Keller-Heimsauna

Eine eigene Keller-Heimsauna: Das ist doch was! Stellen Sie sich vor, wie Sie nach einem stressigen Tag nach Hause kommen und sich auf einen entspannenden Saunagang freuen können – ohne Angst dort Ihrem Chef oder unliebsamen Kollegen zu begegnen. Auch in einem Keller mit vielleicht kompliziertem Grundriss kann eine hauseigene Heimsauna im Keller entstehen. 

(1/22)
Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna

In dieser Keller-Heimsauna könnten Sie schon bald nach Feierabend oder am Wochenende entspannen

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 1 von 21

Stellen Sie die Saunaelemente so auf, dass man sie Stück für Stück aufbauen kann, ohne dass etwas im Weg steht.

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 2 von 21

Zunächst montiert man den Grundrahmen. Die einzelnen Rahmenteile werden mit beiliegenden Holzlamellendübeln und Schrauben verbunden.

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 3 von 21

Dabei müssen die Rahmenteile so auf den Boden gelegt werden, dass die Nut nach oben zeigt und der Abstand zur Wand mindestens 5 cm beträgt.

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 4 von 21

Das erste Element setzen Sie mit der Feder nach unten in die linke Ecke auf den Rahmen. Auch den ersten Eckpfosten positionieren Sie so auf dem Grundrahmen.

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 5 von 21

Mit einer der beiliegenden Stichschrauben 5 x 120 mm befestigen Sie das Wandelement am Eckpfosten.
Tipp: Holzschraubengewinde vorher durch ein Stück Seife ziehen.

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 6 von 21

Es folgen eine Massivholzfeder 39 x 28 mm und das nächste Wandelement; zwischen jedes Element kommt dann eine Feder. Oben wird geklammert.

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 7 von 21

Hier gut zu sehen: Die Massivholzfeder, die jeweils zwischen zwei Wandelemente kommt.

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 8 von 21

Manchmal muss mit etwas Nachdruck gearbeitet werden – legen Sie immer einen Schlagklotz unter, um Nut und Feder nicht zu beschädigen.

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 9 von 21

Das Türelement wird mit zwei Schrauben links und rechts befestigt. Die Bekleidungsleisten müssen dabei über den Grundrahmen fassen.

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 10 von 21

Zum Teil sind die Türen noch nicht komplett vormontiert – in unserem Fall musste beispielsweise noch eine Leiste oben eingeschoben werden.

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 11 von 21

Das Einsetzen des letzten Elements ist eventuell ein bisschen knifflig, da alles recht stramm zusammensitzt. In jedem Fall zu zweit arbeiten.

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 12 von 21

Die Dachleisten montieren Sie mit einem Überstand von 3 mm zur Oberkante der Wandelemente, und zwar so, dass die Schrauben in die Querbohlen der Wandelemente greifen (je nach Situation erfolgt dies nach Auflegen der Dachelemente).

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 13 von 21

Das Dachdichtband kleben Sie auf die Oberkante der Wände.

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 14 von 21

Dann legen Sie die Dachelemente auf, die wie die Wandelemente mit Nut und Feder ineinander greifen. Sie werden von unten durch die Dachleiste verschraubt.

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 15 von 21

Nun montieren Sie die Inneneinrichtung. Dazu schraubt man Auflageleisten waagerecht an die Wände.

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 16 von 21

Legen Sie die vormontierten Bankelemente auf und passen Sie die Höhe der Rückenlehnen auf Ihre Körpergröße ab.
Info: Auch Holz kann sehr heiß werden und gerade auf den Bänken ist dies nicht erwünscht. Deshalb müssen in der Sauna Hölzer mit einer möglichst niedrigen Wärmeleitfähigkeit eingebaut werden. Für Bänke, Lehnen und alle Bauteile, mit denen man automatisch in Berührung kommt, eignen sich Pappel, Espe, Linde oder Abachi. Auch diese Hölzer zählen nicht zum Billigsten, verhindern aber effektiv, dass man sich sein Hinterteil verbrennt.

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 17 von 21

Es folgt die Montage des Ofens. Den Anschluss an Steuergerät und Stromnetz (380-Volt-Sarkstromnetz, 16 A) sollte ein Fachmann übernehmen.

