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Winkelschleifer-Test 2023 8 Winkelschleifer im Vergleich

Winkelschleifer erlauben die schnelle Bearbeitung harter Materialien – doch einige Winkelschleifer im Test mit dem TÜV Rheinland zeigten enttäuschend wenig Kraftreserven.

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8 Winkelschleifer im Vergleich
Wie gut sind aktuelle Winkelschleifer? Foto: sidm/MMM
Inhalt
  1. Winkelschleifer: Was ist das?
  2. Welcher ist der beste Winkelschleifer im Test?
  3. Winkelschleifer kaufen: Worauf achten?
  4. Aktuellen Winkelschleifer-Test herunterladen

Extreme Drehzahlen bis deutlich über 10 000 Umdrehungen pro Minute sorgen dafür, dass am Rand von Trenn- und Schruppscheiben Geschwindigkeiten bis rund 80 Meter pro Sekunde (fast 290 km/h) erreicht werden – Voraussetzung für einen flotten Arbeitsfortschritt selbst in Stahl und Beton. Das haben wir auch bei unserem Winkelschleifer-Vergleich gemerkt.

Diese Marken haben wir getestet:
  • AEG
  • Black & Decker
  • Bosch
  • Einhell
  • Skil
  • Stanley

Doch wie gut sind die Winkelschleifer-Modelle im Winkelschleifer-Vergleich? Wir haben 8 Modelle getestet. Neben Winkelschleifern von den nebenstehenden Herstellern haben wir auch ein Gerät von Trotec und Kynast getestet. Insgesamt verlief der Test recht erfreulich. Gleich zwei Winkelschleifer konnten mit der Bestnote "sehr gut" überzeugen. Vier weitere erhielten immerhin eine "gute" Note. Einmal wurde ein "befriedigend" und ein "ausreichend" vergeben.

 

Winkelschleifer: Was ist das?

Ein Winkelschleifer wird auch Trennschleifer oder umgangssprachlich Flex genannt. Sie verfügen über eine runde Trenn- oder Schleifscheibe. Ein Winkelschleifer ist vielseitig und kann für verschiedene Schleif,- Bürst- und Polierarbeiten genutzt werden. Zusätzlich ist ein Winkelschleifer ein nützliches Werkzeug für das Entgraten von Stein und Metall.

Was ist der Unterschied zwischen einer Flex und einem Winkelschleifer?

Umgangssprachlich wird zu Winkelschleifern auch oft Flex gesagt. Doch eigentlich kann man Flex nicht als Synonym für Winkelschleifer nutzen. Denn Winkelschleifer ist eine Werkzeuggattung und Flex ist eine Marke. Das ist also so ähnlich wie bei Tempo. Auch hierbei sagt man häufig Tempo anstatt Taschentuch.

 

Welcher ist der beste Winkelschleifer im Test?

Bei der riesigen Auswahl an Winkelschleifern weiß man gar nicht, welchen man auswählen soll. Damit Ihnen die Wahl etwas erleichtert wird, stellen wir hier unsere Vor- und Nachteile aus dem Winkelschleifer-Vergleich vor.

Positiv aufgefallen im Winkelschleifer-Test

  • Der Zusatzgriff ist bei allen Maschinen beidseitig montierbar.
  • Sicher: Typisch ist die Werkzeugbefestigung mit Zweiloch-Mutter.

Negativ aufgefallen im Winkelschleifer-Test

  • Bei einigen Geräten begrenzt die Schutzhaube die mögliche Arbeitstiefe.
  • Manche Schaltköpfe sind nur für Rechtshänder ausgelegt.
Schnell getrennt: Selbst Gehwegplatten aus Beton werden mit der richtigen (Diamant-)Scheibe flott bearbeitet. Foto: sidm / MMM
 

Winkelschleifer kaufen: Worauf achten?

Abgesehen von den Vor- und Nachteilen gibt es aber auch weitere Punkte, die man beachten sollte. In unseren Tests achten wir immer besonders auf die Sicherheit. Worauf Sie beim Kauf von einem Winkelschleifer noch achten sollten, erfahren Sie hier.

  • Ergonomie: Neben Gummierungen an Gehäuse und Zusatzgriff gingen hier auch eine Vibrationsminderung, die Verstellung der Schutzhaube und die Eignung für Linkshänder in die Bewertung ein.
  • Praxis: Die praktische Erprobung bildete den Schwerpunkt unseres Tests. Dabei haben wir Trenn- und Bearbeitungsversuche an verschiedenen Materialien vorgenommen – neben Metall auch Fliesen, Holz und Beton. Bewertet wurde dabei auch, ob die Geräte genügend Leistungsreserven aufweisen und bei der jeweiligen Anwendung sehr gut handhabbar sind.
  • Lärmmessung: Winkelschleifer sind aufgrund der hohen Drehzahlen laut, wir haben die Belastung des Anwenders am Ohr gemessen. Tagen Sie unbedingt einen geeigneten Lärmschutz!
  • Sicherheit: Im Sicherheits-Check überprüfte der TÜV Rheinland alle Maschinen in Hinblick auf die wesentlichen Kriterien der einschlägigen Norm.

