Akku-Laubbläser Test: 12 Laubbläser mit Akku-Antrieb im Vergleich

Akku-Laubbläser ersetzen den klassischen Besen längst auch auf privaten Wegen und Grundstücken. Doch in Leistung und Dosierbarkeit gibt es große Unterschiede – so zeigt es unser großer Vergleichstest mit einem Dutzend Akku-Laubbläsern.

Akku-Laubbläser im Test
Foto: sidm / KEH
Inhalt
  1. Laubbläser: Was beachten?
  2. Welcher ist der beste Laubbläser?
  3. Aktuellen Akku-Laubbläser-Test herunterladen

Leistung ist nur durch noch mehr Leistung zu ersetzen – so könnte man unser Ergebnis im Akku-Laubbläser-Test kalauernd kommentieren. 

Diese Marken haben wir getestet:
  • AL-KO
  • Bosch
  • Dolmar
  • Gardena
  • Husqvarna
  • Makita
  • Stihl
  • Worx
  • Wolf Garten

Dennoch ist dies nicht die ganze Wahrheit, denn neben einem möglichst hohen Luftvolumen muss ein guter Laubbläser auch gut dosierbar sein – in dieser Disziplin entschied sich schließlich der Testsieg. In direkten Wettstreit traten Laubbläser aus der 36-V-Klasse und aus der Geräte-Klasse bis 20 Volt. Insgesamt vergaben die Tester 2x die Bestnote "sehr gut", 3x ein "gut" sowie 4x ein "befreidigend". Zwei Akku-Laubbläser im Test erhielten immerhin noch ein "ausreichend" als Gesamtnote.

Akku-Laubbläser im Test

 

Laubbläser: Was beachten?

Herabgefallenes Laub kann ganz schön lästig sein. Insbesondere wenn der Vorgarten, gestern noch mühevoll mit Rechen und Besen vom Laub befreit, am nächsten Tag schon wieder vollends bedeckt ist. Die Erlösung für Viele – ein Laubbläser.  Damit Sie mit der Produktauswahl zufrieden sind und die gewünschten Ergebnisse mühelos erzielt werden können, sollten Sie sich vor dem Kauf einige Gedanken machen:

  • Welche Arbeiten möchte ich mit dem Laubbläser erledigen?

  • Sollen nur Blätter oder auch kleinere Äste zusammengetragen werden?

  • Wie groß ist die zu bearbeitende Fläche?

  • Habe ich eine direkte Nachbarschaft, vor allem mit Kindern oder Tieren? 

 

Welcher ist der beste Laubbläser?

Um aus den 12 Akku-Laubbläsern im Vergleich, einen einzigen Testsieger ausfindig zu machen, haben wir insbesondere auf diese 6 Kriterien geachtet:

  1. Laubblasen: Sowohl trockenes als auch leicht feuchtes Laub wurde für den Vergleich der Akku-Laubbläser aufgebracht. Dabei musste neben einer Wegstrecke mit Randsteinen und Innenecke auch ein definiertes Kiesbett freigeblasen werden. Bei trockenem Material zeigte sich, dass einige Geräte nicht fein genug dosierbar sind.
  2. Ergonomie: Oft unterschätzt, aber immens wichtig sind Ergonomie-Fragen: Kann das Gerät bequem und in günstigem Arbeitswinkel genutzt werden? Eine verstellbare Blasrohrlänge erwies sich dabei als vorteilhaft.
  3. Verschmutzungen blasen: Festere Materialien haben wir mit Häckselgut aus Ästen simuliert. Hier konnten die Geräte mit starker Leistung gut punkten! 
  4. Blasleistung: Die reale Wirkleistung haben wir mit einem Fußball verglichen, der auf einer definierten Schräge bewegt wurde. Gewertet wurde, wie weit oben auf der Schräge der Ball durch die Luftleistung positioniert werden konnte. 
  5. Arbeiten auf Gras:  Auf unebenen Untergründen kommen schwächere Blasgeräte schnell an ihre Grenzen. Feste Verschmutzungen sind dann kaum noch zu bewegen.
  6. Sicherheit: Der TÜV Rheinland überprüfte die mechanische Festigkeit der Geräte und die Unzugäglichkeit rotierender Teile nach entsprechenden Normvorgaben. 

Akku-Laubbläser im Test

Positiv aufgefallen im Akku-Laubbläser-Test:

  • Die meisten Hersteller achten mittlerweile nicht nur auf die Leistungsfähigkeit, sondern auch auf ergonomische Faktoren. 10 der 12 Geräte konnten in Sachen Ergonomie richtig punkten!
  • Einige der gestesteten Laubbläser überzeugen mit Extra-Funktionen: ob Booster, Drehschalter oder Eco-Funktion.

Negativ aufgefallen im Akku-Laubbläser-Test:

  • Auf schwierigen Untergründen wie dem Kiesbett im Test erweisen sich leistungsstarke Geräte recht schwach. In der Dosierung schneiden viele Geräte nur mittelmäßig ab – da gibt es Verbesserungsbedarf!
  • Auch bei Feuchtigkeit haben viele Geräte Probleme – Rückstände von feuchtem Laub bleiben auf der Fläche zurück.

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Name: Husqvarna 536 LiB
Gewicht: 4,02 kg
Akkuspannung/ Akkukapazität: 36 V/ 5,2 Ah
Luftgeschwindigkeit/ Luftvolumen: 48 m/s / 11,6 m/min
Lautstärke: 82,3 dB/A
Test-Fazit: Sehr gute Reinigungswirkung, gut dosierbar, gute Ergonomie.


