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Geht auch ganz einfach:

Gartenwege

Gartenwege können verbinden, aber auch trennen: Sie dienen der Erschließung, wenn sie die Straße mit dem Wohnhaus, die Terrasse mit dem Gartensitzplatz verbinden oder tief ins Gemüsebeet führen. Wege gliedern den Garten auch in Nutzbereiche, wenn sie das Beet von der Rasenfläche, die Spielwiese vom Gartenteich abgrenzen.

Video Platzhalter

Wege helfen, den Garten zu inszenieren und zu gliedern: Gartenwege verbinden das Haus mit dem Gemüsebeet, verschlungene Pfade leiten an den schattigen Leseplatz, und Natursteinstufen führen hinunter zum Fischteich – so steht Ihnen bei der Gartenplanung ein vielfältiges Repertoire zur Verfügung, um Ihre Gartenwege zu gestalten. Den Pfad zum Beet oder Kompost kann man auch komfortabler gestalten: Auf Gartenwegen bleiben Ihre Schuhe fortan sauber!
Das Video oben zeigt, wie Sie einen Gartenweg anlegen.

 

Gartenweg anlegen: Planung

Ehe Sie einen Gartenweg anlegen, sollten Sie Ihren Bedarf genau analysieren:

  •  Wie groß ist das Grundstück? Gibt es Höhenunterschiede?
  •  Soll der Weg schnell zum Sitzplatz führen oder zum Rundgang durch den Garten einladen?
  •  Dient der Weg der Haupterschließung oder ist er reiner Arbeitsweg?
  •  Außerdem: Muss der Belag hohen Lasten standhalten?
  •  Wird der Weg (bald) wieder eingeebnet oder sein Verlauf geändert?
  • An welcher Stelle sind Stichwege sinnvoll?

Gartenwege

Ein Baum oder ein Brunnen sind reizvolle Ziele, auf die eine Abzweigung hinführt. Runde Einlegearbeiten betonen den Richtungswechsel. Stecken Sie probeweise den geplanten Weg ab. So wird aus einer vagen Vorstellung ein klares Bild. Jetzt lässt sich der Verlauf noch leicht korrigieren. Weist das Grundstück ein starkes Gefälle auf, ist auch eine Gartentreppe sinnvoll. Ab 7% Neigung in Laufrichtung empfiehlt es sich, Stufen einzufügen. Aber Achtung: Einzelne Stiegen in einem Weg sind Stolperfallen. Schematisch angeordnete Stufen wirken steif, dem Gelände angepasste Ausgleichsstufen dagegen natürlich.

 

Gartenweg: Material & Ausführung

Wichtiger als Form und Wegeführung ist es, eine Hierarchie unter den Wegen zu erzeugen. Nicht alle Strecken werden gleich häufig genutzt, nicht alle Wege müssen identisch ausgeführt werden:

  • Abstufungen in Breite und Material verhindern Monotonie.
  • Auf dem Hauptweg sollten zwei Erwachsene nebeneinander gehen können, 1,20 m gelten als Minimum. Das Pflaster muss Regenwasser abführen – stets vom Haus weg und hangabwärts. 2,5 % Neigung reichen, damit sich keine Pfützen bilden.
  • Vorsicht: An Kantensteinen darf sich kein Wasser sammeln. Bei Frost sprengt es die Begrenzung auf, bei Dauerregen wäscht es den Sand aus den Fugen.
  • Oft reicht es, wenn das Wasser diffus im Rasen oder Beet versickert – je nach Abwasserordnung spart die Versickerung sogar Kosten, und sie schont die Umwelt.

Wo lediglich schmale „Wartungsstege“ benötigt werden, z. B. für untergeordnete Stichwege in Beete, genügen oft schon lose verlegte Trittsteine (20 cm x 20 cm). Verwerten Sie alte Gehwegplatten, die Sie sonst entsorgen müssten. Sollen Wege aber mit Schubkarre (oder sogar Pkw) befahrbar sein, muss der Unterbau besonders sorgfältig mehrlagig verdichtet werden.

Dauerhafter sind Wege aus Pflastersteinen (Beton ab 25 Euro/qm, Klinker ab 35 Euro/qm) mit mehrschichtig verdichtetem Unterbau. Klinker sind bis zur Sinterung (Glasschmelze) gebrannte Tonziegel. Sie bieten ein natürliches Farbspektrum von gelb bis rot, sind maßhaltig und ergeben dank enger Fugen eine ebene Fläche, auf der auch Gartenmöbel sicher stehen. Nachteil: Klinker lassen sich nur mit dem Nassschneider zerteilen. Etwas günstiger sind Betonsteine, die in vielen Formaten und Farben erhältlich sind. Sie sind frostbeständig, druckfest und auch von ungeübten Pflasterern zu verarbeiten.

Fotos: sidm, Archiv

Quelle: selbst ist der Mann

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