Nach dem Sie nun wissen, welche Vor- und Nachteile uns aufgefallen sind und worauf man beim Kauf von einem Winkelschleifer achten sollte, möchten Sie sicher wissen, wer unser Testsieger ist. Das erfahren Sie in unserer Test-Tabelle (Download weiter unten). Ein paar der getesteten Modelle stellen wir Ihnen hier kurz vor:


Hersteller und Modell: Einhell TE-AG 125/1010 CE Q
Gewicht (mit Trennscheibe, g): 2150
Aufnahmeleistung (W): 1010
Fazit: Der Einhell TE-AG ist ein leistungsfähiger Winkelschleifer mit einfacher Bedienung und dicker Bauform.


Hersteller und Modell: Stanley FMEG20-QS
Gewicht (g): 1950
Aufnahmeleistung (W): 850
Fazit: Leistungsfähiger Winkelschleifer, Schalter etwas unpraktisch


Hersteller und Modell: Trotec PAGS 11-125
Gewicht (g): 2250
Aufnahmeleistung (W): 1200
Fazit: Lange Bauform, in der Praxis spürbar begrenzte Leistung, nicht tauglich für Linkshänder


 

Aktuellen Winkelschleifer-Test herunterladen

8 Winkelschleifer sind in unserem Test gegeneinander angetreten. Doch welcher ist der beste Winkelschleifer und konnte uns überzeugen?

Winkelschleifer-Test
Umfang: 6 Seiten
kostenlos!
PDF herunterladen »

Neben dem Testsieger finden Sie in unserem ausführlichen Vergleich auch das Preis-Leistungs-Verhältnis und unseren Preis-Leistungs-Sieger (Preis-Tipp!). In unserer detaillierten Test-Tabelle erfahren Sie alle Noten, Wertungen und sehen, welche Winkelschleifer wir verglichen haben. Die Tabelle aus dem Heft 01/2023 können Sie hier downloaden >>

Sicherheit beim Arbeiten mit Winkelschleifern

Damit es beim Arbeiten nicht gefährlich wird, müssen Sie auf das richtige Werkzeug achten! Mit Trennscheiben darf aufgrund der Bruchgefahr deshalb auf keinen Fall geschliffen und geschrubbt werden – Bruchstücke der Scheibe könnten aufgrund der hohen Fliehkraft zu gefährlichen Geschossen werden. Bei Trennarbeiten soll außerdem eine beidseitig geschlossene Haube genutzt werden. Tragen Sie außerdem unbedingt eine Schutzbrille, Handschuhe und einen Gehörschutz, denn die Geräte sind durchweg laut, auch der Abtrag am Werkstück ist in der Regel mit einer hohen Lärmbelastung und starkem Funken- oder Materialflug verbunden. Die von uns getesteten Maschinen können mit 125-mm-Trenn- und Schruppscheiben betrieben werden.

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Wie viel Watt sollte ein Winkelschleifer haben?

Für welchen Anwendungsbereich welcher Winkelschleifer benutzt werden kann, hängt auch von der Aufnahmeleistung (in Watt) ab. Die Winkelschleifer in unserem Test hatten eine Aufnahmeleistung zwischen 600 und 1200 Watt. Ab 500 Watt reicht die Leistung zum Polieren. Ab 1000 Watt kann man auch schleifen. 1500 Watt benötigen Winkelschleifer zum Durchtrennen von einfachen Materialien.

Wie wichtig ist die Motorleistung?

Dass eine hohe Leistung wichtig ist, konnten wir in unserem Test ganz praktisch erfahren: Bei Trennarbeiten, aber auch beim Schrubben angerosteter Metallflächen sank die erwartete hohe Drehzahl bei einigen Maschinen merklich ab. Keine Überraschung also, dass unser Testsieger mit 1010 Watt eine der höchsten Leistungen des Motors im Test aufweist, das zweitplatzierte Modell bietet sogar 1200 Watt. Allerdings ist die angegebene Aufnahmeleistung nicht alles – so konnten auch Geräte mit etwas schwächeren Motoren überzeugen, eine Maschine mit hoher Leistungsangabe hingegen geriet beim Trennen von Stein und Beton dennoch an die Leistungsgrenze. Ein billiger Winkelschleifer ist noch schneller überfordert, weist aber auch nur eine Aufnahmeleistung von 600 Watt aus. Dennoch hat dieses Modell – neben dem geringen Kaufpreis – auch Stärken. So ist sie besonders kompakt gebaut und mit einem flächigen Schalter leicht zu bedienen – die mit Werkzeug nur umständlich zu verstellende Schutzhaube ist dagegen freilich nicht zeitgemäß.

Winkelschleifer: Welche Größen gibt es?

Winkelschleifer gibt es in verschiedenen Größen. Der Durchmesser kann dabei 115, 125, 150, 180, 230 oder 300 mm betragen. Wir haben Winkelschleifer mit einem Durchmesser von 125 mm getestet. Diese Größe ist für jegliche Anwendungen sehr gut geeignet und gehört zu den weit verbreitetsten Modellen.

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Sind kompakte Winkelschleifer besser?

