Spülmaschine entkalken Die besten Hausmittel gegen Kalk im Geschirrspüler

Der Geschirrspüler reinigt nicht mehr richtig und auf dem Geschirr befinden sich unansehnliche weiße Schlieren? Dann wird es Zeit, die Spülmaschine zu entkalken.

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Inhalt
  1. Muss man eine Spülmaschine entkalken?
  2. Wie kann ich meine Spülmaschine entkalken?
  3. Wie oft die Spülmaschine entkalken?
  4. Spülmaschine entkalken mit Hausmitteln
  5. Spülmaschinensalz: So verhindern Sie Kalk in der Spülmaschine

Die Spülmaschine gehört zu den Geräten im Haushalt, die am häufigsten im Einsatz sind, beinahe täglich spart sie uns Zeit und Arbeit und liefert dafür sauberes und trockenes Geschirr. Damit das gelingt, fließen jedoch wöchentlich mehrere Liter Wasser durch den Geschirrspüler. Ist dieses Wasser nun besonders hart, kommt es schnell zu Kalkablagerungen ­­– und das nicht nur auf dem Geschirr. Zeichnen sich die weißen Schlieren auf Gläser und Teller ab, können Sie davon ausgehen, dass sich der Kalk auch im Rest des Geschirrspülers absetzt. Mit der Zeit kommt dabei eine beachtliche Schicht zustande, die die Leistungsfähigkeit des Geräts nachhaltig beeinträchtigt. Damit das nicht geschieht, haben wir die besten Tipps und Hausmittel parat, um Ihre Spülmaschine zu entkalken und erklären außerdem, wie oft eine Entkalkung notwendig ist.

 

Muss man eine Spülmaschine entkalken?

Ja, Ihre Spülmaschine sollten Sie regelmäßig entkalken, denn in vielen Regionen Deutschlands ist die Wasserhärte sehr hoch. Doch auch eine geringe bis mittlere Wasserhärte kann im Geschirrspüler große Probleme verursachen, denn die Temperatur spielt bei der Entstehung von Verkalkungen ebenfalls eine Rolle. Je höher die Temperatur, desto mehr Kalk lagert sich ab – und bei einem normalen Spülgang in der Spülmaschine werden Temperaturen bis zu 70 °C erreicht. Entsprechend sind auch die Komponenten des Geräts am meisten betroffen, die beim Spülen besonders heiß werden: die Heizstäbe. Verkalken diese, müssen sie auf Dauer immer mehr Energie aufwenden, um eine gleichbleibende Leistung zu erreichen. Das führt zu einer höheren Stromrechnung und zu einem beschleunigten Verschleiß der Teile, was sich wiederum auf die Lebensdauer Ihres Geschirrspülers auswirkt. Möchten Sie sich also teure Reparaturen oder einen vorzeitigen Neukauf ersparen, sollten Sie Ihr Gerät regelmäßig reinigen und entkalken.

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Praxistipp: Wohnen Sie in einer Region mit besonders hoher Wasserhärte, wird hiervon nicht nur Ihre Spülmaschine in Mitleidenschaft gezogen, auch sämtliche anderen Haushaltsgeräte, wie Waschmaschine und Wasserkocher, und sogar Ihre Rohre können darunter leiden. In einem solchen Fall sollten Sie über eine zentrale Entkalkung des Wassers nachdenken.

Frau reinigt Spülmaschine
Foto: iStock / AndreyPopov

Welche Optionen es hierfür gibt, haben wir in folgendem Artikel für Sie zusammengefasst:

 

Wie kann ich meine Spülmaschine entkalken?

Das Entkalken des Geschirrspülers ist keine Wissenschaft und kann ganz einfach mit Spülmaschinenreinigern aus dem Handel oder mit einfachen Hausmitteln durchgeführt werden. Egal, für welches Mittel Sie sich entscheiden: Eine manuelle Reinigung Ihres Geräts sollten Sie immer vornehmen, um grobe Ablagerungen bereits im Vorfeld zu entfernen und eine gute Reinigungsleistung zu gewährleisten. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  1. Entfernen Sie die Sprüharme und reinigen Sie sie gründlich unter fließendem Wasser. Nutzen Sie gegebenenfalls einen Zahnstocher, um Speisereste aus den Öffnungen zu entfernen.
  2. Entfernen Sie nun die Spülmaschinensiebe und reinigen Sie sie mit warmem Wasser.
  3. Reinigen Sie den Innenraum des Geschirrspülers grob mit einem Schwamm und einem kalklösenden Reinigungsmittel. Vorsicht: Verwenden Sie auf keinen Fall Spülschwämme mit Metallfasern oder andere schleifende Werkzeuge. Sie entfernen nicht nur die Kalkablagerungen, sondern beschädigen auch die Maschine.
  4. Zum Schluss alle Komponenten wieder einsetzen.

