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Hühnerrassen Die besten Hühnerrassen für Ihren Garten

Bevor Sie sich Hühner anschaffen, sollten Sie sich zunächst mit den unterschiedlichen Hühnerrassen befassen, sonst kann es bei der Hühnerhaltung zu einigen bösen Überraschungen kommen.

Hühner sind garantiert eine Bereicherung für jeden Garten. Bei der Auswahl der Hühnerrasse ist es jedoch ratsam, sich nicht nur an Äußerlichkeiten zu orientieren. Stellen Sie sich vielmehr folgende Fragen: Was erwarten Sie von Ihren Hühnern? Köstliche Eier aus eigener Haltung – und das auch im Winter? Leckeres Fleisch am Ende ihres Lebens? Oder einen zutraulichen Gefährten, der Ihren Garten mit seiner Gesellschaft bereichert? Es gibt für jedes Bedürfnis die richtige Hühnerrasse, doch die hohe Anzahl der Hühnerrassen macht die Wahl nicht gerade leicht.

 

Der BDRG (Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter e. V.) listet 101 verschiedene Hühnerrassen und 91 Zwerghuhnrassen. Es gilt daher zunächst die Wahl etwas einzugrenzen. Dabei helfen Ihnen nicht nur, der Nutzen, den die Hühner erfüllen sollen, sondern auch die vorhandenen Bedingungen: Wie viel Platz stehen im Hühnerstall zur Verfügung? Wie groß ist der Hühnerauslauf? Und wie gut ist der Stall gegen Wind und Wetter geschützt?

 

Was für Hühnerrassen gibt es?

Hühnerrassen gibt es viele und alle einfach von A-Z aufzulisten, würde wenig nutzen und den geneigten Hobby-Hühnerhalter wohl aufgrund der endlosen Auswahl schier zur Verzweiflung treiben. Wir haben für Sie daher die beliebtesten Hühnerrassen nach Haltungszweck aufgelistet.

Legehühner: Diese Hühnerrassen legen die meisten Eier

Der Hauptgrund für die Hühnerhaltung im eigenen Garten ist wohl die ständige Verfügbarkeit frischer Eier von Hennen, bei denen Sie selbst über deren guter Haltung und Futter bestimmen können. Die meisten Hennen legen jedoch nicht täglich ein Ei. Insbesondere wenn man einen großen Bedarf an frischen Eiern hat oder der Platz im Hühnerstall und somit die Anzahl der Tiere begrenzt ist, sind Hennen mit einer hohen Legeleistung eine gute Wahl. Legehühner sind zudem sehr agil und setzen trotz ihres hohen Futterbedarfs nur sehr wenig an. Vielmehr investieren sie all die aufgenommene Energie in die Legeleistung. Die beliebtesten Arten sind:

  • Leghorn: Diese Hühnerrasse, die es nur in den Farbschlag weiß gibt, ist besonders robust und legt im ersten Jahr über 250 weiße Eier mit einem Gewicht von etwa 60 g, im zweiten über 200 und im dritten noch über 150. Leghorns haben wenig Ansprüche an Haltung und Futter. Sie wachsen schnell und haben ein lebhaftes Temperament, sind aber durchaus zutraulich.
  • Araucanas: Dieses Rassehuhn sorgt allein schon mit der Farbe seiner Eier für Aufsehen. Die über 180 etwa 50 g schweren Eier, die das Araucana im Jahr legt, sind nämlich türkisgrün und haben den Tieren den Spitznamen „Grünleger“ eingebracht. Araucanas sind einfach in der Haltung und besonders eifrige Futtersucher im Freilauf. Auf der Suche nach Futter sollen sie sogar bis zu 1,5 m hohe Zäune überwinden können, was die Einzäunung des Freilaufs etwas anspruchsvoller macht.
  • Barnevelder: Barnevelder-Hühner bringen gleich mehrere Vorteile mit sich. Neben einer Legeleistung von über 180 dunkelbraunen Eiern im Jahr, mit einem beachtlichen Gewicht von etwa 65 g, sind sie zudem besonders anfängerfreundlich und zählen zu den winterlegenden Hühnerrassen. Barnevelder sind sehr zutraulich und werden schnell handzahm.

Weitere Hennen mit einer guten Legeleistung sind zudem die Friesenhühner, Hamburger Hühner, Rheinländer Hühner, New Hampshire und Kraienköppe.

