Im Test mit dem TÜV

7 Laub-Saug-Bläser im Test 2026: Das sind die besten Modelle!

Mit Akku-Kombi-Laubsaugern und -bläsern lassen sich Laub, Grünschnitt oder Schmutz per Luftstrom zusammenführen bzw. aufsaugen und dabei meist gleichzeitig zerkleinern. Dies kann die Gartenarbeit deutlich erleichtern. Wir haben zusammen mit dem TÜV Rheinland sieben Modelle getestet.

Ein Mann benutzt im Garten einen Laubsauger, um Herbstlaub auf dem Rasen vor grünen Bäumen aufzusaugen.Auf Pinterest merken
Wir haben sieben Laub-Saug-Bläser zusammen mit dem TÜV Rheinland getestet. Foto: sidm / Michael Müller-Münker

Diese Marken haben wir getestet:

Einhell, Gardena, Husqvarna, Makita, Ryobi, Scheppach, Stihl

Gerade auf kleineren und mittleren Grundstücken werden solche Kombigeräte oft und gern für die Laubbeseitigung genutzt. Wege, Terrassen, Einfahrten oder Rasenflächen lassen sich ohne großen Kraftaufwand reinigen, wobei der Akkubetrieb zusätzliche Bewegungsfreiheit bietet und gegenüber benzinbetriebenen Geräten leiser, wartungsärmer und umweltfreundlicher ist.

In unserem Test betrachten wir insgesamt sieben Geräte, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Leistungsklassen getrennt bewertet werden. Drei Modelle (von Einhell, Gardena und Makita) arbeiten mit 18Volt und richten sich vor allem an Anwender mit kleineren Flächen und überschaubarem Laubaufkommen. Die vier 36-Volt-Geräte (Husqvarna, Ryobi, Scheppach und Stihl) versprechen höhere Leistungsreserven und längere Laufzeiten. Die beiden Klassen haben wir entsprechend ihrer Akkuspannung separat voneinander betrachtet und beurteilt.

Unterschiedliche Bauarten

Fünf der sieben Testkandidaten ermöglichen den Wechsel zwischen Blas-­ und Saugbetrieb einfach per Schalthebel. Das macht die Geräte besonders komfortabel, weil kein Umbau erforderlich ist. Bei den Geräten mit Hebelumschaltung verdeckt das oben verlaufende, dicke Saugrohr das darunter liegende Blasrohr. Dadurch ist der Luftstrom beim Blasen schlechter auszurichten, was sich bei präzisen Arbeiten entlang von Mauerkanten oder zwischen Pflanzen als störend erweist.

Einen anderen Weg gehen Husqvarna und Stihl: Hier müssen für den Funktionswechsel einzelne Bauteile umgebaut werden. Das kostet etwas Zeit, erwies sich im Praxistest jedoch nicht als gravierender Nachteil.

Ryobi geht einen Zwischenweg: Einerseits ist der Saug-­Bläser ein Kombi­-Umschaltgerät, andererseits auch zum reinen Laubbläser oder -sauger umbaubar.

Welcher Laub-Saug-Bläser ist der beste?

Die beiden Umbaugeräte von Husqvarna und Stihl zeigten insgesamt die beste Leistung und erwiesen sich zugleich als die praktischsten Modelle im Testfeld. Beide arbeiten mit 36 Volt und überzeugten sowohl beim Saugen als auch beim Blasen mit hoher Effizienz.

Unser Testsieger
STIHL Akku Saughäcksler SHA 56 (+ Akku AK20 + AL101 Ladegerät)
STIHL Akku Saughäcksler SHA 56 (+ Akku AK20 + AL101 Ladegerät)
Unser Preistipp
Husqvarna 120iBV Akku-Laubbläser und -Sauger ohne Akku/Ladegerät
Husqvarna 120iBV Akku-Laubbläser und -Sauger ohne Akku/Ladegerät
Unsere Empfehlung
Ryobi RBV36B 36V Akku-Laubsauger + Laubbläser
Ryobi RBV36B 36V Akku-Laubsauger + Laubbläser
 
Scheppach Akku Laubsauger/-bläser BC-BLV720-X
Scheppach Akku Laubsauger/-bläser BC-BLV720-X
Bestes Gerät 18-V-Klasse
Makita Akku-Laubbläser 2 in 1 Akku-Laubsauger
Makita Akku-Laubbläser 2 in 1 Akku-Laubsauger
 
Einhell Akku-Laubsauger VENTURRO 18/210 Power X-Change
Einhell Akku-Laubsauger VENTURRO 18/210 Power X-Change
 
Gardena Akku-Laubsauger/-Bläser PowerJet Collect 18V P4A
Gardena Akku-Laubsauger/-Bläser PowerJet Collect 18V P4A
Unsere Bewertung
4,7/5
Unsere Bewertung
4,4/5
Unsere Bewertung
3,8/5
Unsere Bewertung
3,3/5
Unsere Bewertung
3,6/5
Unsere Bewertung
3,5/5
Unsere Bewertung
3,4/5

An Grenzen stoßen alle getesteten Geräten beim Aufsaugen von Laub, das mit kleinen Ästen durchsetzt ist. Solche Fremdkörper können zu Verstopfungen im Luftkanal führen. Eine gleichermaßen anwenderfreundliche Reinigung ermöglichen nicht alle Geräte. Besonders bei Makita erschwert das fest montierte Oberrohr den Zugang zur Verstopfungsstelle.

