Dachentwässerung Dachrinne und Regenfallrohr selbst montieren

Dachrinnen für Wohngebäude sind eine Sache, Dachentwässerung für Anbauten oder Gartenhäuser eine andere, denn hier kann man die Montage gut selbst vornehmen. Wir zeigen, wie's geht!

Geht es um Ihr Einfamilienhaus, so sollte man die Dachentwässerung besser Profis überlassen. Es sei denn, man kann perfekt löten und ist absolut schwindelfrei. Rinnensysteme aus Kunststoff für Vorbauten, Carports oder Gartenhäuser lassen sich aber auch ohne viel Vorerfahrung einfach selbst montieren.

Checkliste Werkzeug
  • Akku-Bohrschrauber
  • Bohrmaschine
  • Feinsäge
  • Gehrungslade
  • Lochsäge
  • Schraubendreher

PVC-Dachentwässerungs-Systeme sind sehr preiswert und können leicht verarbeitet werden: Sie lassen sich ganz einfach sägen oder durchbohren und werden bloß zusammengesteckt. Allerdings muss man die Verbindungen verkleben. Hierfür bietet der Hersteller unseres Systems einen geeigneten PVC-Kleber an. Damit dieser gut haftet, muss der Untergrund vorher stets sauber entgratet und gereinigt werden. Staub und Fettrückstände verringern die Haftung und damit die Dichtheit der Anschlussstellen. Ohnehin haben Kunststoffsysteme für die Dachentwässerung eine geringere Lebenserwartung als Metallsysteme.

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Dachentwässerung: Welches Material für die Dachrinne?

Welches Material Sie für die Dachentwässerung auswählen, hängt davon ab, welche Optik Sie bevorzugen, wie hoch die Kosten sein dürfen und was für Eigenschaften Ihre Dachrinne aufweisen soll. Wir stellen Ihnen die vier gängisten Materialien für Dachrinnen mit ihren Vor- und Nachteilen vor.

Kupfer

Dachrinnen aus Kupfer sind optisch zwar nicht jedermanns Sache, sind für Profis aber gut zu verarbeiten und ein Leben lang haltbar. Der Preis für einen laufenden Meter liegt bei ca. 17 Euro, die Montage gestaltet sich realtiv schwierig und das Material ist mitunter nicht ganz so formstabil.

Dachentwässerung

Rinnen aus Kupfer haben eine extrem lange Lebensdauer von bis zu 50 Jahren. Foto: iStock/germi_p

Titanzink

Klassisch, günstig und weit verbreitet – Titanzink ist ein stabiles sowie lötbares Material, welches sich durch eine lange Lebensdauer auszeichnet. Allerdings sind Rinnensysteme aus Titanzink nur in einer begrenzten Farbauswahl verfügbar und es besteht bei beschädigter Oberfläche Rostgefahr. Die Montage ist auch hier ziemlich schwierig und sollte von Profis übernommen werden. Die Kosten für einen laufenden Meter liegen hier bei etwa 8 Euro.

Edelstahl

Reine Edelstahlrinnen sind schwer zu verarbeiten, verzinnte Edelstahlrinnen lassen sich dagegen leichter löten. Vorteile des Materials liegen in Stabilität, Gewicht und einer langen Lebensdauer. Bei einer Dachentwässerung mit Edelstahl muss man allerdings mit hohen Preisen von etwa 14 Euro pro Meter rechnen. Außderdem verlangt die Montage von reinem Edelstahl spezielles Lötwasser und eine Vernietung – das sollte vom Profi übernommen werden! 

Dachentwässerung
Reine Edelstahlrinnen sind schwieriger zu verarbeiten als verzinnte Systeme. Foto: iStock/U. J. Alexander

PVC

PVC ist unschlagbar günstig und sehr einfach zu montieren, aber eher etwas für Garagen, Gartenhäuser & Co. Rinnensysteme aus Kunststoff sind in vielen verschiedenen Farben erhältlich und somit sehr gut an Ihr Haus anzupassen. Dagegen ist das Material eher weniger stabil und durch Witterungseinflüsse auch nicht so langlebig und UV-beständig wie andere Materialien. Der Preis beträgt für einen laufenden Meter etwa 4 Euro.

Für welches Material Sie sich auch entscheiden, ein Thema wird Sie immer beschäftigen – die Dachrinnenreinigung!
Wie das ganz einfach mit einer Plastikflasche geht, erfahren Sie hier:

Dachbau
Dachrinnenreinigung

Die Dachrinnenreinigung ist sehr wichtig, um das Haus vor Schäden zu schützen

Quelle: selbst ist der Mann 6 / 2017

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