Kroton

Den Wunderstrauch richtig pflegen

Mit seinen knalligen Farben wertet Kroton jede Wohnung auf. Doch damit die pflegeleichte Zimmerpflanze so schön wächst, ist die richtige Kroton-Pflege notwendig.

Kroton richtig pflegen
So schön kann der Kroton bei der richtigen Pflege aussehen. Foto: iStock / Aphap
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Der pflegeleichte Wunderstrauch (Codiaeum variegatum) ist auch unter seinem etwas veralteteren Namen Kroton – oft auch Croton geschrieben – bekannt. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Südostasien. Dort wächst der Wunderstrauch vor allem in tropischen Wäldern.

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Bevor Sie die Zimmerpflanze in Ihr Heim holen, sollten Sie wissen, dass sie zu den Wolfsmilchgewächsen gehört. Genau wie andere Arten aus dieser Familie enthalten auch die Pflanzenteile des Kroton einen milchigen Saft, der leicht giftig ist.

Wie pflegt man einen Kroton?

Kroton ist eine immergrüne Pflanze, die nach einiger Zeit sogar bis zu zwei Meter hoch werden kann. Bei der Wahl des Standorts sollten Sie also viel Platz und einen großen Topf einplanen.

Besonders attraktiv sind seine verschiedenen Blätter. Diese unterscheiden sich nicht nur in der Form, sondern auch in der Farbe. Von Grün über Orange-Rot bis hin zu einem knalligen Purpur sind viele Farben vertreten.

Der richtige Standort

In seiner Heimat lebt der Wunderstrauch in feuchten Gebieten. Daher bevorzugt er auch in unseren Wohnungen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Der Wunderstrauch ist daher auch die ideale Pflanze für feuchtere Räume wie zum Beispiel das Badezimmer oder die Küche. Beim Standort sollten Sie dann darauf achten, dass dieser hell ist. Zu sonnige Standorte oder Zugluft mag Codiaeum variegatum aber nicht. Dennoch sollten die Temperaturen bei mindestens 20 Grad Celsius liegen. Bei unter 15 Grad Celsius wird es der Zimmerpflanze schnell zu kalt.
Praxistipp: Die Pflanze ist nicht winterhart. An warmen Sommertagen dürfen Sie den Topf mit dem pflegeleichten Kroton dennoch für ein paar Stunden am Tag in den Garten oder auf den Balkon stellen.

Übrigens: Bei der richtigen Erde können Sie mit gewöhnlicher Blumenerde nichts falsch machen. Ansonsten gefällt der Pflanze Palmenerde. Wichtig ist nur, dass Sie Blähton oder Perlite unter die Erde mischen. So können Sie Staunässe vermeiden. Denn diese verträgt der Kroton nicht. Sie können die Zimmerpflanze auch in Hydrokultur halten.

So üppig kann Kroton wachsen.
Bei der richtigen Pflege wächst der Kroton üppig und bunt. Foto: iStock / Alohapatty

Der Wasserverbrauch des Wunderstrauchs ist nicht sehr hoch. Dennoch sollten Sie darauf achten, dass die Erde immer leicht feucht ist. Am besten gießen Sie nur, wenn sich die Erde trocken anfühlt. Das kontrollieren Sie mit der Fingerprobe.

Wie oft Sie gießen müssen, hängt auch vom Standort ab. Am Anfang ist es ratsam, die Erde regelmäßiger zu kontrollieren und dann immer nur ein bisschen zu gießen. Nach kurzer Zeit werden Sie merken, wie oft Sie Wasser geben müssen.
Praxistipp: Codiaeum variegatum bevorzugt eine hohe Luftfeuchtigkeit. Daher ist es auch möglich, die Blätter mit Wasser zu besprühen.

So sieht der Rückschnitt aus

Ein Rückschnitt ist beim Wunderstrauch nicht zwingend notwendig. Sie können aber verblühte Blütenstände und welke Blätter entfernen. Auch wenn die Pflanze zu groß geworden ist, können Sie den Wunderstrauch schneiden. Dabei wählen Sie am besten das zeitige Frühjahr. Dabei dürfen Sie auch einen radikalen Schnitt durchführen. Möchten Sie das nicht, reicht es auch, wenn Sie lange Triebe einkürzen.

Praxistipp: Um nicht mit der Pflanzenmilch in Kontakt zu kommen, tragen Sie Handschuhe und waschen sich im Anschluss die Hände.

Kroton vermehren

Codiaeum variegatum können Sie selbst vermehren. Am einfachsten gelingt das über Kopfstecklinge. Dafür schneiden Sie einfach einen Trieb mit zwei Blättern ab und stellen diesen in ein Glas mit Wasser oder pflanzen ihn direkt in feuchte Erde.

Stecklinge: Blumen züchten
Stecklinge robuster Pflanzen bewurzeln schon in einem Glas mit frischem Wasser.

Danach bilden sich die Wurzeln an einem warmen und hellen Standort bei Temperaturen zwischen 22 und 30 Grad Celsius. Damit die Luftfeuchtigkeit hoch ist, können Sie eine Tüte über den Trieb stülpen. Denken Sie aber daran, diese jeden Tag zu lüften, da sonst auch Schimmel entstehen kann.

Die häufigsten Krankheiten

Leider kommt es auch bei der vermeintlich perfekten Pflege des Wunderstrauchs zu Krankheiten, Schädlingen oder Pflegefehlern. Das kann Auswirkungen auf die Pflanze haben. Im Video finden Sie die häufigsten Krankheiten:

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Weiße Flecken, welke Blätter oder das fehlende Wachstum sind für jeden Pflanzenliebhaber ein Graus. Doch was ist der Grund? Und was kann man dagegen tun?

  • Weiße Flecken: Wenn sich auf den Blättern weiße Flecken bilden, ist das immer ein Zeichen für Schädlinge. Beim Kroton sind es dann fiese Spinnmilben. Hier ist es ratsam, schnell zu handeln. Meist reicht es aus, wenn Sie die Blätter oft mit Wasser besprühen. Hilft das nicht, gibt es auch effektive Bekämpfungsmittel.
  • Schadhafte Blätter: Wenn die Blätter braun werden oder an Farbe verlieren, bekommt Ihre Pflanze zu wenig Licht. Suchen Sie dem Wunderstrauch dann einen helleren Standort. Braune Ränder oder einzelne braune Flecken auf den Blättern zeigen an, dass die Zimmerpflanze zu wenig oder zu viel Wasser bekommt. Überprüfen Sie dann, ob der Boden zu feucht oder zu trocken ist. Bei zu feuchter Erde ist es oft zu empfehlen, den Kroton umzutopfen.
  • Kein Wachstum: Bilden sich keine neuen Blätter oder Triebe, bekommt die Pflanze zu wenig Licht. Hier reicht es oft, wenn Sie den Topf einfach näher ans Fenster stellen oder einen neuen, hellen Standort für die Zimmerpflanze suchen.

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