Die Modelle in unserem Test weisen meist eine kompakte Bauform mit kurzem Gehäuse des Motors auf. Aber ist das besser? Das hat Vor- und Nachteile: Kompakte Maschinen können beweglicher geführt werden, was sich beim Entgraten und Schleifen unregelmäßig geformter Werkstücke bewährt. Allerdings ist bei diesen Geräten das als Griff genutzte Motorgehäuse in der Regel ziemlich dick und kann mit kleineren Händen schlechter gehalten werden – das betrifft vor allem Geräte mit hoher Leistung. Die lang gebauten Geräte sind im Griffbereich sehr viel schlanker und bieten einen langen Hebel gegen die Rotationsbewegung des Antriebs – dafür müssen die Führungsbewegungen größer ausfallen. Da ein größerer Umfang beim Gehäuse des Motors nicht stört, sind in beiden Modellen dieser Art starke 1200-Watt-Motoren eingebaut.
Praxistipp: Auch Stiftung Warentest hat einen Winkelschleifer-Test durchgeführt. Dieser Vergleich ist allerdings von 2010 >>

Winkelschleifer: Welche Scheibe?

Die Scheiben von Winkelschleifern sind nicht nur in verschiedenen Größen erhältlich, sondern auch für verschiedene Arbeiten. Hauptsächlich unterscheidet man zwischen Schleifscheiben und Trennscheiben. Besonders Diamant-Trennscheiben sind beim Trennen von Stein oder Beton sehr beliebt.

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Wie teuer ist ein Winkelschleifer?

Wir konzentrierten uns beim Prüfen auf Geräte zwischen 23 und 130 Euro. In dieser Preisklasse sind schon viele brauchbare Modelle zu finden. Gelegentliche Heimwerker können daher gern zu günstigen Produkten greifen. Mehr Leistung, eine bessere Ausstattung wie werkzeuglose Scheibenbefestigung oder gar einen Koffer finden sich jedoch allein bei den höherpreisigen Modellen.
Praxistipp: Winkelschleifer erhalten Sie im Online-Shop teilweise günstiger. Schauen Sie also auch in den Online-Shops der Hersteller nach den Preisen.

Was können Winkelschleifer mit Akku?

In unserem Test stellen wir keine Akku-Winkelschleifer vor, aber auch diese Geräte haben eine Berechtigung. Akku-Winkelschleifer benötigen keine Stromquelle in der Nähe, um zu funktionieren. Kleinere Projekte im Garten oder am Haus lassen sich mit einem Akku-Winkelschleifer so schnell erledigen. Sehr gute Geräte erhalten ihre notwendige Spannung von Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion), die eine langerhaltende Stromversorgung garantieren. Für Akku-Winkelschleifer mit den üblichen 125 mm großen Scheiben-Durchmesser ist eine Spannung von 18 Volt ausreichend. Die Leerlaufdrehzahl liegt je nach Akku-Winkelschleifer zwischen 6.000 und 10.000 Umdrehungen pro Minute.

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Oft gibt es Akku-Winkelschleifer mit Sanftanlauf, sodass sie beim Einschalten nicht ruckartig anspringen - damit wird das Arbeiten mit ihnen präziser und sehr gut kontrollierbar. Nachteil ist jedoch das vergleichsweise hohe Gewicht aufgrund des Akkus. Die Akku-Winkelschleifer wiegen üblicherweise zwischen drei und vier Kilogramm. Und noch etwas: Selbst der beste Akku hat eine begrenzte Betriebszeit. Der Kauf eines Zweitakkus ist daher eine sinnvolle Investition, um ungewollte Arbeitspausen gleich von vornherein zu vermeiden. Aber auch Ladegeräte sind in der Grundausstattung oft nicht dabei. Planen Sie daher diese Kosten beim Kauf unbedingt mit ein.

Wie kann man Werkzeug an dem Winkelschleifer montieren?

Standard ist längst eine werkzeuglos arretierbare Antriebswelle, um die sichere Werkzeugmontage zu vereinfachen – alle Maschinen weisen dafür einen Druckknopf auf dem Getriebegehäuse auf. Allerdings muss man diesen bei einigen Maschinen ziemlich tief drücken, bevor die Welle blockiert – das behindert einen schnellen Wechsel. Eine Maschine hat statt dem üblichen Stirnlochschlüssel einen werkzeuglosen Spannflansch – er ist auch mit Handschuh leicht zu bedienen und vereinfacht den Werkzeugwechsel deutlich. Da das Gewinde der anderen Maschinen ebenfalls die Größe M14 aufweist, können Sie einen solchen Spannflansch auch an jedem anderen gängigen Winkelschleifer nutzen. Einziger Nachteil: Die werkzeuglose Mutter trägt etwas mehr auf als die übliche Zweiloch-Version – bei allen unseren Praxistests störte dies jedoch nicht. Weniger universell passend sind doppelseitig geschlossene Schutzhauben, die beim Trennen statt der serienmäßig meist einseitig offenen Haube verwendet werden sollen. Achten Sie beim Kauf des Gerätes darauf, dass dieses Zubehör verfügbar ist.

Quelle: selbst ist der Mann 1 / 2023

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