Schimmel in der Dusche

Schimmel in der Dusche ist in vielen Haushalten ein Problem. Das liegt vor allem daran, dass im Bad die perfekten Voraussetzungen vorliegen. Was gegen Schimmel in der Dusche hilft und wie Sie Schimmel vermeiden können, erfahren Sie hier.

Schimmel in der Dusche
Schimmel in der Dusche betrifft oft die Fugen. Foto: iStock / Marcus Krauss
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Neben der Küche ist das Bad wohl das Zimmer, welches am häufigsten von Schimmel betroffen ist. Schwarze Fugen und Ecken schaden dann nicht nur der Optik, sondern auch Ihrer Gesundheit. Daher ist es wichtig, dass Sie den Schimmel in der Dusche frühzeitig entfernen.

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Aber was hilft am besten gegen Schimmel in der Dusche? Wir geben Tipps zum Entfernen und Vorbeugen von Schimmel.

Wie entsteht Schimmel in der Dusche?

Schimmelsporen befinden sich immer in der Luft. Diese sind aber erstmal nicht schädlich. Finden Sie dann aber gute Bedingungen setzen sie sich ab. Das kann im Bad häufiger der Fall sein als in anderen Räumen. Der Grund dafür ist ganz einfach: Feuchtigkeit. Denn für den Wachstum benötigt Schimmel eine hohe Luftfeuchtigkeit und einen Nährboden. Das Badezimmer ist daher einfach der perfekte Ort. Denn durch das Baden oder Duschen entsteht viel warme Luft und Feuchtigkeit, die sich im Bad staut. Seifenreste, Hautschuppen, Haare, Fugen, Wände mit Tapete und Duschvorhänge sind dann der ideale Nährboden.

Um Schimmel im Bad zu entfernen, können Sie auch die Tipps aus dem folgenden Video befolgen:

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Praxistipp: Auch bei einer geringen Luftfeuchtigkeit kann es zu Schimmel im Bad kommen. Denn dann kann auf kalten Oberflächen (z.B. dem Fenster) Tauwasser entstehen.

Schimmel in der Dusche: Was tun?

Sollten Sie Schimmel in der Dusche entdecken, heißt es frühzeitig handeln. Denn sonst kann sich der Schimmel ungehindert weiter ausbreiten. Ein einfaches Überstreichen der Stellen mag zwar der Optik helfen, doch schon bald darauf wird sich der Schimmel wieder zeigen. Wir zeigen die besten Tipps zum Schimmel entfernen.
Praxistipp: Und was hilft gegen schwarzen Schimmel in der Dusche? Auch bei schwarzem Schimmel sind die folgenden Mittel geeignet.

Die besten Hausmittel gegen Schimmel im Bad

Wer den Schimmel entfernen möchte, kann auch einfache Hausmittel verwenden. Das hat den Vorteil, dass die Produkte meist günstig zu erhalten sind und man keine Spezialprodukte braucht. Zusätzlich dazu sind sie für die Umwelt besser und lösen, anders als chemische Mittel, keine Beschwerden bei Menschen und Tieren aus. Als Hausmittel eignen sich z.B. Essig, hochprozentiger Alkohol oder Wasserstoffperoxid.
Praxistipp: Auch beim Entfernen mit diesen Hausmitteln sollten Sie einen Mund- und Nasenschutz tragen.

Essig ist in fast allen Haushalten vorhanden. Um damit nun aber Schimmel zu entfernen, muss es Essigessenz sein. Denn normaler Essig für Salate und Dressings reicht nicht aus. Den Essig geben Sie dann am besten auf ein Tuch und reiben die befallenen Stellen im Badezimmer damit ein. Bevor Sie ihn dann mit einem trockenen Tuch abwischen, lassen Sie ihn etwa 30 Minuten einwirken. Zur Entfernung von kleinen Stellen ist Essig ideal, die Schimmelsporen bleiben aber bestehen. Das heißt, dass Sie die Stellen evtl. öfter behandeln müssen.

Praxistipp: Verwenden Sie Essig nicht bei Wänden aus Kalk. Der Kalk würde nämlich die Säure neutralisieren und die Essigessenz wirkungslos machen. Stattdessen kann es sogar sein, dass der Schimmel in der Wand einen noch besseren Nährboden findet und noch besser wachsen kann.

Auch Alkohol oder Brennspiritus kann zur Entfernung von Schimmel behilflich sein. Beide Lösungen lassen den Schimmelpilz vertrocknen, da sie desinfizieren und dem Schimmel Wasser entziehen. Wichtig ist nur, dass es sich um eine 70-prozentige Konzentration handelt. Zur Behandlung geben Sie auch hier mit einem Tuch etwas Alkohol auf die betroffenen Stellen und lassen diesen 30 Minuten einwirken. Da Alkohol einen sehr starken Geruch verbreitet, sollten Sie kräftig lüften. Nachteil bei Alkohol: Er verflüchtigt sich sehr schnell. Die Anwendung müssen Sie mehrmals durchführen.

