Spülmaschine einbauen

Geschirrspüler einbauen und anschließen in 7 Schritten

Freistehendes Modell oder Einbau-Geschirrspüler? Mit unserer detaillierten Anleitung gelingt es Ihnen garantiert, jede Spülmaschine selbst einzubauen.

Handwerker baut Spülmaschine ein
Foto: iStock / AndreyPopov
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Geschirr muss jeder spülen und wenn dies nicht per Hand in der Spüle erledigt werden soll, steht jeder auch zwangsläufig irgendwann vor der Frage, ob man seine Spülmaschine einbauen lassen soll oder ob man das Einbauen und Anschließen nicht einfach selbst übernehmen kann. Für einen geübten Heimwerker ist es kein Problem den Anschluss selbst zu erledigen und selbst Laien können nicht viel falsch machen, sofern sämtliche Wasseranschlüsse vorhanden sind. Ein entscheidender Vorteil: Das Geschirr stapelt sich nicht, bis endlich ein Handwerker vorbeikommt. Komplizierter wird es allerdings vor allem in Altbauten, wo gegebenenfalls nicht alle Anschlüsse vorhanden sind und zusätzliche Installationen nötig sind. In diesem Fall sollten Sie einen Fachbetrieb mit der korrekten Installation beauftragen. Sind Wasseranschluss, Abwasseranschluss und Steckdose bereits vorhanden, können Sie hingegen direkt loslegen.

Kann man in jede Küche eine Spülmaschine einbauen?

Grundsätzlich ist der Einbau einer Spülmaschine in jeder Küche möglich. Für möglicherweise nicht vorhandene Anschlüsse sollten Sie einen Fachbetrieb beauftragen. Allerdings stellt sich bei einer vorhandenen Küche ohne Geschirrspüler auch die Frage, wo das Gerät untergebracht werden kann. Am einfachsten ist die Lösung, ein freistehendes Gerät zu verwenden, da dieses nicht in die vorhandene Küche integriert werden muss. Ist dafür kein Platz vorhanden, bleibt nichts anderes übrig, als auf einen Unterbau- oder Einbau-Geschirrspüler zurückzugreifen und dafür einen Küchenschrank links oder rechts der Spüle zu opfern. Haben Sie den passenden Standort gewählt, haben Sie drei Möglichkeiten:

  • Unterbau-Geschirrspüler: Fast alle Geschirrspüler sind auch unterbaufähig. Ihre obere Geräteplatte lässt sich entfernen, sodass sie einfach unter die Arbeitsplatte geschoben werden können.
  • Einbau-Geschirrspüler: Bei einer Einbau-Spülmaschine lässt sich eine Dekorplatte oder eine komplette Küchenfront am Gerät anbringen.
  • Voll integrierbarer Einbau-Geschirrspüler: Bei einem vollintegrierbaren Geschirrspüler bedeckt eine Küchenfront die Vorderseite. Der Unterschied zum einfachen Einbaugerät liegt darin, dass hier die komplette Vorderseite bedeckt wird. Die Bedienelemente befinden sich auf der Oberseite der Gerätetür und sind nicht sichtbar.

Bei einer bereits vorhandenen Küche bietet sich vor allem die erste Möglichkeit an. So können Sie ein elegantes Modell aus Edelstahl wählen oder eins, das von den Farben zu Kühlschrank und Ofen passt, sodass es einfach unter die Küchenzeile geschoben werden kann. Vollintegrierte Geschirrspüler sind meist nur sinnvoll, wenn die komplette Küche neu gekauft und somit einheitlich gestaltet werden kann. Ansonsten wird es schwierig Dekore oder Küchenfronten zu finden, die zu den bereits vorhandenen Fronten passen.

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Wer schließt meinen Geschirrspüler an?

Möchten Sie Ihren Geschirrspüler nicht selbst anschließen, bieten die meisten Fachmärkte, welche Spülmaschinen verkaufen, die Installation gegen einen Aufpreis an. Die Kosten liegen im Bereich zwischen 50 und 100 Euro. Bietet der Fachmarkt dies nicht an, können Sie einen Installateur damit beauftragen. Auch hier sollten die Kosten 100 Euro nicht weit überschreiten. Ausnahme: Wenn nicht alle nötigen Leitungen vorhanden sind, kann die Rechnung bis zu 250 Euro betragen. Muss die Wasserleitung komplett neu verlegt werden, kann es sogar noch teurer werden. Den Einbau der Spülmaschine selbst zu übernehmen, sofern möglich, lohnt sich daher finanziell.

