Eichenprozessionsspinner bekämpfen

Die rasante Ausbreitung der Eichenprozessionsspinner ist bereits seit Jahren ein großes Problem, denn ihre Brennhaare verursachen beachtliche gesundheitliche Schäden. Es bleibt daher wenig anderes übrig, als den Eichenprozessionsspinner zu bekämpfen: mechanisch, chemisch und thermisch!

Die Frühlinge werden immer heißer, die Sommer immer trockener. Während die einheimische Flora und Fauna schwer zu leiden hat, fühlt sich der Eichenprozessionsspinner wie im Paradies. Seit Jahren breitet er sich immer weiter in Deutschland aus und das führt zu allerlei Problemen, denn seine Brennhaare verursachen Quaddeln auf der Haut und können eingeatmet sogar zu einer Bronchitis führen. Eine Bekämpfung bleibt daher an öffentlichen Plätzen – vor allem an Schulen, Freibädern und Spielplätzen – nicht aus. Bevor Stadt und Gemeinde jedoch den Eichenprozessionsspinner bekämpfen können, sind sie auf Ihre Hilfe angewiesen. Je früher die Raupe erkannt und gemeldet wird, desto besser.

 

Eichenprozessionsspinner erkennen und melden

Eichenprozessionsspinner lieben es sonnig und warm. Sie treten daher von April bis Juli bevorzugt an freistehenden Eichen auf und diese stehen häufig dort, wo sich besonders viele Menschen aufhalten. Die Raupen sind schwarz-gräulich und über und über mit Haaren übersät. Sie treten immer in großen Gruppen auf und vor allem nachts auch in den langen Prozessionen, denen sie ihren Namen verdanken.

Eichenprozessionsspinner Warnschild
Foto: ceskyfreund36 / Pixabay

Erkennen Sie die Raupen als Eichenprozessionsspinner besteht keine Meldepflicht, dennoch ist es immer sinnvoll, den Befall dem örtlichen Straßen- und Grünflächenamt zu melden. Ist der Ort stark besiedelt oder halten sich dort häufig Menschen auf, wird die Stadt den Eichenprozessionsspinner bekämpfen. An entlegenen Waldrändern werden die Raupen hingegen nicht bekämpft. Die Stadt kann jedoch Warnschilder aufstellen, um Spaziergänger vor den gefährlichen Brennhaaren zu warnen.

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Eichenprozessionsspinner bekämpfen: 3 Methoden

Sie selber sollten nie versuchen, den Eichenprozessionsspinner zu bekämpfen. Als Schutz vor den Brennhaaren ist ein Ganzkörperschutzanzug nötig sowie eine spezielle Ausrüstung, um an alle Nester in den hohen Eichen zu gelangen. Außerdem reicht es nicht aus, die Raupen einfach zu töten oder zu entfernen. Die Brennhaare bleiben an den abgestreiften Häuten im Netz zurück und verbreiten sich so weiter in der Umgebung. Für eine effektive Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners gibt es drei Methoden:

1. Eichenprozessionsspinner mechanisch bekämpfen

Die mechanische Bekämpfung ist die effektivste Methode, wenngleich auch sehr aufwendig. Hierbei werden die Raupen mitsamt den Nestern einfach eingesaugt und entsorgt. So ist garantiert, dass auch die meisten Brennhaare aus der Umgebung vernichtet werden.

Eichenprozessionsspinner Nahaufnahme
Foto:  Accipiter (R. Altenkamp, Berlin), Thaumetopoea processionea 100613, CC BY-SA 3.0

2. Eichenprozessionsspinner chemisch bekämpfen

Eine chemische Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ist nur erlaubt, wenn die Raupe eine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit von Menschen darstellt. Damit die Insektizide effektiv sind, muss sie jedoch möglichst unmittelbar nach dem Schlüpfen der Raupen angewandt werden, noch bevor die Raupen im dritten Larvenstadium ihre giftigen Brennhaare entwickeln. Da chemische Mittel die Umwelt stark belasten, wird diese Methode nur im äußersten Notfall eingesetzt.

Gartenpflege Eichenprozessionsspinner Nahaufnahme
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3. Eichenprozessionsspinner thermisch bekämpfen

Die thermische Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ist eher selten. Zu groß ist die Gefahr, dass die Rinde des Baumes beschädigt oder gar ein Brand ausgelöst wird. Durch die Hitze fallen die Raupen außerdem vom Baum und verteilen so ihre Brennhaare noch weiter, die durch die Hitze aufsteigen und vom Wind mehrere hundert Meter weit getragen werden.

Praxistipp: Auch in Deutschland hat der Eichenprozessionsspinner natürliche Feinde. Schlupfwespen, Raupenfliegen, räuberische Käfer, Kuckuck und Pirol gehören zu den Fressfeindes der Raupe. Leider ist es ihnen aktuell noch nicht möglich, die explosionsartige Ausbreitung des Prozessionsspinners signifikant einzudämmen.

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