Schuhschrank

Aus selbst ist der Mann 2/2017

Der beste Platz für Schuhe ist der Flur. Und der ist leider meistens eng: Unser Schuhschrank mit Spiegel ist einem alten Bauernschrank nachempfunden: Diesen Schuhschrank bauen Sie mithilte unseres Bauplans viel günstiger selbst.

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Schuhschrank selber bauen

Dieser Schuhschrank ist hoch und schlank und passt auch in einen engen schmalen Flur: Wie Sie den Schuhschrank mit Spiegel selber bauen, zeigt diese Anleitung Schritt für Schritt.

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Die Bodenplatte vorn und seitlich aufdoppeln und die Löcher für die Dübel der Füße bohren.

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Dübel in Böden und Seitenwände einleimen, seitlich pressen und von unten verschrauben.

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Fertigen Sie für den Korpusbogen eine MDF-Schablone an. Bogen grob ausschneiden und die Mitte der …

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… Schablone für die Positionierung einzeichnen. Schablone aufnageln, mit dem Bündigfräser nach­arbeiten.

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Feinsäge mit einem Tiefenanschlag versehen. Schneiden Sie den Zapfen an seinem Anfang ein und …

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… setzen Sie weitere Einschnitte daneben. Dann lässt sich der Zapfen mit Hammer und Beitel absetzen.

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Bohren Sie für die dazugehörigen Schlitze an der betreffenden Stelle mehrere Löcher nebeneinander.

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Dann werden die Zwischenstege vorsichtig mit einem scharfen, schmalen Beitel herausgestemmt.

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Nachdem Sie den Schlitz ausgestemmt haben, können Sie die Nut mit der Feinsäge einschneiden.

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In diese greift der Nutzapfen des Bogens. Lassen Sie die Ober­kante der Frontblende noch gerade.

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Die Schlitz-Zapfen-Verbindungen der Querblenden. Pro Verbindung eine Zwinge setzen und seitlich pressen.

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Zu guter Letzt leimen Sie den Vorderrahmen auf den Korpus. Von unten durch die Bodenplatte verschrauben.

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Die Türrahmen-Zapfen fertigen Sie in gleicher Weise wie die des Kor­pusrahmens. Schlitze einschneiden.

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Erst nach dem Verleimen der obe­ren Verbindungen bündig fräsen, um Stufen zu vermeiden

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Praxistipp: Diese Lösung zum Absetzen von Zapfen ist simpler, er­fordert allerdings auch mehr Übung. Profis spannen das Werkstück senkrecht fest und schneiden den Zapfen von oben ein.

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Noch besser geht’s allerdings mit einer Gestellsäge. Danach werden die beiden Außenstücke einfach abgeschnitten.

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Benutzen Sie den Falzfräser mit An­laufring, um Spiegel- und Außenfalz in die Rahmenrückseite zu fräsen.

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Die beim Fräsen stehengebliebenen Rundungen in den Innenwinkeln stemmen Sie mit dem Beitel heraus.

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Die Form des Ovals fin­den Sie als Schablone im Bau­plan. Aber Sie kön­nen sie auch mit Hilfe ei­ner nicht dehn­baren Schnur aufzeichnen. Pinnen Sie diese auf die Längs­mittel­linie.

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Glätten Sie nach dem Ausschneiden der Sperr­holz-Konturplatte die Schnittkante mit der Schleifhülse.

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Schneiden Sie die Kranzbögen grob aus. Nach der Schablone auf dem Bau­plan bün­dig fräsen und profilieren.

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So gehören die Leisten aufeinander. Die obere runden Sie mit dem Abrundfräser mit Anlaufring.

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Leis­te als Auflage von hinten an den Bogen nageln. An der La­­­de fixieren und auf Gehrung schneiden.

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Die beiden unteren Kranzteile können Sie aufschrauben, die obersten werden nur aufgeleimt.

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Die Löcher für die Bänder bohren Sie schräg in die Rahmenkante. Dazu die Bohrschablone auf die Tür spannen.

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Tür auflegen. Die Schablone mit eingestecktem Bohrer auf­span­nen, Gegen­lo­ch ge­rade in den Kor­pus bohren.

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Fräsen Sie die Nuten mit dem Hohl­kehlfräser in die Zierblenden. Deren obere Enden an den Bogen anpassen.

