergleich

Holzspalter sind eine bequeme Alternative zur Spaltaxt – doch reichen Geräte, die nur mit 230-Volt-Haushaltsstrom betrieben werden? Wir haben mit dem TÜV Rheinland vier vertikal und vier horizontal arbeitende Holzspalter im Test verglichen.

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Diese Marken haben wir getestet:
  • AL-KO
  • CMI (Obi)
  • Güde
  • Lumag
  • Scheppach

Für unseren Holzspalter-Test haben wir einen Hänger voll Eichen- und Birkenholz in verschiedenen Längen gespalten. Alle 8 Holzspalter im Test konnten frisch gefällte Stammware problemlos in Scheite spalten. Diesmal teilte sich das Testfeld der Holzspalter in vier Stehendspalter und vier Liegendspalter der linksstehenden Marken auf. Drei Stehendspalter erhielten die Note „gut“, einer wurde als „ausreichend“ bewertet. Auch bei den Liegendspaltern wurden drei Spalter mit „gut“ bewertet, einer erhielt die Note „befriedigend“. Insgesamt arbeiteten die Maschinen deutlich besser als erwartet.

Kaminholz spalten

Sattes Knacken und Knirschen sind die einzigen wahrnehmbaren Hinweise auf die immensen Kräfte, die auf das Holz einwirken: Mit mehreren Tonnen Spaltkraft bewegt sich der Keil einer elektrischen Spaltmaschine langsam in den Eichenstamm. Sanft gleiten die geteilten Stammhälften zur Seite – nach dem Zurückfahren des Keils liegen die Scheite auf dem Druckteller zur Entnahme bereit.
Fast alle getesteten Spalter werden mit einem sogenannten Spaltkreuz geliefert – nach Norm ist dies eigentlich gar nicht zulässig. Dieses Zubehör kann auf den Spaltkeil aufgesetzt werden und soll die Teilung in mehrere Holzscheite bei einem Arbeitsgang ermöglichen. In der Praxis funktioniert das jedoch fast nie. Entweder rutschte das Holz seitlich ab, sodass die Scheite ungleichmäßig geformt oder gleich ganz zersplittert wurden, oder der Stamm wurde nicht bis zum Ende geteilt, blieb dann im Spaltkreuz stecken und ließ sich nur sehr aufwendig wieder befreien.

 

Welcher Holzspalter ist der beste?

In unserem Vergleich haben wir 8 Holzspalter getestet. Da uns das Ergebnis überzeugt, sehen Sie hier die Dinge, die uns positiv überraschten. Doch es gibt auch Punkte, die uns nicht zufriedenstellten. Welche Eigenschaften hervorgestochen sind, erfahren Sie hier.

Positiv aufgefallen im Holzspalter-Test

  • Alle Geräte schafften es problemlos, den Spaltkeil ins Holz zu treiben.
  • Alle Spalter wurden mit Hydrauliköl befüllt geliefert.

Negativ aufgefallen im Holzspalter-Test

  • Einige Spaltkeile fahren nicht weit genug ins Holz hinein.
  • Keine der Maschinen erwies sich als manipulationssicher. Die Zweihandschaltung als Sicherheitseinrichtung kann überwunden werden.

 

Holzspalter kaufen: Worauf muss man achten?

Ein Holzspalter lohnt sich, wenn man das Kaminholz selber spalten möchte. Mit einem Spalter geht das deutlich schneller und bequemer als mit einer Spaltaxt. Doch Holzspalter sind auch nicht immer preiswert. Damit Sie keine Enttäuschung beim Holzspalten erleben, haben wir in unserem Holzspalter-Vergleich auf diese Dinge geachtet.