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 18 von 21

Anschließend können Sie das Ofenschutzgitter aus Holz befestigen. Mit der beiliegenden Montageanweisung ist das kein Problem.
Vorsicht: Mit einem geeigneten Ofen kann man eine Sauna auf über 90 °C erwärmen. Entsprechend heiß kann auch das Material im Inneren werden. Nicht umsonst kommt um den Metallofen ein Schutzgitter aus Holz!

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 19 von 21

Über dem Ofen wird der Temperaturfühler montiert.

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 20 von 21

Der Temperaturfühler sorgt dafür, dass der Sauna-Ofen nicht zu heiß und nicht zu kühl wird. Er ist mit dem Steuergerät auf der Außenseite der Kabine verbunden.

Keller-Heimsauna

Keller-Heimsauna: Schritt 21 von 21

Das Steuergerät ist für die Temperaturreglung zuständig. Die Leitungen gehen dabei vom Ofen zum Steuergerät und von dort zum Stromanschluss. Da es sich meist um Stark- bzw. Drehstrom handelt, muss der Anschluss von einem Fachmann vorgenommen werden. Heben Sie die entsprechende Handwerkerrechnung auf, denn Garantieleistungen seitens der Saunahersteller hängen oft von einem fachgerecht ausgeführten Anschluss ab!

Kein Keller gleicht einem anderen, problematische Raumaufteilungen oder Platzmangel sind jedoch keine Seltenheit und oft vergleichbar. Wie Sie eine Keller-Heimsauna auch in kleinen Nischen selbst realisieren, zeigt Ihnen unser Bauherr an seinem selbst montierten Beispiel.

Warum das Schwitzen in der Heimsauna so gut tut, erfahren Sie im Video:

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Im Keller gab es bereits ein kleines Badezimmer. Beste Voraussetzung, um in dessen Nähe eine Heimsauna einzubauen. Die Bauherren wollten einen direkten Zugang zur Sauna aus dem Badezimmer. Also musste zunächst ein Loch in die Wand gerissen werden. Durch den Durchbruch erfolgt heute der Zugang zur Sauna. Die Sauna selbst steht im Nachbarraum. Früher war dort eine Ölheizung installiert mit entsprechendem Platzbedarf für Öltanks. Die Umstellung auf eine Gasheizung schuf im ehemaligen Öllagerraum Platz. Da der Hauseigentümer ohnehin neben der Sauna auch einen Werkkeller einrichten wollte, nutze er den freibleibenden Raum hinter der Sauna, um seinem Hobby nachgehen zu können. Die Sauna ist auf die räumlichen Gegebenheiten abgestimmt und misst außen etwa 1,64 m x 1,76 m.

Wichtig: Berücksichtigen Sie auch die Deckenhöhe im Keller (in unserem Fall zwei Meter), denn die Keller-Heimsauna muss allseitig mindestens fünf Zentimeter Abstand zu Wänden und Decke wahren. In diesem Zwischenraum muss Luft zirkulieren können, damit sich kein Schwitzwasser und später vielleicht Schimmel bilden kann! Bei Standard-Bausätzen kann es da schon einmal eng werden.

Keller: Heimsauna selber bauen

Das Wichtigste in der Sauna hier zuerst: der Ofen!

1. Ofennah befindet sich an der Außenwand das Steuergerät.
2. Damit man sich nicht am heißen Metallgehäuse des Ofens verbrennt, kommt außen herum eine Holzverkleidung.
3. Es folgt die Tür zum Bad,
4. eine erste Sitzfläche
5. und eine zweite darüber
6. sowie eine auf der gegenüberliegenden Seite.
7. Genug Platz für mindestens drei passionierte Sauna-Gänger.

Kauftipp: Qualitätssaunen kosten schnell 3000 Euro!
Belohnt wird man dann mit nordischer Fichte, die auf Grund der rauen klimatischen Verhältnisse nur langsam gewachsen ist und eine hohe Rohdichte aufweist. So verzieht sie sich weniger. Ebenso gut geeignet ist die Hemlocktanne aus dem Norden Kanadas. Neben der Holzart spielt auch die Behandlung nach dem Fällen eine Rolle: Das Holz muss bis zu einer Restfeuchte von zehn Prozent getrocknet und die Nuten und Federn müssen maßgenau ausgearbeitet werden, damit alles passt.

Fotos: sidm / Archiv

Das könnte Sie auch interessieren ...