Das dritte Hausmittel ist Wasserstoffperoxid. Als fünfprozentige Lösung wird es einfach auf die Stelle aufgetragen und muss ebenfalls 30 Minuten einwirken. Wichtig ist hierbei, dass die Stelle trocken ist. Dieses Hausmittel erhalten Sie meist in der Apotheke.
Unser Tipp: Ziehen Sie einen Schutzanzug oder alte Kleidung an. Denn Wasserstoffperoxid kann die Kleidung sonst bleichen.

Chemische Reiniger gegen Schimmel

Wer keine Hausmittel verwenden möchte, kann auch auf chemische Mittel zurückgreifen. Viele dieser Mittel bestehen aus einer Chlor-Basis. Zur Verwendung befolgen Sie am besten die Herstellerangaben. So verwenden Sie es auf jeden Fall richtig. Da der Schimmel auch nach dieser Behandlung wiederkommen kann, kann es sein, dass Sie den Schimmel mehrmals behandeln müssen. Auch hier gilt: Tragen Sie Schutzkleidung und lassen Sie frische Luft ins Badezimmer.

Wie bekomme ich schwarzen Schimmel aus Silikonfugen?

Fugen aus Silikon gibt es in jedem Bad. Wenn es dann zu Schimmel im Bad kommt, betrifft es häufig auch die Fugen. Vereinzelte schwarze Flecken können Sie dann mit den bereits genannten Mitteln entfernen. Hält der Schimmel sich hartnäckiger, können Sie auch Scheuermittel benutzen. Beliebt ist dabei Backpulver. Dieses vermischen Sie mit Wasser, so dass ein dicker Brei entsteht. Geben Sie ihn dann auf die Fugen und lassen Sie den Brei eine Stunde einwirken. Wenn es nötig ist, können Sie den Schimmel auch mit einer alten Zahnbürste abschrubben. Anschließend nehmen Sie die Backpulver-Mischung mit einem feuchten Tuch ab und trocknen die Fugen.
Praxistipp: Lassen sich die Fugen nicht reinigen, können Sie diese auch mit neuem Silikon ausbessern oder ganz erneuern. Das ist auch in der Wohnung, in der Sie zur Miete wohnen, möglich.

Badezimmer: Schimmel in der Dusche vermeiden

Um den Schimmel im Badezimmer nicht ständig zu entfernen, helfen oft nur wenige Handgriffe im Alltag, um den Schimmel zu vermeiden. Wir zeigen Ihnen 7 Tipps, mit denen Sie Schimmel vorbeugen:

  • Duschvorhang: Wenn Sie nach dem Duschen den Duschvorhang ausbreiten, sammelt sich in den Falten keine Feuchtigkeit und bietet keinen Nährboden für Schimmel.
  • Textilien: Handtücher sollten Sie regelmäßig trocknen und auswechseln. Badetücher min. einmal in der Woche, Handtücher sogar alle 2-3 Tage austauschen. Nasse Handtücher hängen Sie am besten direkt zum Trocknen auf die Heizung.
  • Richtig Lüften: Die Luftfeuchtigkeit senken Sie durch ein regelmäßiges Lüften. Nach dem Duschen oder Baden: Fenster auf, Türe zu. Sie haben kein Fenster im Bad? Dann lassen Sie die Lüftung etwas länger laufen. Geht auch das nicht können Sie ein Fenster gegenüber dem Bad öffnen und die Türe vom Bad öffnen.

  • Fliesen: Nach dem Duschen können Sie die Fugen abziehen und abtrocknen. Wenn Sie zusätzlich auch noch die Duschtasse oder Badewanne abtrocknen, befindet sich im Bad noch weniger Feuchtigkeit. Das gefällt dem Schimmel nicht.
  • Entfeuchter: Für das Bad gibt es spezielle Entfeuchter. Sind Ihnen diese zu teuer, helfen auch kleine Säckchen oder Keramikdosen mit Salz.
  • Heizen: Im Badezimmer sollten stets 23 Grad Celsius herrschen. Das ist die ideale Temperatur und vermeidet eine zu hohe Luftfeuchtigkeit.

Unser Tipp: Mit einem Hygrometer wissen Sie stets, wie hoch die Feuchtigkeit im Bad ist. Wenn dieses eine Feuchtigkeit von über 70% oder unter 50% anzeigt, sollten Sie lüften.

Wie gefährlich ist Schimmel in der Dusche?

Schimmelsporen liegen immer in der Luft. Und das ist auch nicht weiter tragisch. Denn diese sind nicht gefährlich. Gefährlich werden sie erst, wenn Sie sich irgendwo ablegen. Denn dann können sie Probleme verursachen. Kopfschmerzen, Atemwegsprobleme oder Asthma sind dabei nur drei der Symptome. Besonders gefährlich ist Schimmel für Allergiker, Menschen mit gesundheitlichen Problemen oder einem geschwächten Immunsystem. Daher sollten Sie Schimmel auch im Badezimmer rechtzeitig entfernen.
Praxistipp: Besonders bei älteren Menschen ist das Risiko höher.

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