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Geht auch ganz einfach:

Strauchschnitt Anleitung und Tipps zum Sträucherschneiden

Sträucher werden im Garten gerne zur Zierde oder als natürlicher Sichtschutz gepflanzt. Aus ästhetischen Gründen, aber auch um die Blüten- und Fruchtbildung zu fördern, ist ab und zu ein Strauchschnitt nötig.

Sträucher verschönern mit ihren Blüten und Früchten nicht nur unseren Garten, sondern dienen auch Insekten, Vögel und Co. als Nahrung. Damit die Pflanzen gesund wachsen, benötigen Sie – neben einem auf ihre Bedürfnisse angepassten Boden, einer Nährstoffzufuhr durch Dünger sowie ausreichend Wasser und Sonnenlicht – auch gelegentlich einen Rückschnitt. Beim Strauchschnitt müssen Sie nicht jedes Jahr zur Schere greifen, es reicht, wenn Sie alle zwei bis drei Jahre einen Rückschnitt vornehmen.

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Eine Ausnahme bilden jedoch Ziersträucher, sie sind meist jährlich zu schneiden. Generell gilt: Wächst der Strauch rasant, sind die Triebe der Pflanze verholzt oder fällt die Blütenbildung deutlich geringer aus als im Jahr davor, ist das Gewächs zurückzuschneiden.

 

Der richte Zeitpunkt zum Strauchschnitt

Wann der beste Zeitpunkt für den Strauchschnitt alter Triebe ist, hängt vom Lebenszyklus der Pflanze ab. Während Frühjahrsblüher nach der Blüte geschnitten werden sollten, ist bei sommerblühenden Sträuchern Anfang des Jahres ein Rückschnitt sinnvoll. So haben sie genügend Zeit für die Bildung neuer Blütenknospen. Der Holunder zählt beispielsweise zu den Frühblühern. Bei ihm sollte der Strauchschnitt im Herbst bis spätestens Mitte Oktober erfolgen. Die Hortensie gehört widerum zu den sommerblühenden Sträuchern und ist idealerweise Ende Februar oder Anfang März zurückzuschneiden.

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Strauchschnitt - so geht's:

Es kommt nicht nur darauf an, wann der Strauchschnitt erfolgt, sondern auch, an welcher Stelle die Pflanzen geschnitten werden. Dazu gibt es verschiedene Schnitttechniken. Man unterscheidet zwischen Auslichtungs- und Verjüngungsschnitt. Während Ersterer verwendet wird, um die Blütenbildung anzuregen bzw. die Pflanze in Form zu bringen, wird der Verjüngungsschnitt angewandt, wenn Sträucher jahrelang gar nicht oder falsch geschnitten wurden. Wo abgeschnitten wird, hängt zudem davon ab, ob es sich um einen sommerblühenden Strauch oder einen Frühblüher handelt. Anhand der zwei Zeichnungen unten zeigen wir Ihnen, was bei den beiden Sträucherarten zu beachten ist:

Frühjahrsblüher:

Frühjahrsblüher können nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Foto: Thomas Heß

Der Strauchschnitt von Frühjahrsblühern sollte nach der Blüte erfolgen. Dabei sind die blühfaulen Ast- und Zweigpartien zu entfernen, damit die neuen Zweige sich besser entwickeln können. Alle zwei bis drei Jahre sind die ältesten Triebe bodennah zu kappen.

Sommerblüher:

Sommerblüher lassen sich nach dem letzten Frost radikal zurückschneiden. Foto: Thomas Heß

Sommerblüher brauchen nach dem Winter einen kräftigen Rückschnitt. Die abgeblühten Vorjahrestriebe sind auf gut 5 bis 10 cm Länge zurückzuschneiden. Je stärker Sie die alten Triebe einkürzen, umso schöner blühen die Sträucher in der nächsten Saison.

Natürlich kann man Sträucher auch aus ästhetischen Gründen schneiden, um sie z. B. zu Kugeln, Würfeln oder Kegeln zu formen. Hierfür eignen sich u. a. sommergrüne Sträucher. Es gilt: Je akkurater die Form werden soll, desto häufiger muss geschnitten werden. Der Formschnitt ist von Ende April bis Ende August möglich, dabei ist jedoch auf brütende Vögel in den Sträuchern zu achten.

Beim Strauchschnitt ist es zudem wichtig, scharfe Gartengeräte zu verwenden. Hierfür benötigen Sie eine Säge, eine Astschere und eine Gartenschere.
Während die Gartenschere für kleine Schnitte zum Einsatz kommt, ist die Astschere für Zweige mit einem Durchmesser bis 3 cm gedacht. Alles ab einer Stärke von 3 cm wird mit einer Astsäge zurückgeschnitten.

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Quelle: selbst ist der Mann 4 / 2022

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