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Doppeln Sie den Türrahmen mit Zier­leisten auf­. Für den Bogen 5-mm-Leisten verleimen und ausschneiden.

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Passen Sie das Kopfbrett ein. Frä­sen Sie rings­um einen 10-mm-Falz. Oben im Rahmen verschrauben.

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Glasleiste für das Schloss ausklinken. Dornmaß von der Falz­innenkante aus messen und das Schlüsselloch bohren.

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Bohren Sie zunächst mit Hilfe der aufgespannten Dübellehre die Löcher in die Kan­ten.

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Übertragen ie die Lochpositionen auf die Frontblende, indem Sie die Rückwand auf deren Mitte festspannen.

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Seitenteile mit Zulagen festspannen. Die Nuten für den Boden mit dem 4-mm-Fingerfräser schneiden.

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Nachdem Sie die Frontblende ge­falzt haben, können Sie alles ver­leimen und mit Zwingen pressen.

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Passen Sie die Führungsleisten auf der unteren und die Kippleisten unter der oberen Bodenplatte ein.

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Zwei Rundhölzer, die in Trägerleisten an den Seitenwänden stecken, bilden ein Fach. Bohren Sie die …

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… nötigen Löcher mit dem Forstner-Bohrer. Die Positionen der Löcher sind so gewählt, dass die Schuhe leicht nach vorn geneigt stehen.

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Die Schuhe stehen schräg. Das erspart wieder ein paar Zentimeter Schranktiefe. Aber Vorsicht: Befestigen Sie den Schrank mit einer Schraube an der Wand, damit er auch mit geöffneter Tür sicher steht.

Trotzdem soll er ansprechend wirken. Wir haben mit unserem Bauplan-Thema (02/2002) einen schlanken, aber geräumigen Schuhschrank entworfen, der nicht viel Fläche beansprucht und obendrein dem Flur eine wohnlich-gemütliche Note verleiht. Weichholzmöbel dieser Art werden von Liebhabern zu hohen Preisen gehandelt. 

Bauplan bestellen

Nur etwa 40 cm tief ist unser stilvoller Schuhschrank ausgefallen. Daher machte er auch in kleinen Fluren eine gute Figur. Damit er allerdings auch mit geöffneter Tür nicht wankt, empfiehlt es sich, ihn mit einem Winkel an der Wand zu befestigen.

Schuhschrank selber bauen

Falls Ihr Holzhändler exakt zuschneidet, drücken Sie ihm für den Zuschnitt der Korpusplatten unseren Einkaufszettel in die Hand. Aus optischen Gründen doppeln Sie die Bodenplatte vorn und seitlich auf. Dann bohren Sie die Dübellöcher für die Füße. Für vorn haben wir fertige Drechselfüße gekauft, hinten tun es auch rechteckige Restklötze. Bevor Sie jedoch die Füße anbringen, sollten Sie den ganzen Korpus fertigstellen. Benutzen Sie für die Dübellöcher in den Schnittkanten eine Dübellehre, damit die Löcher senkrecht werden.

Eine Schablone im Maßstab 1:1 für den Korpusbogen der Vorderseite finden Sie im Bauplan. Übertragen Sie ihre Form auf 10-mm-MDF und schneiden Sie sie aus. Markieren Sie die Mitte, damit Sie die Schablone später exakt positionieren können. Zeichnen Sie auch auf dem Leimholz die Mitte ein; ebenso die seitlichen Zapfen. Beides sollten Sie vor dem Ausschneiden erledigen, denn dann sind die Kanten noch gerade. Nun können Sie den Bogen aus dem Leimholz grob ausschneiden. Der Anlaufring des Bündigfräsers tastet die aufgenagelte Schablone ab und überträgt deren Schwung auf das Leimholz.

Reißen Sie die Zapfen mit dem Streichmaß an. Befestigen Sie mit Doppelklebeband eine Leiste als Tiefenanschlag auf dem Blatt Ihrer Feinsäge, und schneiden Sie das Zapfenstück in einigen Millimetern Abstand parallel ein. Mit Hammer und Beitel können Sie den Zapfen dann absetzen. Für die Löcher, die für den Schlitz nebeneinander gesetzt werden, wählen Sie einen Bohrer mit einem Durchmesser, der etwas kleiner ist als die Schlitzbreite.