Grundsätzlich sind kombinierte Laubsauger und Laubbläser vor allem für trockenes oder leicht feuchtes Laub geeignet. Bei stark durch nässtem, verdichtetem Laub sowie bei größeren Mengen von Zweigen stoßen auch leistungsstarke Geräte an ihre Grenzen.

Übrigens: Alle Testgeräte sind für große Anwender etwas zu kurz geraten. Ab etwa 185 Zentimetern Körpergröße kann Ihnen die leicht gebückte Haltung bei längeren Arbeiten Probleme bereiten.

Testsieger: Stihl SHA 56

Der Stihl SHA 56 ist unser Testsieger im Laub-Saug-Bläser-Test. Er überzeugte unsere Tester auf ganzer Linie mit einer sehr guten Leistung sowohl im Praxistest im Saug- und Blasbetrieb als auch in der Bedienung, Ergonomie und Sicherheit.

Unser Testsieger
STIHL Akku Saughäcksler SHA 56 (+ Akku AK20 + AL101 Ladegerät)
STIHL Akku Saughäcksler SHA 56 (+ Akku AK20 + AL101 Ladegerät)
Unsere Bewertung:
4,7/5

Das ist uns im Test aufgefallen

Eine Hand betätigt den schwarzen Hebel am Griff eines blauen Laubbläsers, der Untergrund ist unscharf. - Foto: Claudio Kalex
Positiv aufgefallen
  • Halbe Drehung: Der Bediengriff bei Stihl lässt sich für die Nutzung als Sauger oder Bläser drehen.

  • Einladend: Bei Ryobi, Stihl und Husqvarna lassen sich Verstopfungen am besten beseitigen.

  • Gut geregelt: Der Leistungshebel bei Makita ist das am besten regulierbare Bedienelement.

(1/13)
Vier Männer testen verschiedene Laubsauger und -bläser im Freien, Werkbänke mit Geräten und Holzstapeln im Hintergrund.
Kennenlernen: Vier Tester machten sich mit den Geräten vertraut. Drei beklagten, dass bei allen Geräten eine gebeugte Haltung notwendig sei. Foto: Claudio Kalex
Eine Hand hält mehrere dünne, trockene Äste und Zweige vor einem unscharfen, natürlichen Hintergrund.
Kleine Zweige im Herbstlaub führen häufig zu Verstopfungen beim Saugen. Foto: Claudio Kalex
Zwei Männer testen im Freien einen Laubsauger an zwei weißen Eimern auf grasbedecktem Untergrund.
Akkordsauger: 30 Liter Laub sollten schnellstmöglich aufgesaugt werden. Foto: Claudio Kalex
Ein Mann beugt sich über einen Holztisch, hält einen Laubsauger in der Hand und macht Notizen auf einem Block.
Alles wird genau notiert: Wie ergonomisch sind die Geräte? Sind Grate vorhanden? Lassen sich Schalter gut erreichen und bedienen? Foto: Claudio Kalex
Ein Mann steht neben einem Auto und testet mit einem Laubsauger eine mit Laub und Steinen gefüllte Holzkiste am Waldrand.
Ein mit Laub und Nadeln präpariertes Kiesbett wird abgeblasen und -gesaugt. Foto: Claudio Kalex
Ein Mann arbeitet mit einem gelben Laubsauger auf einer Wiese, mehrere Laubsauger liegen im Gras vor ihm.
Wie gut lässt sich Laub von einer unebenen Grasfläche absaugen? Foto: Claudio Kalex
Ein Laubsauger pustet einen Fußball auf einer Metallrutsche, die Szene wird aus der Nähe gezeigt.
Wie weit (in Zentimeter) drückt der Luftstrahl den Ball die Rampe hoch? Foto: Claudio Kalex
Zwei Männer führen eine Messung an einem Laubsauger durch, einer hält das Messgerät, der andere überwacht das Display.
Mit einem Messgerät ermittelten wir die maximale Saug-Luftgeschwindigkeit. Foto: Claudio Kalex
Ein Mann misst mit einem Schallpegelmessgerät hinter dem Ohr eines zweiten Mannes im Freien die Lautstärke.
Bei der Nutzung aller Geräte sollte man besser einen Gehörschutz tragen. Foto: Claudio Kalex
Eine Person hält einen geöffneten Fangsack mit Gras- und Laubresten weit geöffnet in den Händen.
Fangsack: Alle Säcke ließen sich sehr gut abnehmen und leeren. Bei einigen ist der Füllstand durch ein Sichtfenster ablesbar. Foto: Claudio Kalex
Die Düse eines Laubbläsers saugt kleine Steine nahe eines Holzrahmens auf, zwei Füße mit festen Schuhen daneben.
Steine saugen: Feiner Kies gelangte bei den Geräten zwar in die Luftsäule der Saugrohre, wurde aber nicht eingesaugt. Foto: Claudio Kalex
Ein Holzkasten ist mit einer Schicht aus Laub und grobem Kies gefüllt und wird von Sonnenlicht beleuchtet.
Präpariertes Kiesbett: Dreißig Liter definiertes Laub-Nadel-Gemisch wurden auf die rund 1,5 m2 große Fläche gestreut. Foto: Claudio Kalex
Die Düse eines Laubbläsers saugt einen Tannenzapfen auf hellem Sandboden an, im Hintergrund kleine Steinhaufen.
Fichtenzapfen: Nur die Geräte von Stihl und Makigta saugten einen Fichtenzapfen ein – bei allen anderen fiel er zurück. Foto: Claudio Kalex
Laubreste und kleine Zweige befinden sich im rot geöffneten Gehäuse eines Laubsaugers, Details sind gut erkennbar. - Foto: Claudio Kalex
Negativ aufgefallen
  • Verstopft: Viele Geräte neigten zu Verstopfungen. Dies betraf vor allem die Umschaltgeräte.

