100 Jahre STIHL: Vom ersten Schnitt zur Weltmarke
Seit 100 Jahren begleitet STIHL Menschen, die im Freien arbeiten. Das Unternehmen entstand aus einem Ingenieurbüro in Stuttgart.
Schon früh ging es Andreas Stihl darum, Arbeit zu erleichtern und praktikable Lösungen zu entwickeln. Dabei war Stihl in den Anfangsjahren breiter aufgestellt, als man heute vermutet. Neben Motorsägen entstanden auch andere Maschinen – etwa Traktoren oder einfache Waschmaschinen. Produkte, die zeigen: Es ging weniger um einen speziellen Gerätetyp als um den praktischen Nutzen im Alltag. Mit der Zeit wurde die Motorsäge allerdings zum Kern des Unternehmens. Die ersten Modelle waren noch schwere Geräte – von zwei Männern zu bedienen – und hatten mit dem heutigen Verständnis von Handlichkeit wenig zu tun. Doch genau hier setzte die Ingenieurskunst an: weniger Gewicht, mehr Leistung, bessere Kontrolle und erhöhte Sicherheit. Über Jahrzehnte hinweg entstanden so Werkzeuge, die den Arbeitsalltag spürbar veränderten. Parallel wuchs das Unternehmen Schritt für Schritt über Deutschland hinaus – aus einem kleinen Betrieb wurde ein international präsenter Hersteller, der bis heute familiengeprägt ist. Der technische Fortschritt hat die Arbeit im Wald über Jahrzehnte hinweg verändert. Geblieben ist bei Stihl eine gewisse Bodenständigkeit: Geräte müssen funktionieren, wenn es darauf ankommt.
1926 – Die Gründung

Andreas Stihl gründet 1926 in der Rotebühlstraße 43 in Stuttgart das „A. Stihl Ingenieurbüro“. Dort entwickelt er zunächst Dampfkessel. Für seinen Traum – die Entwicklung einer eigenen Motorsäge – benötigt er eine Werkstatt. Diese bezieht er 1927 im Hinterhof der Seyfferstraße 103. Schon 1929 stellt er seine erste tragbare Benzinmotorsäge vor – der Grundstein für das Weltunternehmen Stihl ist gelegt.
STIHLs Logoentwicklung seit 1928
1932 – Waschmaschine

Da während der Wirtschaftskrise in Deutschland der Absatz der Motorsägen stagniert, baut Andreas Stihl kurzerhand Motorwaschmaschinen – Rührgeräte für Waschkessel –, die auch in Raten bezahlt werden können. Der Kassenschlager von 1932 verschwindet aber bereits fünf Jahre später wieder aus dem Programm.
1946 – Schlepper

Traktoren von Stihl? Sie haben richtig gelesen! Von 1949 bis 1963 fertigt Stihl in der Nachkriegszeit unter anderem diesen leichten, preiswerten Ackerschlepper. Eine dazu erforderliche Montagehalle, hohe Entwicklungskosten sowie anfängliche Fehlfunktionen der Ölpumpe dämpfen aber den Erfolg. Danach entwickelt sich der Verkauf erfreulich – bis große Traktorenhersteller den Markt übernehmen.


Vibrationen dämpfen, Emissionen reduzieren, Sicherheit erhöhen: Stihl setzt Standards für Arbeitssicherheit, Gesundheit und Umweltverträglichkeit mit Entwicklungen wie QuickStop, Katalysator, Antivibrations-Griff und MotoMix-Kraftstoff.
1959 – Gokart-Ära
Die Begeisterung von Hans Peter Stihl und seinem Schwager Willy Schetter für den Gokart-Sport, der 1959 aus den USA nach Europa schwappt, führt dazu, dass Stihl zu den ersten deutschen Herstellern von Gokart-Motoren zählt. Dafür wird der Motor der Stihl Contra-Motorsäge modifiziert. Ab 1963 konzentriert sich Stihl wieder aufs Kerngeschäft.

2009 – Akku-Entwicklung

2009 wurden die ersten Akku-Geräte bei Stihl eingeführt – in Form der Heckenscheren HSA 65 und HSA 85. Seitdem wird die Akku-Technologie im Hause Stihl konsequent weiterentwickelt. Mit ALLPRO stellt Stihl in diesem Jahr die jüngste Akkugeneration für den Profianwender vor.

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