Cuttermesser-Test 18 Cuttermesser mit Abbrechklinge im Vergleich

18 Cutter für Abbrechklingen haben wir diesmal eingehend getestet. Auf dem Prüfplan mit der VPA Remscheid standen neben Ergonomie und einfacher Bedienbarkeit vor allem die Sicherheit der gefährlich scharfen Cuttermesser im Test.

Universalmesser im Test

Ernüchterndes Ergebnis: Nur fünf der 18 Cuttermesser im Vergleich erhielten die Gesamtnote "gut" – der Rest der getesteten Cuttermesser war schlechter!

Diese Marken haben wir getestet:
  • ADW
  • Alpha Tools (Bauhaus)
  • Brüder Mannesmann
  • Hagebau
  • Lux
  • MyTool (Hellweg)
  • Stanley
  • Toom
  • Wisent (Bauhaus)
  • Wolfcraft

Stets scharf und immer zur Hand: Cuttermesser mit Abbrechklingen schneiden in Werkstatt und auf der Baustelle einfach alles – und sind dabei aufgrund ihrer Bauform ungefährlich transportabel. Unser Cuttermesser-Test zeigt, dass man sich selbst bei preiswerten Cuttern auf die wichtigsten Sicherheitseinrichtungen verlassen kann. Neben den links genannten Herstellern waren auch Messer von folgenden Herstellern vertreten: Circum (Hagebau), Merox (Bauhaus) und Tedi. Viele ließen sich mit einer Hand ein- und ausfahren, waren in Transportstellung mit eingefahrener Klinge ungefährlich handhabbar und boten mit einem Einfahrstopp Sicherheit gegen unliebsame Überraschungen bei der Nutzung. Die Tester vergaben am Ende fünfmal die Bestnote "gut", achtmal "befriedigend", vier Cutter im Test zeigten "ausreichende" Ergebnisse und ein Messer befanden die Prüfer als "mangelhaft".

Was ist ein Cuttermesser?

Ein Cuttermesser, oder auch einfach nur Cutter, ist ein scharfes Messer, welches in jeder Werkstatt gefunden werden kann. Es kann vielseitig eingesetzt werden und kommt z.B. dann zum Einsatz, wenn Kartons geöffnet werden müssen oder Pappe und Teppich zurechtgeschnitten werden. Cuttermesser werden hauptsächlich in drei Gruppen geteilt: Cutter mit Trapezgriff, mit Abbrechklingen oder mit Keramikklingen. Im Test haben wir nur Messer mit Abbrechklinge getestet.
Praxistipp: Cuttermesser werden häufig auch als Teppichmesser oder Sicherheitsmesser bezeichnet. Auch diese haben wir ausführlich getestet:

Werkzeug Cutter-Test
Teppichmesser-Test: 21 Messer im Vergleich

Die Wechselklingenmesser bleiben hinter den Erwartungen zurück – und hinter den Ergebnissen unseres Teppichmesser-Vergleichs von Dezember 2013...

 

Welches Cuttermesser ist gut?

Wie viele Cuttermesser es gibt, zeigt schon unser Test, in dem wir 18 unterschiedliche Cuttermesser getestet haben. Und das sind bei weitem nicht alle die es zu kaufen gibt. Zwischen den Cuttermessern gibt es außerdem große Unterschiede. Welche Vor- und Nachteile wir feststellen konnten, sehen Sie hier.

Positiv aufgefallen im Cuttermesser-Test

  • Sicheres Schneiden ist mit allen getesteten Cuttermessern möglich.
  • Ein Drehrad fixiert die Klinge wackelsicher bei einigen der Cuttermesser.

Negativ aufgefallen im Cuttermesser-Test

  • Die VPA rügte die hinten offene Bauweise an einigen Messern.
  • In ein auf dem Rücken stehendes Messer könnte der Anwender unter Umständen hineingreifen.
Bauplan Wassermühle
Präzise Schnitte sind mit Cuttermessern kein Problem.
 

Cuttermesser kaufen: Worauf achten?

Doch worauf sollte man achten, wenn man sich ein Cuttermesser kauft? Natürlich ist neben einem guten Schnitt auch die Sicherheit besonders wichtig. In unserem Vergleich haben wir aber auf noch mehr wichtige Punkte geachtet.

