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Geht auch ganz einfach:

Druckreiniger Diese Hochdruckreiniger gibt es

Die Reinigung mit Hilfe von Wasserdruck ist bequem und umweltverträglich – dabei ist die Bandbreite der Druckreiniger dank Akkutechnik deutlich größer geworden.

Klassische Anwendung: Für die Fahrzeugreinigung sind Hochdruckreiniger ideal – beachten Sie die lokalen Vorschriften.
Klassische Anwendung: Für die Fahrzeugreinigung sind Hochdruckreiniger ideal – beachten Sie die lokalen Vorschriften. Foto: sidm / MMM
Inhalt
  1. Hoch- und Niederdruckreiniger im Überblick
  2. Zubehör für Hochdruckreiniger
  3. Worauf muss man beim Kauf von Druckreinigern achten?

Als Alfred Kärcher in den 1950er-Jahren die ersten Druckreiniger – damals hießen sie noch Dampfstrahler (Als "Dampfstrahler" werden heute ausschließlich Geräte bezeichnet, die mit heißem Wasser reinigen.) – auf den deutschen Markt brachte, konnte er nicht ahnen, dass die Druckreiniger rund 70 Jahre später völlig autark arbeiten und in einem Einkaufsbeutel transportiert werden können. Möglich machen es die Fortschritte in der Akkutechnik: Kompakte Reinigungsgeräte sind einhändig bedienbar und können sogar aus Getränkeflaschen Wasser beziehen – ideal für die Reinigung unterwegs. Die Vielzahl neuer Kompakt-, Mittel- und Hochdruckreiniger kann allerdings auch schnell verwirrend werden: Welches Gerät ist denn nun das richtige für mich? 

Test
Hochdruckreiniger-Test

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Alle hier vorgestellten Geräte reinigen deutlich besser als der bekannte Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch – zum Vergleich: Durchschnittlich beträgt hier der Wasserdruck rund 4 bar bei einer Wassermenge von rund 1000 Liter pro Stunde. Von einem Hochdruckreiniger spricht man, wenn der Wasserdruck mehr als 15 bar beträgt – aktuell hat sich allerdings eingebürgert, bei einer Leistung bis rund 70 bar von Mitteldruckreinigern zu sprechen. Die Reinigungswirkung steigt mit der Leistungsfähigkeit der Pumpe: Während man mit den Kompaktgeräten Staub und frisch anhaftende Schlammreste abspülen kann, können Mitteldruckreiniger schon eingetrocknete Verunreinigungen entfernen – vor allem, wenn diese zuvor mit einem Reinigungsmittel behandelt wurden. Algenbewuchs und hartnäckige Verschmutzungen sind mit Druck ab etwa 100 bar zu bewältigen, wobei die Flächenleistung der Reinigungsgeräte mit steigenden Druck- und Wassermengen-Parametern noch einmal deutlich ansteigen. Hilfreich sind auf größeren Flächen sogenannte Dreckfräsen und Terrassenreiniger.

 

Hoch- und Niederdruckreiniger im Überblick

Hauptsächlich unterscheidet man nur zwischen drei Gerätetypen: Akku-Druckreiniger, Kompaktreiniger und Power-Hochdruckreiniger. Dabei lassen sich die Druckreiniger in weitere Arten unterteilen. Wir stellen Ihnen diese etwas genauer vor.

Ideal für unterwegs: Akku-Druckreiniger

Der Aufbau entspricht optisch klassischen Hochdruckreinigern – allerdings benötigen diese Geräte keinen Netzstrom und verfügen teilweise über einen integrierten Wassertank. Inzwischen sind sie auch mit mittleren Leistungen verfügbar und werden in der Regel mit wechselbaren Werkzeugakkus genutzt.

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Je nach Gerät wird ein Wasserdruck bis zu 100 bar erreicht. Damit reicht die Reinigungsleistung an klassische Hochdruckreiniger heran. Ein unabhängiger Betrieb mit Akkupacks ist ideal für unterwegs oder für kleinere Reinigungsarbeiten ohne große Vorbereitung. Dabei kann das Wasser je nach Gerätekonzeption aus einem integrierten Tank, dem Wasserhahn, Behältern und Oberflächengewässern entnommen werden. Eine Zugabe von Reinigungsmittel ist möglich. 

Kompaktreiniger für leichte Verschmutzungen

Bei diesen Geräten sitzt die gesamte Technik samt Stromversorgung direkt an der Sprühpistole. Das macht diese Reiniger vielseitig, schnell einsatzbereit und leicht transportabel. Ein Sprühdruck von bis zu 30 bar ermöglicht bessere Reinigungsleistungen als mit dem Gartenschlauch. Ein unabhängiger Betrieb mit Akkupacks ist auch unterwegs möglich. Dabei kann das Wasser je nach Gerätekonzeption aus dem Wasserhahn, PET-Flaschen, Behältern und Oberflächengewässern entnommen werden. Eine Zugabe von Reinigungsmittel ist meist nicht vorgesehen.

High-End-Hochdruckreiniger: Die Premium-Klasse

Die Hochleistungsgeräte für den Privathaushalt sind für die Reinigung großer Flächen und starke Verschmutzungen vorgesehen. Typisch sind ein hoher Wasserdurchsatz und ein langer Hochdruckschlauch. Je nach Gerät wird ein Wasserdruck bis zu 180 bar erreicht, ein hoher Wasserdurchsatz (bis über 600 Liter pro Stunde) sorgt für sehr gute Reinigungsleistungen.

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Der Betrieb läuft mit Netzstrom. Typisch ist die Nutzung mit Wasser aus dem Leitungsnetz, meist kann das Wasser aber auch aus Behältern und Oberflächengewässern entnommen werden. Eine Zugabe von Reinigungsmittel ist oft aus einem integrierten Tank vorgesehen.

