Vergleich: 12 Winkelschleifer im Test

12 Winkelschleifer der 125-mm-Klasse ließen in unserem Winkelschleifer-Test die Funken fliegen. Wer mit den Geräten Metall trennen will, muss oft den Kauf einer dafür vorgeschriebenen Schutzhaube einkalkulieren.

Test Winkelschleifer
Diese Marken haben wir getestet:
  • AEG
  • Black & Decker
  • Bosch
  • Einhell
  • Kress
  • Mac Allister
  • Makita
  • Metabo
  • MyTool (Hellweg)
  • Ryobi
  • Skil
  • Worx

Technisch konnten alle Geräte in unserem Winkelschleifer-Test bestehen, im Labor des TÜV Rheinland zeigten alle getesteten Maschinen zunächst durchaus ähnliche Kennwerte. Um so überraschter waren wir von den teilweise deutlichen Abweichungen in unseren Praxisprüfungen. Letztlich erhielt nur ein Winkelschleifer im Vergleich die Bestnote "sehr gut", im breiten Mittelfeld landeten neun Schleifgeräte mit der Note "gut", Schlusslichter waren zwei Winkelschleifer mit der Note "befriedigend".

Winkelschleifer: Was ist das?

Ein Winkelschleifer wird auch Trennschleifer oder umgangssprachlich Flex genannt. Sie verfügen über eine runde Trenn- oder Schleifscheibe. Ein Winkelschleifer ist vielseitig und kann für verschiedene Schleif,- Bürst- und Polierarbeiten genutzt werden. Zusätzlich ist ein Winkelschleifer ein nützliches Werkzeug für das Entgraten von Stein und Metall.

 

Welcher Winkelschleifer ist der beste?

Bei der riesigen Auswahl an Winkelschleifern weiß man gar nicht, welchen man auswählen soll. Damit Ihnen die Wahl etwas erleichtert wird, stellen wir hier unsere Vor- und Nachteile aus dem Winkelschleifer-Vergleich vor.

Positiv aufgefallen im Winkelschleifer-Test

  • An allen Maschinen kann die Abdeckhaube werkzeuglos eingestellt werden.
  • Die Drehzahl kann bei fast allen Maschinen angepasst werden.

Negativ aufgefallen im Winkelschleifer-Test

  • Bei vielen Geräten ist die Scheibenbefestigung zum Lösen der Scheiben schwergängig.
  • Winkelschleifer mit einer langen Bauform sind für Trennarbeiten unpraktisch.

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Welchen Winkelschleifer kaufen?

Abgesehen von den Vor- und Nachteilen gibt es aber auch weitere Punkte, die man beachten sollte. In unseren Tests achten wir immer besonders auf die Sicherheit. Worauf Sie beim Kauf von einem Winkelschleifer noch achten sollten, erfahren Sie hier.

  • Ergonomie: Sind Knöpfe und Schalter gut zu erreichen und leicht zu bedienen? Liegen die Griffe beim Trennen und Schruppen gleichermaßen günstig in der Hand?
  • Sicherheits-Check: Technischer Aufbau, elektrischer Anschluss sowie Aufdrucke und Bedienungsanleitung werden vom TÜV Rheinland auf Normkonformität überprüft.
  • Dauerlauf-Test: In einer Dauerprüfung nach Norm müssen die Maschinen ihre Standfestigkeit beweisen.
  • Praxisprüfung: Hier haben wir Rohre getrennt und Flachstahl geschruppt, um die Handhabung zu beurteilen.
  • Zuleitung: Je länger, je lieber – gute Noten gibt es für eine lange Leitung, die einen großen Aktionsradius erschließt.
  • Werkzeugwechsel: Hier haben wir sowohl den Wechsel der Scheibe als auch die Verstellung der Schutzhaube bewertet.
  • Unterbringung: Die Maschine sollte möglichst mit Zusatzhandgriff und montierter Scheibe in einen stabilen Koffer passen.