Praxistipp: Kaufen Sie ein gleichwertiges Neugerät müssen Händler mit einer Ladenfläche von über 400 Quadratmetern Ihr Altgerät kostenlos mitnehmen und entsorgen. Das gilt im Übrigen auch für Onlinehändler!

Geschirrspüler selbst einbauen: Schritt für Schritt Anleitung

Checkliste Werkzeug

  • Schraubendreher

  • Schraubenschlüssel

  • Wasserpumpenzange

  • Wasserwaage

Sind sämtliche benötigten Anschlüsse vorhanden, ist es selbst für einen handwerklichen Laien kein Problem einen Geschirrspüler einzubauen. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie es funktioniert.

  1. Platz ausmessen: Bevor Sie einen neuen Geschirrspüler kaufen, gilt es erst einmal zu messen. Hierbei kommt es vor allem auf die Breite an. Spülmaschinen werden in standardisierter 45 und 60 cm Breite verkauft. Bei der Tiefe müssen Sie nicht nur die Maße des Geräts berücksichtigen – auch die Schläuche benötigen noch Platz und dürfen nicht eingeklemmt werden. Die Höhe des Geschirrspülers ist meist durch höhenverstellbare Füße individuell an jede Arbeitsplatte anpassbar.
  2. Transportsicherung entfernen: Bevor Sie mit dem eigentlichen Einbau des Geschirrspülers beginnen, müssen zunächst sämtliche Transportsicherungen entfernt werden. Wo diese sich befinden und wie sie sich entfernen lassen, entnehmen Sie am besten der Gebrauchsanleitung des Geräts. Heben Sie sie gut auf, denn bei einem Umzug können die Sicherungen wieder nützlich sein.
  3. Abwasserschlauch anschließen: Stellen Sie die Geschirrspülmaschine nun vor ihren geplanten Stellplatz und schließen Sie zunächst den Abwasserschlauch an. Meist ist ein Abwasserschlauch bereits am Geschirrspüler enthalten, ggf. müssen Sie diesen zunächst demontieren, wenn er hinter den Küchenregalen zur Spüle hin verlegt werden soll. Entfernen Sie den Stopfen aus dem Abflussrohr, falls vorhanden, und schieben Sie den Schlauch über den Stutzen. Fixieren Sie ihn gut mit einer Schlauchschelle.
  4. Frischwasser anschließen: Nun wird der Zulaufschlauch am Wasseranschluss angeschlossen. In den meisten Fällen enthält der Schlauch eine passende Befestigungsvorrichtung, ansonsten benötigen Sie einen passenden Adapter. Nutzen Sie zum Festziehen eine Wasserpumpenzange. Drehen Sie nun den Wasserzulauf auf, um zu prüfen, ob alles dicht ist.
  5. Strom anschließen: Als letztes gilt es, den Stecker der Maschine in die Steckdose zu stecken. Ist das erledigt, folgt der Probelauf. Auf diesen sollten Sie auf keinen Fall verzichten, da Sie nur so entdecken können, ob auch alles dicht ist. Lassen Sie den Geschirrspüler einmal ein komplettes Programm ohne Geschirr durchlaufen, damit auch der Abwasserschlauch gründlich überprüft werden kann.
  6. Spülmaschine ausrichten: Ist alles dicht, wird die Spülmaschine auf ihre endgültige Position geschoben. Die meisten Geräte verfügen über höhenverstellbare Füße. Sind diese nicht vorhanden, können sie auch zugekauft werden. Mit deren Hilfe und einer Wasserwaage können Sie sicherstellen, dass der Geschirrspüler gerade steht. Dann können Sie sie an ihre Position verschieben. Handelt es sich bei dem Gerät um einen freistehenden Geschirrspüler endet die Montage hier. Praxistipp: Handelt es sich bei dem Gerät hingegen um eine Einbaugeschirrspüler, achten Sie beim Verschieben des Geräts an seine finale Position darauf, dass kein Schlauch eingeknickt wird. Im schlimmsten Fall kann das Wasser nicht mehr ablaufen oder der Geschirrspüler kann gar kein Wasser ziehen. Verbauen Sie eine Einbauspülmaschine samt Blenden, sollten Sie nun noch einmal einen Probedurchlauf starten, um vor dem finalen Einbau der Geschirrspülmaschine ganz sicher zu sein, dass das Gerät ordnungsgemäß funktioniert.
  7. Spülmaschine einbauen: Bei einer Einbau-Spülmaschine werden nun noch die Fronten und gegebenenfalls die Blenden angebracht. Wie dies genau funktioniert, ist von Hersteller zu Hersteller verschieden. Konsultieren Sie hierfür daher unbedingt die Bedienungsanleitung.

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