Blauregen schneiden

Blauregen gehört zu den tollsten Kletterpflanzen. Damit er prächtig blüht, muss ein Schnitt her. Im Spätsommer sollte man die Pflanze schneiden.

Blauregen (Wisteria sinensis) gehört mit seinen riesigen Blütenrispen zu den schönsten Kletterpflanzen überhaupt und fühlt sich an sonnigen, warmen Plätzen wohl. Die Blüten der Glyzinie sind je nach Sorte weiß oder blau. Sie bilden sich nur in den stammnahen Knospen der Seitentriebe des Blauregens. Damit Sie Ihr blaues Wunder im Garten auch richtig genießen können, bedarf es eines regelmäßigen Schnitts - im Sommer wie Winter.

 

Ab wann blüht Blauregen?

Die Blütezeit des Blauregens beginnt mit Ende des Frühjahrs. In den ersten beiden Jahren nach der dem Pflanzen von Blauregen schneiden Sie im Sommer die Seitentriebe am Hauptstamm, indem Sie sie um gut die Hälfte einkürzen. Die übrigen Triebe lassen Sie so lange wachsen, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. Ab dem dritten Jahr schneiden Sie dann auch alle oberen Seitentriebe der Kletterpflanze im Juli oder August auf drei bis fünf Knospen zurück. Das entspricht einer Länge von 20 bis 25 cm.
Die anschließend neu wachsenden Triebe kommen an frostfreien Wintertagen abermals unter die Gartenschere und werden dann rigoros auf zwei bis drei Knospen zurückgeschnitten. Dann bilden die Kletterpflanzen viele Blüten.

Praxistipp: Blauregen müssen Sie jährlich schneiden, im Sommer wie im Winter. Und je mehr junge Triebe Sie schneiden, desto früher blühen sie. Bei Zeitmangel genügt auch ein Winterschnitt. Wenn die Pflanze nicht jährlich zurückgeschnitten wird, braucht sie mehrere Jahre bis zur ersten Blüte. 

 

Ist Blauregen giftig?

Alle Pflanzenteile des Blauregens sind giftig. In Samen und Hülsen steckt das Alkaloid Lektin, ein weiterer unbekannter Wirkstoff Wistarin in Rinde und Wurzeln. Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Magenbeschwerden, Durchfall, Blässe, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Kreislaufkollaps. Bereits nach dem Verzehr von zwei Samen können bei Kindern diese Beschwerden auftreten.

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Auch für Tiere kann eine Glyzinie giftig sein. Auch hier zeigt sich eine Vergiftung durch Krämpfe oder Schock-Symptome, aber auch durch Erbrechen und Durchfall. Hunde- und Katzenbesitzer sollten deshalb darauf verzichten, Blauregen im Garten zu pflanzen.

Quelle: selbst ist der Mann

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