Schuhschrank mit Spiegel: Rahmenkonstruktion

Die Rahmenkonstruktion der Tür weist die gleichen Verbindungen auf wie die der Korpusfront. Also entspricht das Anpassen der oberen Schnittkante der Türrahmenteile dem der Frontblenden, das auf das Verleimen der Verbindung folgt. Nach dem Verleimen von Türbogen und Türrahmenteilen erhält der Rahmen zwei 10-mm-Falze: innen einen für den Spiegel und außen einen für den Korpusrahmen.
Für die Sperrholz-Konturplatte empfehlen wir, das Oval der Spiegelöffnung von der Schablone auf dem Bauplan zu übertragen. Falls Sie jedoch die Schnurzirkel-Methode nachvollziehen möchten, haben wir auch die Einstichpunkte der Pinnnadeln angegeben, an denen die Schnur auf der Längsmittellinie des Ovals befestigt wird.

Die sechs seitlichen Leisten des Kranzprofils sind rasch zugeschnitten und an den Unterseiten profiliert. Etwas aufwendiger ist die Fertigung der drei Kranzbögen für die Front. Auch diese schneiden Sie zunächst nur grob aus, um sie dann mit Hilfe der Oberfräse mit Bündigfräser und einer Schablone nachzuarbeiten, deren Form Sie im Bauplan finden.
Die beiden breiteren unteren Lagen des Kranzes können Sie verleimen und verschrauben, da die Schraubenköpfe unter der jeweils darüber liegenden Leiste verschwinden. Die schmale oberste leimen Sie nur auf. Benutzen Sie zum Pressen bis zum Abbinden des Leims Gehrungsklammern.

Die für die Bänder notwendigen Bohrungen verlaufen schräg im Türrahmen und senkrecht in der Frontblende. Um diese in Neigung und Position zueinander etwas kniffligen Löcher genau zu platzieren, haben wir aus einem Kantholz nach den Maßangaben zu den Bändern eine Bohrhilfe angefertigt. Wie Sie sie nachbauen, zeigen wir Ihnen im Bauplan. Drei Glasleisten (unten und seitlich) sowie die geschwungene und für Spiegel und Türbogen gefalzte Kopfplatte oben halten den Spiegel im Türrahmen.

Schuhschrank hoch: Schublade bauen

Das letzte Kapitel ist der Inneneinrichtung aus Schublade und Schuhregalen gewidmet. Der Schubladenboden liegt in einer Nut der Seitenteile zwischen Frontblende und Rückwand. Die Frontblende ist ringsum gefalzt. Die Führungsleisten sollten Sie später gründlich mit einem Kerzenstummel einreiben, damit die Lade auf ihren Schienen gut gleitet.
Die Regale bestehen aus etwas versetzt angeordneten Rundhölzern, auf denen die Schuhe leicht nach vorn geneigt stehen. Die Stangen lagern in Trägerleisten, in die Sie mit dem Forstner-Bohrer in den auf dem Bauplan angegebenen Abständen entsprechende Löcher bohren. Stecken Sie die Rundhölzer und die Trägerleisten zusammen und setzen Sie sie von hinten in den Korpus ein.

Natürlich muss auch massives Holz geschützt werden. Hände, Feuchtigkeit, Schuhe oder Haushaltschemikalien hinterlassen vor allem an einem engen Verkehrsweg in der Wohnung wie dem Flur sonst unweigerlich hässliche Spuren. Wir haben ein Holzöl gewählt, das auch für Fußböden oder Treppen verwendet wird. Andererseits ist es selbst für Kinderspielzeug zugelassen. Das Verarbeitungswerkzeug sollten Sie gleich nach der Arbeit mit Verdünnung reinigen, Öllappen vor dem Entsorgen mit Wasser tränken.

Schleifen Sie die Oberfläche mit 180er Sand­papier an. Das Holzöl mit weichem Pinsel oder Ballen dünn auftragen und 20 Minuten einwirken lassen. Nehmen Sie überschüssiges Öl mit einem Baumwolllappen ab. Den nächsten Auftrag können Sie am folgenden Tag nach einem Zwischenschliff mit 240er Sand­pa­pier und Stahl­wolle für die Zierprofile vor­nehmen.

Fotos: sidm / Archiv

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