Das können Mitteldruckreiniger

Die Pumpentechnik sitzt entweder direkt an der Sprühpistole oder in einem externen Gehäuse. Auch diese Geräte sind dank Akku-Stromversorgung unabhängig vom Stromnetz. Je nach Gerät wird ein Wasserdruck bis zu 70 bar erreicht. Damit liegt die Reinigungsleistung etwas unterhalb von kleinen, klassischen Hochdruckreinigern. Ein unabhängiger Betrieb mit Akkupacks ist auch unterwegs möglich. Dabei kann das Wasser je nach Gerätekonzeption aus dem Wasserhahn, Behältern und Oberflächengewässern entnommen werden. Eine Zugabe von Reinigungsmittel ist möglich.

Kompakt-Hochdruckreiniger mit Netzstrom

Tragbare Hochdruckreiniger werden mit Netzstrom betrieben und repräsentieren die Einstiegsklasse der klassischen Reinigung mit Wasserdruck. Je nach Gerät wird ein Wasserdruck bis zu 140 bar erreicht, der Wasserdurchsatz liegt bei bis zu 400 Litern pro Stunde.

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Der Betrieb erfolgt mit Netzstrom. Typisch ist die Nutzung mit Wasser aus dem Leitungsnetz, meist kann das Wasser aber auch aus Behältern und Oberflächengewässern entnommen werden. Eine Zugabe von Reinigungsmittel ist möglich.

Universal-Hochdruckreiniger: Der Allrounder

Klassische Hochdruckreiniger werden mit Netzstrom betrieben und sind extrem vielseitig einsetzbar. Meist ist umfangreiches Zubehör verfügbar. Je nach Gerät wird ein Wasserdruck bis zu 150 bar erreicht, ein hoher Wasserdurchsatz (bis über 500 Liter pro Stunde) sorgt für gute Reinigungsleistungen. Der Betrieb erfolgt mit Netzstrom. Typisch ist die Nutzung mit Wasser aus dem Leitungsnetz, meist kann das Wasser aber auch aus Behältern und Oberflächengewässern entnommen werden. Eine Zugabe von Reinigungsmittel ist oft aus einem integrierten Tank vorgesehen.

 

Zubehör für Hochdruckreiniger

Beim Kauf ist meist verschiedenes Zubehör dabei. Einige Düsen wie Waschbürsten für empfindliche Oberflächen oder Lanzenverlängerungen müssen Sie aber dazukaufen. Auch Dreckfräsen, mit einem rotierenden Punktstrahl, sind eventuell nur als Zubehör erhältlich. Bei diesen arbeitet eine Düse, die den Wasserstrahl kegelförmig rotieren lässt und so auf Flächen eine deutlich bessere Reinigungswirkung erzielt. Das Verfahren sollte allerdings nur auf hartem, unempfindlichem Untergrund genutzt werden, da der punktförmige Strahl eine hohe abrasive Wirkung entfacht. Alternativ können Sie zur Milderung des Wasserdrucks auch den Abstand der Düse zur Oberfläche vergrößern, da der Druck mit der Entfernung zur Düse deutlich abnimmt.

Zubehör erschließt weitere Anwendungen und erleichtert die Arbeit. Foto: sidm / MMM

Sollten Sie mit der mechanischen Reinigungskraft des Wassers allein keine überzeugenden Ergebnisse erzielen, können Sie Reinigungsmittel zusetzen – die Geräte bieten dazu entweder die Zuführung aus einer an der dafür vorgesehenen Düse platzierten Flasche oder aus einem integrierten Tank. Nutzen Sie ausschließlich für die Nutzung mit Hochdruckreinigern geeignete Mittel – sie richten weder an umgebenden Pflanzen noch in der Kläranlage Schäden an und sind in der Regel auch auf einen bestimmten Anwendungsbereich hin optimiert. Bei starken Verschmutzungen sollte man den Reiniger zusätzlich eine Weile einwirken lassen und dann mit mildem Flächenstrahl abspülen. Ebenfalls praktisch sind Ablagefächer für Düsen und Hochdruckpistole direkt am Gerät und bei der Wasserentnahme aus Behältern oder Gewässern ist ein Vorfilter ratsam.

 

Worauf muss man beim Kauf von Druckreinigern achten?

Hochdruckreiniger ermöglichen die umweltschonende Reinigung von Hartflächen durch eine starke Beschleunigung des Wasserstrahls. Wir zeigen Ihnen, welche Kriterien für den Kauf wichtig sind.

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Zunächst kann mit einem Vorurteil aufgeräumt werden: Hochdruckreiniger verbrauchen weniger Wasser als gedacht. Ganz im Gegenteil: Die komplexe Technik macht die Geräte zu sparsamen Reinigern. Generell gilt: Auch mit einem kleineren Gerät bekommt man schon vieles sauber. Aber mit einem größeren und stärkeren geht es oft schneller und komfortabler. Beim Kauf ist es ratsam neben der meist plakativen Angabe des maximalen Drucks auch die Angabe der Literleistung zu vergleichen. Achten Sie außerdem darauf, welche Düsen für unterschiedliche Reinigungsaufgaben mitgeliefert werden. Fast immer dabei sind Düsen für einen scharfen, gebündelten Punktstrahl, um besonders hartnäckigen Schmutz zu lösen, und Düsen mit Flächenstrahl, die das Wasser breiter verteilen und sich für leichte Verschmutzungen auf großen Flächen eignen. Manchmal sind aber auch noch weitere Düsen von Vorteil.

Quelle: selbst ist der Mann 9 / 2021

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