  • Gehäuseform: Cutter mit Abbrechklingen müssen umkippen, wenn sie auf dem Griffrücken abgelegt werden – sonst könnte man in die offenliegende Klinge fassen oder treten. Hier patzte eine ganze Reihe von Anbietern.
  • Vorschubmechanik: Das Ein- und Ausfahren der Klinge soll mit einer Hand leicht möglich sein, auch die Arretierung soll dabei leicht ein- und ausgeschaltet werden können.
  • Abbrechen: Einige Cuttermesser bieten eine Abbrechhilfe – doch oft ist sie vom Messergehäuse zu schwer lösbar.
  • Schneidprüfung: Nicht alle mit den Messern verkauften Abbrechklingen schneiden gut – dabei ist doch dies der einzige Zweck dieser Werkzeuge.
  • Klingentausch: Beim Wechsel der Abbrechklinge kann es zuweilen gefährlich werden – hakelige Schutzkappen und schwergängige Schiebeschlitten für Ersatzklingen können Schnittverletzungen provozieren.
  • Kennzeichnung: Nicht zu verstehen ist, warum selbst Markenanbieter ihre Werkzeuge nicht korrekt beschriften.
  • Belastungstest: Cuttermesser müssen eine Druckbelastung bis 50 Kilogramm aushalten – nur ein Werkzeug brach dabei an der Lastgrenze.
  • Ergonomie: Gummierte Griffe und eine in die Hand geformte Hülle erleichtern die sichere Handhabung.
  • Verarbeitung: Hier gab es keine negativen Überraschungen.
 

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18 Cuttermesser sind in unserem Vergleich gegeneinander angetreten. Wie die Wertungen ausfielen und welches Cuttermesser unser Testsieger ist, erfahren Sie in der Tabelle. Die detaillierten Einzel-Ergebnisse aller in unserem Werkzeugtest 02/2011 getesteten Cuttermesser haben wir in unserer übersichtlichen Test-Tabelle für Sie zum direkten Vergleich der Produkte zusammengefasst.

Wer hat das Cuttermesser erfunden?

Cuttermesser wurden in den 1930er Jahren erfunden. Und zwar von einem Industriellen mit dem Namen Frederick Trent Stanley. Dieser gehörte zu der Firma Stanley aus Connecticut. Auch heute ist Stanley bei Heimwerkern eine bekannte Marke. Doch wie gut sind die Cuttermesser der Marke heute? Wir haben ein Cuttermesser der Erfinder im Vergleich getestet.

Wie funktioniert ein Cuttermesser?

Wie bereits erwähnt gibt es verschiedene Cuttermesser. Da wir in unserem Test nur Cuttermesser mit Abbrechklinge verglichen haben und diese am weitesten verbreitet sind, stellen wir Ihnen hier kurz vor, wie Cuttermesser mit Abbrechklinge funktionieren.
Die Klingen der Cuttermesser sitzen in einer Führungsschiene und sind am Ende mit einem Loch versehen. Dieses Loch verbindet die Klinge mit dem Schieber. Der Schieber ist dafür da, dass Sie die Klingen nachschieben können. Denn sobald die Klinge stumpf ist, können Sie so eine neue Klinge nachschieben. Ein Klingenstreifen besteht aus mehreren Klingenabschnitten. Diese sind durch Sollbruchstellen getrennt. Ist die erste Klinge stumpf können Sie diese an der Sollbruchstelle trennen und direkt die nächste Klinge nutzen, ohne die Klinge komplett auszutauschen.

Wie Cuttermesser abbrechen?

Die Klinge ist stumpf. Also muss eine neue her. Doch bei Cuttermessern müssen Sie dafür nicht das Werkzeug auseinander bauen. Denn bei Cuttermessern werden die Klingen einfach abgebrochen und nachgeschoben. So geht’s:

  1. Schieben Sie die Klinge mit dem Schieber bis an die Sollbruchstelle aus dem Gehäuse.
  2. Brechen Sie die Klinge mit einer Zange oder dem Kunststoffclip (befindet sich bei den meisten Cuttermessern am Ende) ab.
  3. Fertig! Die neue Klinge ist wieder scharf.

Praxistipp: Der Klingenstreifen ist leer? Dann ziehen Sie den Clip am Ende des Cuttermessers (sofern vorhanden) ab und schieben Sie die neue Klinge durch die Führung.

Lexikon Abbrechklingen
Abbrechklingen

Die Güte von Abbrechklingen entscheidet über die Qualität von Cuttern und Teppichmessern. Wir haben Universalmesser mit der VPA getestet:

Wo Cuttermesser kaufen?

Cuttermesser kann man in Baumärkten und online kaufen. Oft gibt es aber auch in Bastelläden oder sogar im Supermarkt Cuttermesser. Damit Sie wissen, mit welchem Sie sicher arbeiten können und präzise Schnitte erhalten, haben wir unsere Ergebnisse zusammengefasst.

Quelle: selbst ist der Mann 2 / 2011

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