Fleischhühner: Diese Hühnerrassen setzen viel Fleisch an

Kommen Sie auch mit weniger Eiern zurecht, möchten aber regelmäßig Ihr Hühnerfleisch selber schlachten, sind Fleischhühner die Tiere der Wahl. Sie setzen besonders gut Fleisch an, wobei sie dafür nicht einmal sonderlich viel mehr essen müssen als eine Legehenne, um bis zu 5,5 kg schwer zu werden. Dafür haben sie aber eine geringere Legeleistung. Beliebte Fleischhühner sind:

  • Jersey Giants: Diese Hühnerrasse ist ein regelrechter Allrounder. Mit ihren bis zu 5,5 kg Gewicht, sind sie ein hervorragender Fleischlieferant mit einer Legeleistung von über 170 Eiern pro Jahr. Sie sind sehr robust, resistent gegen Kälte und gelten als besonders gemütlich und zutraulich.
  • Brahma: Brahma-Hühner werden im Schnitt bis zu 4 kg schwer und gelten als perfektes Anfängerhühn. Sie sind zutraulich und robust, allerdings auch sehr schreckhaft. Andere Haustiere und Kinder sollten daher nicht in der Nähe des Hühnerstalls toben. Aufgrund ihrer Federfüße muss in ihrer Haltung besonders auf Hygiene geachtet werden, da das Gefieder sonst sehr schnell verdreckt. Brahmas brüten sehr gerne und erfolgreich, sodass eine Nachzucht kein Problem darstellt.
  • Dorking: Dorkings werden etwa 4 kg schwer und zählen zu den ältesten Hühnerrassen Englands. Die Dorkings sind sehr friedlich und robust und zählen deshalb zu den anfängerfreundlichen Hühnern. Leider werden sie dennoch häufig im Wust der anderen Hühnerrassen übersehen und sind deshalb eine gefährdete Rasse. Wer sich für Dorking-Hühner entscheidet, trägt daher auch seinen Teil zur Arterhaltung der Tiere bei.

Weitere gute Fleischhühner sind Cochins, Orpingtons, Rhodeländer, Sulmtaler und Mechelner Hühner.

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Zwiehühner bzw. Hybridhühner: Die Allrounder

Zwiehühner, auch Hybridhühner genannt, liefern das Beste aus beiden Kategorien. Sie setzen besonders gut Fleisch an, überzeugen aber auch durch eine sehr hohe Legeleistung. Hybridhühner wiegen durchschnittlich 4 kg und legen etwa 200 Eier pro Jahr. Beliebte Hybridhühner sind:

  • Amrock: Die Hähne werden bis zu 4 kg schwer, und die Hennen erbringen eine Legeleistung von bis zu 220 Eier pro Jahr. Sie gelten zudem als sehr anfängerfreundlich, da sie robust, genügsam und leicht handzahm zu bekommen sind. Mit ihren gestreiftem Gefieder sind sie außerdem ein Hingucker im Garten.
  • Sussex: Bei den Sussex-Hühnern werden die Hähne bis zu 4 kg schwer, während die Hennen mit einer Legeleistung über 180 Eier pro Jahr überzeugen. Sie gelten als perfekte Anfängerhühner, sind sehr pflegeleicht und bleiben selbst bei Kleinkindern ruhig und gelassen.
  • Vorwerkhühner: Nein, nach dem Staubsauger sind diese Hühner nicht benannt, auch wenn sie im Freien eifrig jedes Futter aufpicken und somit besonders anspruchslos und anfängerfreundlich sind. Sie werden bis zu 3 kg schwer mit einer Legeleistung von durchschnittlich 160 Eiern pro Jahr. Lediglich mit der Nachzucht von Küken hat diese Rasse es schwer, da die Hennen nur ungern von sich aus glucken.

Weitere beliebte Zwiehühner sind Sundheimer, Wyandotten, Ramelsloher, Altsteirer und Deutsche Lachshühner.

Winterleger Hühnerrassen: Eier das ganze Jahr über

Viele Hobby-Hühnerhalter bedenken nicht, dass Hennen im Winter häufig keine Eier mehr legen. Durch die kälteren Temperaturen verwenden sie ihre ganze Energie darauf, warm zu bleiben, sodass die Legeleistung entsprechend nachlässt. Bei einigen Rassen sieht das jedoch anders aus. Vor allem größere Hennen mit einem dickeren Gefieder kühlen im Winter nicht so schnell aus. Dies sind allerdings meist nicht die Rassen, die als klassische Legehennen gelten. Wer das ganze Jahr über frische Eier möchte, muss daher mit einer etwas geringeren wöchentlichen Legeleistung in der warmen Jahreszeit rechnen. Zu den winterlegenden Rassen zählen unter anderem Brahmas, Rheinländer, Ramelsloher, Plymouth Rock, und Sundheimer.