Nach dem Sie nun wissen, welche Vor- und Nachteile uns aufgefallen sind und worauf man beim Kauf von einem Winkelschleifer achten sollte, möchten Sie sicher wissen, wer unser Testsieger ist. Das erfahren Sie in unserer Test-Tabelle (Download weiter unten). Zwei der getesteten Modelle stellen wir Ihnen hier kurz vor:


Winkelschleifer für Heimwerker

Name: Bosch PWS 13-125 CE
Aufnahmeleistung (W): 1300
Gewicht (kg): 2,73
Fazit: Ausgewogene, leicht handhabbare Maschine, Trennen nur mit Zubehör


Profi-Winkelschleifer

Name: Makita 9565 CVR
Aufnahmeleistung (W): 1400
Gewicht (kg): 2,92
Fazit: Sehr handlich, leicht bedienbar, Trennen nur mit Zubehör


 

Aktuellen Winkelschleifer-Test herunterladen

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12 Winkelschleifer sind in unserem Test gegeneinander angetreten. Doch welcher ist der Testsieger und konnte uns überzeugen? In unserer detaillierten Test-Tabelle erfahren Sie alle Noten, Wertungen und sehen, welche Winkelschleifer wir verglichen haben. Die Tabelle aus dem Heft 07/2011 können Sie hier downloaden >>

Winkelschleifer: Wie viel Watt?

Für welchen Anwendungsbereich welcher Winkelschleifer benutzt werden kann, hängt auch von der Aufnahmeleistung (in Watt) ab. Die Winkelschleifer in unserem Test hatten eine Aufnahmeleistung zwischen 750 und 1400 Watt. Ab 500 Watt reicht die Leistung zum Polieren. Ab 1000 Watt kann man auch schleifen. 1500 Watt benötigen Winkelschleifer zum Durchtrennen von einfachen Materialien.

Winkelschleifer: Welche Größen gibt es?

Winkelschleifer gibt es in verschiedenen Größen. Der Durchmesser kann dabei 115, 125, 150, 180, 230 oder 300 mm betragen. Wir haben Winkelschleifer mit einem Durchmesser von 125 mm getestet. Diese Größe ist für jegliche Anwendungen gut geeignet und gehört zu den weit verbreitetsten Modellen.                                                              

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Winkelschleifer: Welche Scheibe?

Die Scheiben von Winkelschleifern sind nicht nur in verschiedenen Größen erhältlich, sondern auch für verschiedene Arbeiten. Hauptsächlich unterscheidet man zwischen Schleifscheiben und Trennscheiben. Besonders Diamantscheiben sind beim Trennen von Stein oder Beton sehr beliebt.

 

Wie teuer ist ein Winkelschleifer?

Wir konzentrierten uns beim Prüfen auf Geräte zwischen 50 und 200 Euro. In dieser Preisklasse sind schon viele brauchbare Modelle zu finden. Gelegentliche Heimwerker können daher gern zu günstigen Produkten greifen. Mehr Leistung, eine bessere Ausstattung wie werkzeuglose Scheibenbefestigung oder gar einen Koffer finden sich jedoch allein bei den höherpreisigen Modellen. 

 

Was können Winkelschleifer mit Akku?

In unserem Test stellen wir keine akkubetriebenen Winkelschleifer vor, aber auch diese Geräte haben eine Berechtigung. Sie benötigen keine Stromquelle in der Nähe, um zu funktionieren. Kleinere Projekte im Garten oder am Haus lassen sich so schnell erledigen. Gute Geräte erhalten ihre notwendige Spannung von Lithium-Ionen-Akkus, die eine langerhaltende Stromversorgung garantieren. Für Modelle mit den üblichen 125 mm großen Scheiben ist eine Spannung von 18 Volt ausreichend. Die Leerlaufdrehzahl liegt je nach Modell zwischen 6.000 und 10.000 Umdrehungen pro Minute. 

Oft gibt es die Geräte mit Sanftanlauf, sodass sie beim Einschalten nicht ruckartig anspringen - damit wird das Arbeiten mit ihnen präziser und gut kontrollierbar. Nachteil ist jedoch das vergleichsweise hohe Gewicht aufgrund des Akkus. Die Geräte wiegen üblicherweise zwischen drei und vier Kilogramm. Und noch etwas: Selbst der beste Akku hat eine begrenzte Betriebszeit. Der Kauf eines Zweitakkus ist daher eine sinnvolle Investition, um ungewollte Arbeitspausen gleich von vornherein zu vermeiden. Aber auch Ladegeräte sind in der Grundausstattung oft nicht dabei. Planen Sie daher diese Kosten beim Kauf unbedingt mit ein. 
 

Quelle: selbst ist der Mann 7 / 2011

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