WC-Spülkasten

Welche WC-Spülungen gibt es?

Aus selbst ist der Mann 7/2023

Bei einem heutigen WC-Spülkasten ist nicht nur Druck und Sauberkeit gefragt, sondern auch geringer Wasserverbrauch und viel Komfort.

WC-Spülkasten Welche WC-Spülungen gibt es?
Gut versteckt! Innerhalb einer Vorwand verschwindet die Spültechnik. Foto: Hersteller / Viega
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Neun Liter Wasser pro Spülvorgang müssen nicht mehr durchs Klosett laufen. Bei manchen WC-Spülkästen lässt sich die Spülmenge z. B. bis auf 4,5 Liter begrenzen. Am besten erfolgt das vor dem Einbau des WC-Spülkastens, denn nachträglich wird es schwieriger: Bei Unterputzspülkasten müssen Drückerplatte und Modulrahmen entfernt werden, um ans Füllventil zu gelangen und hier die Wassermenge einzustellen. Beim wandhängenden Aufputzspülkasten muss man den Deckel abnehmen und kann am Einstellrad die Position des Schwimmers festlegen: Einstellrad nach links – das  Ventil schaltet den Wasserzulauf früher ab, Einstellrad nach rechts – der Wasserzulauf bleibt länger geöffnet.

In der Regel haben Aufputzspülkästen aber ohnehin eine Wasserstopp-Taste: So kann man den Spülvorgang einfach händisch beenden, wenn das Geschäft fort ist. Unterputzspülkästen wiederum haben meist zwei Tasten und mithin eine Zwei-Mengenspülung: Große Taste z. B. flexibel einstellbar zwischen 4,5 bis 7,5 l, kleine Taste zwischen 3 und 4 l. Laut Geberit-Modellrechnung konnten mit allen Zwei-Mengen-Spülungen sowie entsprechend ausgerüsteten Spülkästen, die seit 1998 installiert wurden, gegenüber traditionellen Spülsystemen bis heute rund 28 100 Mio. Kubikmeter Wasser eingespart werden. Nicht schlecht! Dennoch soll der Komfort nicht zu kurz kommen. Integrierte Bidet- und Trocknungsfunktion, beheizbare, beleuchtete Klobrille, Geruchsabsaugung: Moderne WCs können Hightech sein – ab rund 1500 Euro. Gleiches gilt für Spülungen: Besondere Betätigungsplatten wie Visign for More 202 von Viega liegen bei rund 450 Euro. Da ist das passende Vorwandelement für ca. 150 Euro ein Schnäppchen. Gut vielleicht, dass es auch WCs für 50 und Drückerplatten für 30 Euro gibt.

WC-Spülkästen im Überblick

Wie bereits oben erwähnt gibt es verschiedene WC-Spülkästen. Hauptsächlich unterscheidet man dabei zwischen drei Arten. Wir stellen Ihnen die gängige Spülkästen vor. Druckspüler spielen privat kaum noch eine Rolle.

  • Unterputz: Heute Standard: Der Unterputzspülkasten in der Wand. Meist handelt es sich um eine Vorwandinstallation aus Metallprofilen, die mit Gipsplatten und Fliesen verkleidet ist. Vorteile: Spülkasten, Rohre und Anschlüsse sind elegant versteckt, es ist nur ein wandhängendes WC mit Wandabgang zu sehen. Nachteile: Man gelangt nur im Bereich unter der Betätigungsplatte an die Technik, und die Montage ist aufwendiger und teurer.
  • Aufputz: Früher Standard: Der vor der Wand hängende Spülkasten überm WC. Vorteile: Alle Anschlüsse sind sichtbar und im Reparaturfall leicht erreichbar, auch der Spülkasten: Man muss nur den Deckel abheben und gelangt an alles heran. Nachteile: Kasten und Anschlüsse liegen offen und können verschmutzen. Meist ist ein Stand-WC erforderlich, das wegen des Spülkastens auch weiter in den Raum hineinragt.
  • Aufsatz: Die Alternative: Eine WC-Kombi aus verlängertem (meist) Stand-WC mit direkt aufgesetztem Spülkasten. Oft ist auch dieser aus Keramik. Vorteile: Alles in einem, inklusive der Anschlüsse, was auch die Pflege erleichtert. Außerdem ist diese Kombi etwas ästhetischer und oft hochwertiger als ein Aufputzspülkasten. Nachteile: Schwereres "Gesamtbauteil", das auch nur als Ganzes funktioniert.

So funktioniert ein WC-Spülkasten

Die Spülung herkömmlicher Unterputzspülkästen erfolgt mechanisch über Bowdenzüge. Die Betätigungsplatte (A) des Einbauspülkastens und die Schnapp-Verbindung der Ablaufarmatur (C) werden dafür über Bowdenzüge (B) zusammengesteckt.

Kabelgebunden: Ob mechanisch oder elektronisch über Funk – Bowdenzüge lösen den Spülvorgang aus. Foto: Hersteller / Marley

Bei elektronischen Spülungen wird über eine Taste oder Lichtschranke ein Signal zur Steuerung der Spülauslösung gesendet. Von dort wird das Signal an die Antriebseinheit übermittelt. Der Motor öffnet über den Bowdenzug das Ablaufventil und das Wasser fließt.

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