Haben Sie die Vorreinigung abgeschlossen, wenden Sie das Produkt wie vom Hersteller beschrieben an. Achten Sie vor allem darauf, dass die Temperatur möglichst hoch eingestellt ist und das KEIN Vorwaschprogramm verwendet wird. Dieses würde das Produkt wegspülen, bevor es im Hauptwaschprogramm wirken kann.#

 

Wie oft die Spülmaschine entkalken?

Wie oft Sie Ihre Spülmaschine entkalken müssen, kann nicht pauschal gesagt werden. Das hängt vor allem vom Härtegrad Ihres Wassers ab, wie häufig das Gerät im Einsatz ist und sogar davon, welche Spülprogramme Sie verwenden. Mindestens einmal im Jahr sollten Sie Ihre Geschirrspülmaschine jedoch entkalken. Entdecken Sie besonders häufig Kalkablagerungen auf Ihrem Geschirr oder sogar an den Heizstäben direkt, kann es auch sinnvoll sein, die Maschine einmal monatlich zu entkalken.

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Spülmaschine entkalken mit Hausmitteln

Möchten Sie nicht auf spezielle Produkte zurückgreifen oder verkalkt Ihre Spülmaschine so schnell, dass deren Verwendung auf Dauer zu teuer wäre, lässt sich mit dem Einsatz natürlicher Hausmittel wie Essig und Zitronensäure Geld sparen. Diese entfernen nicht nur effektiv den Kalk aus der Maschine, sondern auch jeglichen schlechten Geruch.

 

Spülmaschine entkalken: Essig

Um die Geschirrspülmaschine mit Essig oder Essigessenz zu entkalken, wählen Sie ein Programm mit möglichst hoher Temperatur und ohne Vorwäsche und geben Sie den Essig in das Pulverfach des Geschirrspülers. Sind die Verkalkungen besonders hartnäckig, lassen Sie den Geschirrspüler zunächst aufheizen, geben Sie dann etwa 50 ml Essig direkt in die Spülmaschine und lassen Sie das ganze etwa eine Stunde einwirken, bevor Sie den Spülgang fortfahren.

Spülmaschine entkalken: Zitronensäure

Die Anwendung von Zitronensäure zur Entfernung von Kalk funktioniert ähnlich wie die Anwendung mit Essig, mit einem entscheidenden Unterschied: Verwenden Sie ein Programm mit möglichst kaltem Wasser. Bei hohen Temperaturen wandelt sich die Zitronensäure zu Calciumcitrat und lagert sich in dem Geschirrspüler ab – und dies lässt sich noch schwerer entfernen als Kalk.

Spülmaschine entkalken: Backpulver

Backpulver und Natron unterstützen die Wirkung von Essig und Zitronensäure. Wird das basische Natron mit der Säure vermischt, entsteht eine chemische Reaktion, die Kohlendioxid freisetzt. Dass das gut gegen Schmutz und Ablagerungen jeglicher Art hilft, war bereits zu Omas Zeiten bestens bekannt. Streuen Sie einfach drei bis vier Esslöffel Natron oder Backpulver auf den Boden der Maschine und fahren Sie wie oben beschrieben fort.

 

Spülmaschinensalz: So verhindern Sie Kalk in der Spülmaschine

Das Entfernen von Kalkablagerungen ist eine mühselige Arbeit, die sich jedoch leicht vorbeugen lässt, indem Sie Spülmaschinensalz verwenden. Jede Spülmaschine verfügt grundsätzlich über einen eingebauten Wasserenthärter. Dieser sogenannte Ionenaustauscher tauscht die Calciumionen im Wasser gegen Natriumionen aus. Das Wasser wird so enthärtet und Kalkablagerungen haben keine Chance. Damit der Enthärter jedoch korrekt funktioniert, muss er regelmäßig mit Spülmaschinensalz regeneriert werden, denn mit der Zeit sind sämtliche Natriumionen an das Wasser abgegeben und das Salz löst sich komplett auf. Wie häufig, Sie das Regeneriersalz wechseln müssen, hängt von Ihrer Wasserhärte ab. Moderne Spülmaschinen zeigen Ihnen rechtzeitig auf dem Display an, wenn Sie das Salz nachfüllen müssen.

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Praxistipp: Damit der Wasserenthärter korrekt funktioniert, muss er auf die vorherrschende Wasserhärte eingestellt werden. Folgen Sie hierfür den Anweisungen in der Gebrauchsanweisung und stellen Sie den Härtegrad an der Maschine ein. Ihre Wasserhärte können Sie bei den örtlichen Wasserwerken erfragen.

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