STIHL Jubiläum

100 Jahre STIHL: Vom ersten Schnitt zur Weltmarke

Seit 100 Jahren begleitet STIHL Menschen, die im Freien arbeiten. Das Unternehmen entstand aus einem Ingenieurbüro in Stuttgart.

STIHL MS 500i Centennial Edition Motorsäge in Schwarz und Grau, seitlich auf weißem Hintergrund, mit großem „100“-Schriftzug auf dem Schwert.Auf Pinterest merken
Streng limitiert – die Jubiläumssäge 2026. Foto: Hersteller / STIHL

Schon früh ging es Andreas Stihl darum, Arbeit zu erleichtern und praktikable Lösungen zu entwickeln. Dabei war Stihl in den Anfangsjahren breiter aufgestellt, als man heute vermutet. Neben Motorsägen entstanden auch andere Maschinen – etwa Traktoren oder einfache Waschmaschinen. Produkte, die zeigen: Es ging weniger um einen speziellen Gerätetyp als um den praktischen Nutzen im Alltag. Mit der Zeit wurde die Motorsäge allerdings zum Kern des Unternehmens. Die ersten Modelle waren noch schwere Geräte – von zwei Männern zu bedienen – und hatten mit dem heutigen Verständnis von Handlichkeit wenig zu tun. Doch genau hier setzte die Ingenieurskunst an: weniger Gewicht, mehr Leistung, bessere Kontrolle und erhöhte Sicherheit. Über Jahrzehnte hinweg entstanden so Werkzeuge, die den Arbeitsalltag spürbar veränderten. Parallel wuchs das Unternehmen Schritt für Schritt über Deutschland hinaus – aus einem kleinen Betrieb wurde ein international präsenter Hersteller, der bis heute familiengeprägt ist. Der technische Fortschritt hat die Arbeit im Wald über Jahrzehnte hinweg verändert. Geblieben ist bei Stihl eine gewisse Bodenständigkeit: Geräte müssen funktionieren, wenn es darauf ankommt.

1926 – Die Gründung

Schwarz-Weiß-Porträt eines Mannes im Anzug mit Fliege, leicht seitlich in die Kamera blickend.
Andreas Stihl: Der 1896 in Zürich geborene Firmengründer. Foto: Hersteller / STIHL

Andreas Stihl gründet 1926 in der Rotebühlstraße 43 in Stuttgart das „A. Stihl Ingenieurbüro“. Dort entwickelt er zunächst Dampfkessel. Für seinen Traum – die Entwicklung einer eigenen Motorsäge – benötigt er eine Werkstatt. Diese bezieht er 1927 im Hinterhof der Seyfferstraße 103. Schon 1929 stellt er seine erste tragbare Benzinmotorsäge vor – der Grundstein für das Weltunternehmen Stihl ist gelegt.

STIHLs Logoentwicklung seit 1928

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Historisches STIHL Logo mit dem Schriftzug „Stihl“ in einem stilisierten Baumstumpf.
1928 Foto: Hersteller / STIHL
Historisches STIHL Logo mit weißem Schriftzug vor einer stilisierten Holzmaserung auf schwarzem Hintergrund.
1936 Foto: Hersteller / STHIL
STIHL Logo mit orangefarbenem Schriftzug und Registrierungszeichen.
1976 Foto: Hersteller / STIHL
STIHL Logo mit weißem Schriftzug auf orangefarbenem Hintergrund.
Seit 2019 Foto: Hersteller / STIHL

1932 – Waschmaschine

Historische Werbeanzeige für die STIHL Motorwaschmaschine mit einer technischen Darstellung des Geräts.
STIHL Motorwaschmaschine aus dem Jahr 1932. Foto: Hersteller / STIHL

Da während der Wirtschaftskrise in Deutschland der Absatz der Motorsägen stagniert, baut Andreas Stihl kurzerhand Motorwaschmaschinen – Rührgeräte für Waschkessel –, die auch in Raten bezahlt werden können. Der Kassenschlager von 1932 verschwindet aber bereits fünf Jahre später wieder aus dem Programm.

1946 – Schlepper

Historische Schwarz-Weiß-Aufnahme eines Traktors mit Anhänger, der einen großen Baumstamm durch einen Wald transportiert.
STIHL Ackerschlepper beim Holztransport: Zwischen 1949 und 1963 fertigte das Unternehmen auch eigene Traktoren. Foto: Hersteller / STIHL

Traktoren von Stihl? Sie haben richtig gelesen! Von 1949 bis 1963 fertigt Stihl in der Nachkriegszeit unter anderem diesen leichten, preiswerten Ackerschlepper. Eine dazu erforderliche Montagehalle, hohe Entwicklungskosten sowie anfängliche Fehlfunktionen der Ölpumpe dämpfen aber den Erfolg. Danach entwickelt sich der Verkauf erfreulich – bis große Traktorenhersteller den Markt übernehmen.

Historische Schwarz-Weiß-Aufnahme eines Mannes, der mit einer motorisierten Säge eine vereiste Fläche bearbeitet.
Hafenhelfer: Mit dieser Schlittensäge (um 1950) können eingefrorene Schiffe befreit oder Eisplatten herausgetrennt werden. Foto: Hersteller / STIHL
Historische technische Illustrationen zu STIHL Motorsägen mit Detaildarstellungen von Bauteilen und Mechanismen in Orange, Schwarz und Weiß. - Foto: Hersteller / STIHL
Von AV-System bis QuickStop

Vibrationen dämpfen, Emissionen reduzieren, Sicherheit erhöhen: Stihl setzt Standards für Arbeitssicherheit, Gesundheit und Umweltverträglichkeit mit Entwicklungen wie QuickStop, Katalysator, Antivibrations-Griff und MotoMix-Kraftstoff.

1959 – Gokart-Ära

Die Begeisterung von Hans Peter Stihl und seinem Schwager Willy Schetter für den Gokart-Sport, der 1959 aus den USA nach Europa schwappt, führt dazu, dass Stihl zu den ersten deutschen Herstellern von Gokart-Motoren zählt. Dafür wird der Motor der Stihl Contra-Motorsäge modifiziert. Ab 1963 konzentriert sich Stihl wieder aufs Kerngeschäft.

Historische Schwarz-Weiß-Aufnahme eines Mannes mit Helm und Schutzbrille in einem motorisierten Gokart.
Gokart mit modifiziertem STIHL Contra-Motor. Foto: Hersteller / STIHL

2009 – Akku-Entwicklung

Nahaufnahme einer STIHL Motorsäge beim Durchtrennen eines Holzstamms, während Sägespäne durch die Luft fliegen.
Die MSA 160 C-BQ von 2011 ist die erste Akku-Motorsäge von Stihl. Foto: Hersteller / STIHL

2009 wurden die ersten Akku-Geräte bei Stihl eingeführt – in Form der Heckenscheren HSA 65 und HSA 85. Seitdem wird die Akku-Technologie im Hause Stihl konsequent weiterentwickelt. Mit ALLPRO stellt Stihl in diesem Jahr die jüngste Akkugeneration für den Profianwender vor.

Person in Schutzkleidung beim Sägen eines Baumstamms mit einer STIHL Akku-Motorsäge im Wald.
ALLPRO ist die neuste Akku-Entwicklung aus 2026. Foto: Hersteller / STIHL

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