Teppichboden verlegen ohne Kleben

Das nervige Abkratzen der Kleberrückstände beim Herauslösen des Teppichbodens entfällt bei diesem Exemplar. So können Sie den Teppichboden verlegen – ohne Kleben.

(1/14)
Teppichboden: Verlegen ohne Kleben

Teppichboden verlegen ohne Kleben

Rollenware auslegen

Teppichboden verlegen: Schritt 1 von 13

Rollen Sie die Teppichbodenbahn mit Überstand zur Wand aus; berücksichtigen Sie auch Heizkörper- und Fensternischen.

Teppichboden einschneiden

Teppichboden verlegen: Schritt 2 von 13

Messen Sie Fenster- und andere Nischen aus und schneiden den Teppich von der Rückseite ein.

Auslegeware über Nacht ruhen lassen

Teppichboden verlegen: Schritt 3 von 13

Lassen Sie den Teppichboden über Nacht so liegen, damit er sich akklimatisiert und später nicht verzieht oder schrumpft.

Teppichboden andrücken

Teppichboden verlegen: Schritt 4 von 13

Teppich dann mit der Rückseite einer Scherenklinge in den Winkel zwischen Wand und Boden drücken.

Teppichboden zuschneiden

Teppichboden verlegen: Schritt 5 von 13

Anschließend die Überstände mittels Cutter mit etwa 5 bis 8 mm Abstand zur Wand abschneiden.

Ausschnitte für Heizungsrohre

Teppichboden verlegen: Schritt 6 von 13

Ermitteln Sie den Abstand von der Wand bis zu den Heizungsrohren und übertragen ihn auf die Teppichrückseite.

Heizungsrohre. Einschnitte im Teppichboden

Teppichboden verlegen: Schritt 7 von 13

Schneiden Sie den Teppich dann mit Cutter oder Schere entsprechend der Markierungen ein.

Runde Ausschnitte für Heizungsrohre herstellen

Teppichboden verlegen: Schritt 8 von 13

Rundungen erst grob mit dreieckig zulaufenden Schnitten (Akklimatisierung!) und erst am Tag darauf exakt herstellen.

Aisschnitte an Türlaibung

Teppichboden verlegen: Schritt 9 von 13

An Türzargen den Teppich umschlagen, auf Stoß heranschieben und Stück für Stück zuschneiden (Zulage unter Schnittstelle legen).

Übergangsprofil einsetzen

Teppichboden verlegen: Schritt 10 von 13

In Türdurchgängen, in denen der Estrich eine Fuge hat, wird ein Profil eingesetzt – hier ein Übergangsprofil (Clipstech von Alfer). Das Trägerprofil wird auf dem Estrich verschraubt, ...

Teppichboden abschneiden

Teppichboden verlegen: Schritt 11 von 13

dann kann der Teppichboden bündig abgelängt werden, ...

Übergangsprofil aufklemmen

Teppichboden verlegen: Schritt 12 von 13

... ehe abschließend das Dekorprofilaufgeklemmt wird.

Sockelleiste aus Teppichboden

Teppichboden verlegen: Schritt 13 von 13

Die Teppichboden-Sockelleiste haben wir einfach mit doppelseitigem Klebeband an der Wand befestigt.

Teppichboden können Sie in Räumen bis zu 50 Quadratmetern lose verlegen – ausrollen, zuschneiden, fertig. Sie sparen dadurch nicht nur Zeit und Geld, sondern Sie können den Teppich auch jederzeit, z.B. beim Umzug, rückstandsfrei entfernen. Vor allem für Mieter ein wichtiges Argument, aber auch für Eigentümer im Renovierungsfall sehr praktisch.

Teppichboden verlegen ohne Kleben

Die lose Verlegung von Teppichboden ist oft mit Ärger verbunden: Der Bodenbelag verrutscht. Der Hersteller des hier vorgestellten Bodenbelags verspricht jedoch eine sichere Verlegung auch in großen Räumen bis 50 Quadratmeter. Ultratex Quick nennt sich das System, in dem zehn verschiedene Teppichbodenserien angeboten werden. Die Auswahl an Farben, Mustern und Materialien ist also groß. Wir wählten einen roten Teppichboden aus der Serie Tendresse. Das Polmaterial (Garn der Oberseite) besteht hierbei aus Polyacryl, der Träger aus Polypropylen. Die Teppichbahnen weisen eine Breite von 500 cm und eine Höhe von 8,2 mm auf, wobei die Polhöhe 3,7 mm beträgt. Es ist somit ein weicher und rücken-schonender Belag, der auch eine gute Trittschalldämmung von 24 Dezibel erzielt.

Video Platzhalter
Video: Show Heroes

Teppichboden mit Gütesiegel

Darüber hinaus wurde der Teppichboden mit dem GUT-Umweltsiegel und dem Siegel der Europäischen Teppichgemeinschaft ausgezeichnet. Letzteres gibt Auskunft über Qualität, Einsatzbereich und Eignung des Bodens. Das Umweltsiegel wird Produkten verliehen, die unter ökologisch vertretbaren Gesichtspunkten hergestellt werden und die Gesundheit der Verbraucher nicht beeinträchtigen.

Was bei der Verlegung zu beachten ist

Als Untergrund eignen sich Estrich, Parkett, Laminat, PVC und Linoleum. Es sollten jedoch keine größeren Unebenheiten vorhanden sein, und natürlich darf der Untergrund nicht porös oder dreckig sein. Vor der Verlegung sollten Sie den vorhandenen Boden also gründlich reinigen. Alles weitere ist hauptsächlich Maßarbeit. Legen Sie den Teppich mit Überstand zu den Wänden auf den Boden und messen erst einmal alle Nischen aus, um den Belag dann entsprechend mit einem Universalmesser zuschneiden zu können. Achten Sie darauf, Entlastungsschnitte vorzunehmen und die Überstände erst am nächsten Tag abzuschneiden. Wenn der Boden sich nämlich noch ans Raumklima gewöhnen muss und sich deshalb verzieht, liegt der Teppich nach Zuschnitt und Verlegung nicht mehr vollflächig aus – kein schönes Ergebnis.

Auch wenn Heimwerkern die lose Verlegung bei diesem Produkt zu empfehlen ist, so sei darauf hingewiesen, dass sich der Teppichboden auch mit Klettband, Fixierung oder Klebstoff verlegen lässt. Auf Treppen sollte in jedem Fall eine vollflächige Verklebung mit Dispersionsklebstoff erfolgen, damit nichts verrutscht.

Fotos: sidm / Archiv

Das könnte Sie auch interessieren ...