  • Spaltwirkung: Mit in der Länge an den jeweiligen Spalter angepasstem Stammholz haben wir den praktischen Aufwand ermittelt, kamingerechte Stücke zu erhalten.
  • Spaltgeschwindigkeit: Wie schnell schiebt sich der Spaltkeil ins Holz? Dieser Wert beeinflusst das Arbeitstempo ebenso wie die Rücklaufgeschwindigkeit.
  • Spaltdruck: In Messungen haben wir den tatsächlichen Arbeitsdruck mit den in der Anleitung versprochenen Werten verglichen.
  • Abrutschen: Gefahr geht in der Praxis von Stammabschnitten aus, deren Schnittflächen nicht rechtwinklig zum Stamm verlaufen. Vor allem bei Stehendspaltern droht das Holz dann aus dem Arbeitsbereich zu rutschen.
  • Manipulierbarkeit: Die getesteten stehenden Modelle sind etwas besser vor einer Überbrückung von Sicherheitseinrichtungen geschützt als die liegenden Modelle. Durch Einklemmen von Gegenständen können die Schalter jedoch bei allen Geräten in Schaltposition fixiert werden.
  • Sicherheit: Der TÜV Rheinland prüfte alle getesteten Geräte in einem Konstruktions-Check auf elektrische und mechanische Sicherheit. Bei allen Geräten wurden Abweichungen zur Norm festgestellt – eine akute Gefahr besteht jedoch nicht.

Gartenpflege
Liegend-Holzspalter

Holzspalter trennen Stammabschnitte in kamingerechtes Scheitholz

 

Aktuellen Holzspalter-Test herunterladen

Holzspalter-Test
Umfang: 6 Seiten
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Sie haben Interesse an einem Holzspalter? In unserem Holzspalter-Test haben wir Stehend- und Liegendspalter getestet. Welcher der 8 Spalter uns überzeugt hat und welcher unser Testsieger ist, sehen Sie in der übersichtlichen Tabelle. Außerdem finden Sie dort alle Noten, Wertungen und getesteten Geräte. Die Tabelle mit allen detaillierten Prüf-Ergebnissen zum Holzspalter-Test 01/2015 finden Sie hier als Download >>

Wie viel Tonnen Spaltkraft?

Die Spaltkraft von Holzspaltern zeigt, mit wie viel Kraft der Keil in das Holz getrieben werden kann. Sie wird in Tonnen angegeben. Für private Anwender reicht eine Spaltkraft von 4-8 Tonnen meistens aus. Ab 10 Tonnen Spaltkraft können auch längere Hölzer gespalten werden. Im Vergleich unserer getesteten Holzspalter betrug die Spaltkraft der Stehendspalter etwa 5-7,5 Tonnen. Die Liegendspalter hatten eine Kraft von circa 3-5 Tonnen.

Experten-Tipp zur Sicherheit

Michael Reitz ist Experte für Gartengeräte beim TÜV Rheinland. Er hat uns verraten, wie Sie Gefahren vorbeugen: Sorgen Sie für einen sicheren Stand des Geräts. Sortieren Sie stark verastetes und lange gelagertes Holz aus und brechen Sie den Spaltvorgang ab, wenn das Holz sich nicht leicht teilen lässt. Halten Sie Kinder aus dem Arbeitsbereich fern und arbeiten Sie unbedingt allein an der Maschine.

Was kostet ein Holzspalter?

Da es Holzspalter von großen, bekannten Marken und von Baumarkt Eigenmarken gibt, ist der Preisunterschied groß. In unserem Test haben wir Stehendspalter für 440-750 Euro getestet. Die Liegendspalter sind etwas preiswerter und kosteten in unserem Test 170-400 Euro.
Praxistipp: Wenn Sie einen Holzspalter nur ein Mal im Jahr nutzen, lohnt es sich, wenn Sie sich das Gerät mit Nachbarn teilen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich einen Holzspalter zu mieten.

Holzwerkstatt
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Wir geben Tipps, was Sie beim Mieten von großen Geräten wie Bagger und Co. beachten sollten

Wo kann man Holzspalter ausleihen?

Holzspalter sind nicht gerade günstig. Wenn Sie sich dann auch noch unsicher sind, ob Sie überhaupt einen eigenen brauchen, können Sie sich auch erstmal einen Holzspalter mieten. So lernen Sie ausgewählte Spalter kennen und wissen, ob und welchen Holzspalter Sie sich kaufen sollen. Sie fragen sich: Wo kann man Holzspalter ausleihen? Holzspalter kann man in jedem gut ausgestatteten Baumarkt ausleihen. Dort können Sie sowohl Stehend- als auch Liegendspalter für ein paar Stunden ausleihen.

Quelle: selbst ist der Mann 1 / 2015

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