Dünnbettmörtel Wand aus Yton Plansteinen errichten

Plansteine benötigen nur unter der ersten Schicht ein dickes Mörtelbett, alle weiteren Lagen mauert man mit 1 bis 2 mm Dünnbettmörtel.

Inhalt
  1. Nachteile von Dünnbettmörtel
  2. Anleitung: Dünnbettmörtel verarbeiten
  3. Dünnbettmörtel: Innenwände richtig einbinden

Gebäudewände mauert man schon lange mit so maßgenauen Steinen, dass auf der Lagerfuge kaum noch Mörtel nötig ist – die Steine werden nahezu verklebt. Die Stoßfugen bleiben sogar weitestgehend mörtelfrei, hier werden nur an den Ecksteinen oder einzubindenden Wänden die Stoßfugen mit Dünnbettmörtel vermörtelt. Vorteil von Dünnbettmörtel: Eine dichte Wand und gute Wärmedämmung.

 

Nachteile von Dünnbettmörtel

Ein fehlendes dickes Mörtelbett hat aber einen Nachteil: Die Steine lassen sich nicht in jeder Schicht erneut ausrichten, weshalb bei Plansteinen die erste Schicht absolut lot- und waagerecht sitzen muss. Der Baustoff Porenbeton ermöglicht allerdings etwas Ausgleich mit Schleifbrett oder Hobel, was bei Ziegeln nicht möglich ist. Wichtig: Ein Überbindemaß von mindestens 40 Prozent der Steinhöhe muss eingehalten werden. Beim Ytong Planblock ergibt das mindestens 10 cm.

Wände
Mörtel anmischen

Mörtel mischen ist nicht schwer, wie unsere Anleitung Schritt für Schritt zeigt

 

Anleitung: Dünnbettmörtel verarbeiten

Die Vorteile liegen also klar auf der Hand. Doch wie genau verarbeitet man Dünnbettmörtel? Unsere kurze Anleitung und die Schritt-für-Schritt-Anleitung in der Bildergalerie oben verraten es:

  1. Zuerst muss eine Sperrschicht aus Dichtschlämme oder Dichtbahnen gegen Feuchtigkeit aufgetragen werden. 
  2. Dann folgt die erste Steinschicht. Sie wird in ein dickes Normalmörtelbett gesetzt.
  3. Dann kommt der erste Stein. Richten Sie diesen möglichst genau aus! Denn alle weiteren Steine werden danach ausgerichtet.
  4. Der nächste Stein wird mit Dünnbettmörtel an den ersten Stein geklebt. 

Wände
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Dünnbettmörtel: Innenwände richtig einbinden

Dünnbettmörtel kann man auch auf Innenwänden anwenden. So geht's!

  1. Mauerverbinder dort zur Hälfte im Mörtel der Lagerfuge einbinden, wo eine Wand anschließt.
  2. Die Verbinder hier ebenso in der Lagerfuge einbinden. Nachträglich kann man Verbindungen auch gut mit Einschlagankern herstellen.  Die Stoßfugen bei tragenden ...
  3. ... Wänden komplett vermörteln! Die weiteren Stoßfugen wieder nicht vermörteln.
  4. Dünnbettmörtel auf die Lagerfuge auftragen und Steine stumpf aneinanderstoßen.

Quelle: selbst ist der Mann 8 / 2018

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