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Gefiederte Freunde: Diese Hühner sind am zutraulichsten

Hühner werden in unserer heutigen Gesellschaft hauptsächlich mit Eiern und Hähnchenfleisch assoziiert, dabei können sie mit der richtigen Zuwendung regelrecht verschmust werden. Als Gartenmitbewohner und etwas eigenwilliges „Haustier“, das einen gelegentlich mit dem ein oder anderen Ei versorgt, sind Hühner ebenfalls eine Bereicherung. Besonders kleine Kinder können so den Umgang mit Tieren spielerisch lernen. Ob ein Huhn zutraulich wird, hängt dabei einerseits von der Rasse und dem Charakter des Tieres ab, andererseits davon wie viel Zeit Sie in das Tier investieren. Regelmäßige Leckerlis und Streicheleinheiten machen einige Tiere ganz schnell zu Schmusehühnern. Große Hühnerrassen gelten aufgrund ihres Gewichts gemeinhin als gemächlicher und sind weniger quirlig als ihre kleinen Artgenossen. Als besonders zutrauliche Rassen gelten Seidenhühner, Lachshühner, Orpington und Ramelsloher.

Mädchen kuschelt mit Hühnern
Mit etwas Zeit und Zuwendung werden Hühner zu echten Schmusetieren. Foto: iStock / Antonio_Diaz

Zierhühner: Pickende Gartendeko

Es gibt Hühner, die sind einfach nur schön. Sie eignen sich weder für die Eierproduktion noch als Braten und auch nicht zwingend als besonders gute Gesellschaft – und das ist auch genau so gewollt! Bei Zierhühnern handelt es sich meist um Zwergzüchtungen von konventionellen Rassen. Sie bringen häufig nicht einmal einen Kilo auf die Waage und auch ihre Eier sind entsprechend klein. Dafür sind sie jedoch eine wahre Augenweide und werden von echten Liebhabern als wandelnde Kunstwerke im Garten gehalten, überdies lassen sie sich aufgrund ihrer Größe besonders gut in kleinen Gärten halten. Das heißt natürlich nicht, dass Zierhühner nicht auch liebevolle Zeitgenossen sein können. Häufig ist eine enge Interaktion mit ihnen sogar essenziell, da sie nicht selten über sehr pflegeintensive Eigenschaften verfügen, etwa ein besonders empfindsames Gefieder oder Federfüße. Drei der schönsten Zierhuhnrassen sind:

  • Holländer Haubenhuhn: Diese Rasse fällt durch ihre üppige Haube auf, die sie wie eine große Helmfrisur auf den Kopf trägt. Die Tiere sind sehr pflegeintensiv. Die Hauben müssen mehrmals jährlich geschnitten werden, damit die Tiere noch etwas sehen können und außerdem permanent sauber gehalten und auf Parasiten überprüft werden. Sie werden in diversen Farbschlägen mit weißen Hauben oder in weiß mit schwarzen Hauben gezüchtet.
  • Yokohama: Yokohamas gehören mit zu den zierlichsten Rassen. Sie werden kaum schwerer als ein Kilogramm. Umso imposanter sind ihre langen weißen Schwanzfedern. Diese benötigen vor allem im Stall viel Platz, da sie sonst schnell verdrecken oder abbrechen. Ansonsten sind die Hühner sehr leicht zu halten und können sogar problemlos gezüchtet werden. Die Farbschläge sind entweder weiß oder rotgesattelt.
  • Seidenhühner: Seidenhühner überzeugen durch ihr seidig-weiches Gefieder und ihre Federfüße. Sie sind kälteunempfindlich und werden sehr schnell zutraulich. Aufgrund ihres Gefieders sollten sie jedoch nicht nass oder dreckig werden. Es gibt über zehn anerkannte Farbschläge.

Weitere beliebte Zierhühner sind Ayam Cemani, Phönix-Hühner, Nackthalshühner und die im Vergleich sehr großen Brahmas sowie die beliebten Zwerghühner wie Zwerg-Barthuhn, Zwerg-Dresdner oder Zwerg-Wyandotten. Bilder der sieben schönsten Zierhühner finden Sie weiter oben in der Bildergalerie.

Praxistipp: Kampfhühner gelten ebenfalls als eigene Unterkategorie von Hühnerrassen. Hahnenkämpfe sind jedoch aus gutem Grund in Deutschland verboten. Eine Haltung der Tiere ist zudem nicht einfach, da vor allem die Hähne ein gewaltiges Temperament besitzen. Als Anfänger sollten Sie daher die Finger von diesen stolzen und edlen Tieren lassen.

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