Spaltaxt

Die Spaltaxt ist dank ihrer keilförmigen Kopfform ausgezeichnet für die Spaltung von Brennholz geeignet. Im Unterschied zum kürzeren und leichteren Beil wird die Spaltaxt üblicherweise mit beiden Händen geführt.

Dadurch kann eine höhere kinetische Energie auf den Axtkopf übertragen werden – das macht das Brennholzspalten leichter. Modelle mit einem schwereren Axtkopf nennt man auch Spalthammer.

Die Spaltaxt wird fast ausnahmslos dazu verwendet bereits zersägte Stammabschnitte auf einem Hackklotz in kamingerechte Holzscheite zu spalten. Spaltäxte verfügen dafür über eine beidseitig angeschliffene Klinge mit relativ stumpfem Schneidenwinkel: Der stumpfe Schneidenwinkel und der vergleichsweise große Keilwinkel von um die 40° sorgen für die gute Spaltwirkung des Spalthammers. Denn durch die stark auseinanderlaufenden Klingenwangen wird das Holz kraftvoll auseinandergetrieben und platzt regelrecht auf. Diese rechtwinklig zur Keilfläche wirkenden Spaltkräfte sind um ein Vielfaches höher als die vorwärts treibende Schneid-Kraft des Spalthammers.

 

Video: Finnische Spaltaxt

Leveraxe – so heißen zwei verschiedene Ausführungen ungewöhnlich zu handhabender Spaltäxte des Herstellers Vipurkirves (www.vipukirves.fi) aus Finnland. Die beiden Axtmodelle spalten weniger durch die Form ihrer Schneide, sondern durch eine Drehbewegung des Kopfes, die durch die asymmetrische Befestigung am Stiel hervorgerufen wird.

Das "selbst ausprobiert"-Fazit: Finnische Spaltaxt von Vipukirves
  • + Grips statt Wucht: Die Spaltenergie entsteht durch Drehung des asymmetrischen Kopfes
  • + Der zu spaltende Block kann vom Rand aus systematisch bearbeitet werden
  • + In der Regel wird das Holz beim ersten Hieb geteilt
  • – Teuer (Typ 1: 260; Typ 2: 250 Euro)

Dabei wird die Schlagenergie in größtmögliche Spaltkraft verwandelt – die Äxte bleiben nicht stecken und spalten das Holz meist beim ersten Schlag. Allerdings muss man sich an das Eindrehen des Stiels beim Auftreffen erst gewöhnen: Im Moment des Aufpralls muss die Hand das Werkzeug nicht mehr fest halten, sondern nur führen.

Quelle: selbst ist der Mann 6 / 2015

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