Palmkohl

Schwarzkohl-Rezepte für das gesunde Blattgemüse

Palmkohl ist eine relativ unbekannte Kohlsorte. Dabei ist das klassische Wintergemüse reich an Vitaminen und Ballaststoffen. Erfahren Sie mehr über den schmackhaften Schwarzkohl und entdecken Sie leckere Rezepte für die unterschätzte Grünkohl-Alternative.

Palmkohl
Foto: istock / Mona Makela
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Schwarzkohl, auch toskanischer Palmkohl genannt, gilt als die Mutter vieler anderer Kohlsorten (z. B. Rosen- oder Grünkohl), ist bei uns aber eher weniger bekannt – zu unrecht! Palmkohl – leicht erkennbar an seinen dunkelgrünen, lanzettförmigen Blättern – enthält viel Vitamin C, B und Ballaststoffe. Das würzige Wintergemüse ist in Italien sehr beliebt und weit verbreitet – daher eben auch sein Trivialname Italienischer Kohl oder kurz Toskana-Kohl!

In Deutschland ist Palmkohl beinahe völlig in Vergessenheit geraten – völlig zu unrecht! Die uralte Varietät des Gemüsekohls gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse. Anders als der bei uns bekannte Grünkohl schmeckt Schwarzkohl etwas zarter und ist wegen seines milden Geschmack ideal als Rohkost-Zugabe in Salaten geeignet. Eine der wohl bekanntesten Sorten ist der Palmkohl Nero di Toscana.

Wo wächst Schwarzkohl?

Nach langer Pause wird Schwarzkohl nicht mehr nur in Italien, sondern auch wieder auf deutschen Feldern angebaut. Wie die meisten Kohlarten benötigt auch der Schwarzkohl nährstoff- und kalkhaltige Böden. Auf schweren Lehmböden mit einem pH-Wert von 6 bis 7,5 in einem sonnigen aber windgeschützten Beet fühlt sich der Palmkohl besonders wohl. Praxistipp: Schwarzkohl lässt sich auch hervorragend im eigenen Garten anbauen!

Dort wächst das Blattgemüse schnell heran, so dass der erste Kohl meist schon zwei Monate nach der Aussaat geerntet werden kann. Die ideale Zeit für die Aussaat von Palmkohl ist Mitte Mai. Ab Ende Juli bis in die Wintermonate hinein kann der Schwarzkohl dann geernet werden. Allerdings ist die Kohlsorte aufgrund ihrer italienischen Herkunft nicht ganz frosthart und sollte daher vor der Frostperiode abgeerntet werden.

Ist Schwarzkohl gleich Grünkohl?

Wegen seiner mangelnden Frosthärte benötigt Palmkohl – anders als der bei uns bekannte Grünkohl – keine Frosteinwirkung, um seinen vollen Geschmack zu entfalten. Seinen Geschmack beschreiben viele als milder und feiner als Grünkohl.

Schwarzkohl
Foto: Fotolia / uckyo

Auch im Wuchs lässt sich Schwarzkohl leicht von Grünkohl unterscheiden. Seine schwarzgrünen, blasigen, leicht nach unten gerollten Blätter sind schmal und bis zu 80 cm lang, während Grünkohl breitere und krausere Blätter ausformt. Die Blätter der alten italienischen Kohlgemüses ähneln hingegen Palmwedel, daher auch der Name Palmkohl. In der Farbe sind seine Blätter deutlich dunker als beim Grünkohl, daher das Synonym Schwarzkohl.

Wann hat Schwarzkohl Saison?

Schwarzkohl sollte je nach Sorte zwischen Juli und (spätestens) November geerntet werden. Weil Palmkohl nicht frosthart ist, endet seine Saison bei uns im Spätherbst.

Palmkohl zubereiten

Der leicht süßlich schmeckende Kohl lässt sich besonders leicht und schnell zubereiten, da er wesentlich kürzer gegart werden muss als seine Verwandten. Dank seines besonderen, nussigen Aromas ist er in der Küche vielseitig einsetzbar: Neben klassisch-deftigen Rezepten schmeckt er auch als Pesto, im Smoothie oder als selbstgemachte Schwarzkohl-Chips.

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Leckeres Schwarzkohl-Rezept

Unser Favorit ist der deftige Palmkohlsalat unserer Kolleg*innen von lecker.de: In Kombination mit süßem Apfel und würzigem Bacon verleihen die gewellten Palmkohlblätter diesem knackigen Wintersalat einen unvergleichlichen Geschmack!

Wie gesund ist Schwarzkohl?

In deutschen Gemüsebeeten ist Schwarzkohl leider in Vergessenheit geraten: Dabei liefert das Blattgemüse beachtliche Mengen Vitamin C, Beta-Carotin, Vitamin K1, Kalium, Kalzium und B-Vitamine. Diese Kohlsorte ist also ein echter Immunbooster.

Warum gilt Palmkohl als Superfood?

  • Vitamin B6  sorgt für gute Nerven ...
  • ... Vitamin C für ein starkes Immunsystem. 
  • Kalium und Calcium kräftigen Knochen und Muskulatur
  • Sein hoher Anteil an Antioxidantien fängt freie Radikale im Körper ein.

Außerdem: Palmkohl enthält besonders viele Ballaststoffe, die für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl sorgen!

Kann man Schwarzkohl einfrieren?

Frisch vom Feld (aus dem eigenen Garten oder direkt vom Markt) schmeckt Palmkohl immer noch am besten! Im Kühlschrank bleibt Schwarzkohl einige Tag lang frisch. Praxistipp: Kohlblätter waschen, trocken wedeln und in ein leicht feuchtes Küchentuch aus Baumwolle einschlagen und im Gemüsefach des Kühlschranks verstauen.

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Um Palmkohl längere Zeit haltbar zu machen, sollte man die gesäuberten Kohlblätter blanchieren und unverzüglich in kleinen Portionen einfrieren. Eingefrorener Schwarzkohl sollte dann bis zum nächsten Frühling aufgebraucht werden.

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