  • Werkzeug nötig: Bei Scheppach braucht man einen Schraubendreher, um das Rohr abzunehmen.

  • Zeit läuft: Die oft nötige Turbostufe schaltet bei Gardena nach 15 Sekunden einen Gang zurück.

Das sollten Sie beim Kauf eines Laub-Saug-Bläsers beachten

Bevor Sie sich einen Laub-Saugbläser kaufen, sollten Sie sich mit den Anwendungsmöglichkeiten vertraut machen und wissen, wofür sich die Geräte grundsätzlich eignen und was eher unpraktisch ist. Das Absaugen großer Flächen ist eher unpraktikabel – hier gibt es deutlich effektivere Möglichkeiten. Auf Rasenflächen eignet sich ein Sichelmäher mit Fangkorb zum Aufsaugen und Zerkleinern von Laub besser. Auch ein Laubrechen oder mechanische Laubsammler sind hier wesentlich effektiver. Ansonsten arbeitet man auf Flächen besser mit dem Laubbläser, das bedarf jedoch einer gewissen Übung, damit Laub oder Grünschnitt nicht einfach weggeblasen und dann verteilt werden.

Die Stärken der Geräte liegen eher darin, Laub von unebenen Untergründen wie z. B. Kies oder Splitt zu blasen oder aus Ecken und Beeten zwischen vorhandener Bepflanzung herauszusaugen.

„Der richtige Umgang mit dem Laubbläser will gekonnt sein.“
Gereon Bründt, selbst-Redakteur

Auf einem Bauhof in der Eifel konnten unserer Test-Redakteurin sowie der TÜV Rheinland die Geräte praktischen Tests unterziehen. Dafür schafften wir vergleichbare Szenarien und präparierten alle Stationen auf die gleiche Art und Weise.

Testkriterien Laub-Saug-Bläser-Test

Subjektive Bewertung

Verarbeitungsqualität, Gewicht, Ergonomie und Balance haben wir bei jedem Gerät bewertet, ebenso Erstmontage und Umbau sowie Verständlichkeit und Ausführlichkeit der Gebrauchsanleitung.

Praxistest

Die Geräte mussten sich als Laubsauger und -bläser verschiedenen Aufgaben stellen.

Dazu legten wir ein Kiesbett mit feinem und grobem Kies an, das wir mit einer stets gleichen Menge und Mischung aus trockenem Laub und Tannennadeln präparierten und darauf die Reinigungsleistungen bewerteten. Von einer unebenen Wiese mit hohem Gras saugten wir Laub ab.

Außerdem ermittelten wir die Kraft des Gebläses, indem wir maßen, wie hoch die Geräte einen Ball eine Rampe hochblasen können.

Zuletzt bewerteten wir, wie gut sich der Fangsack leeren und Verstopfungen entfernen ließen.

Messwerte und Sicherheit

Die Lautstärke prüften wir vor Ort am Ohr des Nutzers.

Außerdem ermittelten wir mit einem Messgerät die Luftgeschwindigkeit im Saugbetrieb am Rohrende. Im Labor führte der TÜV Rheinland dann die Sicherheitstests durch und überprüfte die Kennzeichnungen.

