Kaminanzünder Kaminfeuer richtig anzünden

Damit das Feuer im Kamin ordentlich lodert, ist es wichtig, wie man den Kamin anfeuert: Der passende Kaminanzünder sorgt dafür, dass das Brennholz schnell Feuer fängt. Hier erfahren Sie, wie Sie den Kamin anzünden – ohne Energieverluste und Feinstaub-Problematik!

Kaminanzünder kaufen

Seine angenehme Strahlungswärme, der CO2-neutrale Brennstoff Holz und die romantische Atmosphäre des (offenen) Feuers machen den Kamin so beliebt. Damit beim Feuermachen aber kein Qualm in die Wohnung zieht, müssen ein paar Dinge beachtet werden. Wir haben hier einige hilfreiche Tipps zusammengetragen, wie Sie Ihren Kaminofen oder Kamin anzünden: von der Verwendung gut abgelagerten Anzündholzes über die richtige Schichtung der Scheite im Kaminofen bis zur Wahl des geeigneten Kaminanzünders werden hier alle Fragen rund ums Kaminfeuer beantwortet!

Kamin Anzündholz
Anzündholz

Klar: Ein dicker Scheit fängt schlechter Feuer als dünnes, trockenes Anfeuerholz! Anmachholz kann man fertig geschlagen kaufen – aber auch...

Beim Kaminanzünden machen viele Verbraucher noch immer einen entscheidenden Fehler: Sie legen die Kaminanzünder in die Feuerschale und türmen darüber das Brennholz auf! Doch diese Schichtung führt zu viel Rauch und Feinstaub, weil das Kaminfeuer nur zögerlich abbrennt! Besser, Sie schüren Ihr Kaminfeuer wie im Folgenden beschrieben!

 

Anleitung: Kamin anzünden

Nutzen Sie den natürlichen Kamineffekt bereits beim Entfachen des Kaminfeuers: Ein Holzfeuer brennt "von oben nach unten" ab! So entsteht auch weniger Rauch und damit weniger gefährlicher Feinstaub! Praxistipp: Um die Scheiben Ihres Kaminofens vor Ruß zu schützen, sollten Sie darauf achten, dass das verbrannte Holz eine Restfeuchte von unter 20% aufweist! Anderfalls ist der Griff zum Kaminglasreiniger vorprogrammiert.

  1. Prüfen Sie den Zug des Kamins:
    Trotz der regelmäßigen Kehrung des Kamins durch den Schornsteinfeger, kann sich der Kamin zusetzen. Vor dem ersten Anfeuern (gerade nach der langen Sommerpause) sollten Sie daher kontrollieren, ob der Kamin Zug aufbaut: Dazu die Kaminklappe öffnen und ein brennendes Streichhol in den Kamin halten. "Zieht" die Flamme nach oben, ist der Luftstrom ausreichend. Flackert de Flamme kümmerlich vor sich hin, deutet das auf einen verstopften Kamin hin. Beugt sich die Flamme nach unten, ist der Luftstrom umgekehrt (Wind drückt in den Kamin hinunter).
  2. Zug im Kamin wieder herstellen:
    An fehlendem Zug im Kamin ist meist ein ausgekühlter Schornstein schuld. Für ausreichend Auftrieb muss die Luft im Kamin erwärmt werden! Halten Sie einfach einen laufenden (Heißluft-)Fön für ein paar Minuten nach oben gerichtet in den Schornstein. Der sorgt für eine ausreichende Vorerwärmung der Kaminwände.
  3. Brennholz aufschichten:
    Jetzt legen Sie die Grundlage für ein sauber verbrennendes und lange loderndes Kaminfeuer! Unten liegen die dicken Holzscheite, darüber stapeln Sie rechtwinklig das Anmachholz auf. In der obersten Lage finden auch die Kaminanzünder Platz. Wichtig: Der Holzstapel muss luftig aufgetürmt werden, so dass auch in ihm ein Luftzug nach oben entstehen kann!
  4. Kamin anzünden:
    Extra lange Zündhölzer oder ein Stabfeuerzeug helfen, um das Kaminfeuer anzuzünden, ohne sich die Finger zu verbrennen. Während Sie das Kaminfeuer noch anfeuern, sollten Luftzufuhr und Abzug voll geöffnet sein, um das Feuer ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Praxistipp: Eine gute, vollständige Verbrennung erkennen Sie am hellen Flammenbild!
  5. Luftzufuhr regulieren:
    Erst wenn das Feuer vom Anzündholz auf das eigentliche Brennholz übergegangen ist, sollten Sie die Luftzufuhr drosseln, um ein zu schnelles Abbrennen des Kaminholzes zu bremsen. Behalten Sie das Feuer immer im Auge, um die Luftzufuhr nachjustieren zu können.
  6. Brennholz nachlegen:
    Bei dem im Video beschriebenen Aufbau des Brennholzes im Kamin ist ein Nachlegen von Holzscheiten eigentlich nicht nötig (Menge reicht für einen gemütlichen Abend vor dem Kamin). Falls doch, warten Sie bis das Holz vollständig verbrannt ist und nur noch glühende Kohlen (keine offenen Flammen) mehr zu sehen sind, ehe Sie die Brennkammer öffnen, um Holzscheite nachzulegen. Anderfalls quillt schnell viel Qualm in den Wohnraum!
  7. Feuer kontrolliert erlöschen lassen:
    Lassen Sie die Glut im Kamin sorgfältig auskühlen, ehe Sie mit der Reinigung des Kamins beginnen! Ein Aschesauger erleichtert die Arbeit enorm.
    Werkzeug Aschesauger
    Kamin reinigen mit dem Aschesauger

    Ein Kamin muss regelmäßig gereinigt werden, mit dem Aschesauger ist der Aufwand gering

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