Name: Fuxtec EA460
Gewicht: 4,6 kg
Akkuspannung/ Akkukapazität: 120 V/ 3 Ah
Luftgeschwindigkeit/ Luftvolumen: 55 m/s / 14,5 m/min
Lautstärke: 88, 1 dB/A
Test-Fazit: Sehr stark, lange Laufzeit, aber schlecht dosierbar. Lautes Gerät.


Name: Bosch ALB 36LI
Gewicht: 2,4 kg
Akkuspannung/ Akkukapazität: 36 V/ 2 Ah
Luftgeschwindigkeit: 70 m/s
Lautstärke: 73, 1 dB/A
Test-Fazit: Klein und handlich, jedoch begrenzte Reinigungsleistung. Relativ leise.


Name: Worx WG546 E.2
Gewicht: 1,97 kg
Akkuspannung/ Akkukapazität: 18 V/ 2 Ah
Luftgeschwindigkeit/ Luftvolumen: 40 m/s / 9,6 m/min
Lautstärke: 77,6 dB/A
Test-Fazit: Gute Reinigungsleistung, aber kurze Laufzeit und sehr lange Ladezeit.


Name: Bosch ALB 18 LI
Gewicht: 1,7 kg
Akkuspannung/ Akkukapazität: 18 V/ 2,5 Ah
Luftgeschwindigkeit: 58 m/s
Lautstärke: 79,8 dB/A
Test-Fazit: Klein und handlich, jedoch begrenzte Reinigungsleistung. Gute Akkuleistung


Name: Gardena AkkuJet Li-18
Gewicht: 1,8 kg
Akkuspannung/ Akkukapazität: 18 V/ 2,6 Ah
Luftgeschwindigkeit: 53 m/s
Lautstärke: 69,4 dB/A
Test-Fazit: Tut sich bei feuchten Verschmutzungen schwer, schlecht dosierbar. Leisestes Gerät im Test.


 

Aktuellen Akku-Laubbläser-Test herunterladen

Test Akku-Laubbläser
Umfang: 6 Seiten
1,99€

Die Tabelle mit allen detaillierten Prüf-Ergebnissen zum aktuellen Laubbläser-Test mit Akku-Antrieb 09/2018 finden Sie hier als Download >>

Wie viel kostet ein Laubbläser?

Die Preise der von uns getesteten Akku-Laubbläser variieren zwischen 128€ und 790€. Teurer heißt in diesen Fall aber nicht unbedingt auch besser: zwei Geräte unter 200€ konnten im Akku-Laubbläser-Vergleich gut punkten, einige der teuren Geräte konnten dagegen nicht wirklich überzeugen. Der Laubbläser, der unserer Meinung nach die Auszeichnung für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis verdient hat, ist für 250€ erhältlich.

Wann lohnt sich ein Laubbläser?

Ob sich die Anschaffung eines Laubbläsers lohnt, ist von der individuellen Situation abhängig. Die entgegenkommende Investition tätigen die meisten Leute, wenn ihnen die Gartenarbeit zu anstrengend wird oder sie aber schlicht zu wenig Zeit haben, um im Herbst regelmäßig das Laub vor dem Haus zu entfernen. 

Wann dürfen Laubbläser eingesetzt werden?

Aufgrund ihrer Lautstärke werden Laubbläser und auch Laubsauger in die Lärmstufe II eingeordnet – das heißt, dass sie potenzielle Hörschäden auslösen können, weshalb Sie bei der Nutzung stets einen Hörschutz tragen sollten. Damit ungeschützte Nachbarn oder Tiere nicht zu sehr belästigt werden, gelten für den Betrieb von Laubbläsern geregelte Zeiten. An Werktagen (Montag-Samstag) ist die Nutzung von 9 bis 13 Uhr sowie von 15 bis 17 Uhr erlaubt. An Sonn- und Feiertagen gilt dagegen ein Verbot für die lautstarken Helfer. Je nach Gemeinde können andere oder weitere Regelungen bezüglich der erlaubten Betriebszeiten von Laubbläsern gelten – informieren Sie sich bestenfalls vorab, denn Verstöße können theoretisch mit bis zu 50.000€ bestraft werden. 

Akku-Laubbläser
Zum eigenen Schutz sollten Sie bei Arbeiten mit dem Laubbläser immer einen Hörschutz tragen. Um auch Anwohner und Tiere vor zu hoher Lärmbelästigung zu bewahren, halten Sie die geregelten Betriebszeiten ein. Foto: iStock/smileus

Sind Laubbläser gefährlich?

Nicht nur die hohe Lautstärke stellt für Nutzer und Nachbarn sowie Tiere ein Gesundheitsrisiko dar. An Laubbläsern wird kritisiert, dass Kleintiere wie Insekten keine Chance gegen sie haben und die Luftstöße oft nicht überleben. Außerdem gilt das Aufwirbeln von Pilzsporen, Tierkot und Feinstaub als gesundheitsgefährdend. Ungeschützte atmen die verschmutzte Luft oft ein.
Um bei der Laubentfernung möglichst rücksichtsvoll vorzugehen, bietet sich deshalb eher ein Laubbläser als ein Laubsauger an –  möglichst elektrisch statt benzinbetrieben.

Laubbläser vs. Laubsauger

Der Laubsauger funktioniert quasi analog zum Staubsauger. Anstatt das Laub auf einer Stelle zusammenzutragen, wird es eingesaugt und in einem integrierten Behälter gesammelt. Mittlerweile sind auf dem Markt auch kombinierte Geräte erhältlich, die sich entweder durch eine Schaltung oder aber eine einfache Umrüstung von Sauger auf Bläser umstellen lassen. Mehr Informationen zu den Vor- und Nachteilen der unterschiedlichen Modelle finden Sie hier:

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Quelle: selbst ist der Mann 9 / 2018

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