Unser Preistipp: Husqvarna 120iBV

Der Husqvarna 120iBV ist unser Preistipp. Er liefert eine gute Leistung und kostet dabei vergleichsweise wenig. Im Praxistest konnte das Gerät voll und ganz überzeugen. Leider fehlen bei ihm die Messer auf dem Lüfterrad, sodass er das eingesaugte Laub nicht zu Mulch verarbeiten kann.

Unser Preistipp
Husqvarna 120iBV Akku-Laubbläser und -Sauger ohne Akku/Ladegerät
Husqvarna 120iBV Akku-Laubbläser und -Sauger ohne Akku/Ladegerät
Unsere Bewertung:
4,4/5

Unsere Empfehlung: Ryobi RBV36B 36 V MAX POWER

Der Ryobi RBV36B V Max Power ist die Empfehlung unserer Redaktion. Das Gerät büßt leider Punkte ein, da es recht schwer und laut ist, liefert allerdings gute Blas- und Saugergebnisse, die mit den beiden ersten Plätzen mithalten und diese in einigen Kategorien sogar übertreffen können.

Unsere Empfehlung
Ryobi RBV36B 36V Akku-Laubsauger + Laubbläser
Ryobi RBV36B 36V Akku-Laubsauger + Laubbläser
Unsere Bewertung:
3,8/5

Scheppach BC-BLV720-X Set S 2.5

Der Scheppach BC-BLV720-X Set S 2.5 landete auf dem letzten Platz der 36-V-Klasse. Er schnitt im Praxisteil deutlich schlechter ab als die anderen Geräte und verstopft vergleichsweise häufig. Um das Rohr abzunehmen, ist zudem ein Schraubendreher nötig. In unserem Test hat die Schraube beim Anziehen den Kunststoff zerschnitten, sodass das Gewinde nicht mehr greifen konnte.

Scheppach Akku Laubsauger/-bläser BC-BLV720-X
Scheppach Akku Laubsauger/-bläser BC-BLV720-X
Unsere Bewertung:
3,3/5

Makita DUB187Z

Der Makita DUB187Z ist das beste Gerät in der 18-V-Klasse. Er liefert eine ordentliche Leistung, leider erfordert die Entfernung von Verstopfungen einiges an Einsatz. Da das obere Rohr nicht abnehmbar ist, musste unser Redakteur beinahe seinen kompletten Arm in das Rohr stecken, um die Blockade zu entfernen.

Bestes Gerät 18-V-Klasse
Makita Akku-Laubbläser 2 in 1 Akku-Laubsauger
Makita Akku-Laubbläser 2 in 1 Akku-Laubsauger
Unsere Bewertung:
3,6/5

Einhell Venturro 18/210 - Solo

Der Einhell Venturro 18/210 - Solo hat nicht nur die schlechteste Blasleistung im Test, sondern auch eine extrem geringe Saugleistung. Das Gerät neigt außerdem zu Verstopfungen.

Einhell Akku-Laubsauger VENTURRO 18/210 Power X-Change
Einhell Akku-Laubsauger VENTURRO 18/210 Power X-Change
Unsere Bewertung:
3,5/5

Gardena PowerJet Collect 18V P4A

Der Gardena PowerJet Collect 18V P4A landete auf dem letzten Platz der 18-V-Klasse. Am kuriosesten fanden unsere Tester, dass sich die oft benötigte Turbo-Stufe automatisch nach nur 15 Sekunden abschaltet.

Gardena Akku-Laubsauger/-Bläser PowerJet Collect 18V P4A
Gardena Akku-Laubsauger/-Bläser PowerJet Collect 18V P4A
Unsere Bewertung:
3,4/5

Unser Fazit

Kombinierte Laub-Saug-Bläser sind keine Alleskönner und als Sauger eher für kleine Flächen geeignet. Die leistungsstärksten 36-V-Modelle sind die Umbau-Geräte von Stihl, Husqvarna und Ryobi.

In der 18-V-Klasse zeigten alle drei Modelle deutliche Schwächen, hier war das Gerät von Makita trotz fest montiertem Saugrohr noch am besten.

Aktuellen Laub-Saug-Bläser-Test herunterladen

Alle Bewertungen, Testabläufe und die detaillierten Ergebnisse aus unserem Praxistest finden Sie hier als kostenlosen PDF-Download:

Laub-Saug-Bläser-Test

Umfang: 7 Seiten - kostenlos!

Download (21.64 MB)
Ein Mann benutzt im Garten einen Laubsauger, um Herbstlaub auf dem Rasen vor grünen Bäumen aufzusaugen.
Foto: sidm / Michael Müller-Münker

Das könnte Sie auch interessieren ...

Aus selbst ist der Mann 09/2026