Test: 10 Linienlaser im Vergleich

Beim Fliesenlegen, Tapezieren und Bilderaufhängen ersparen Linienlaser ein umständliches Hantieren mit Wasserwaage und Senklot. Zehn Kreuzlaser haben wir mit dem TÜV Rheinland einem Test unterzogen. Die Ergebnisse unseres Linienlaser-Tests: Laser-Nivelliergeräte erlauben eine gute Vergleichbarkeit der verschiedenen Linienlaser auf dem Markt.

Linienlaser Test
Diese Marken haben wir getestet:
  • Bosch
  • DeWalt
  • KWB
  • Laserliner
  • Lux
  • Stabila
  • Stanley

Aktuelle Lasergeräte sind in der Praxis leicht zu benutzen und liefern zuverlässige Ergebnisse – so könnte man unseren Test auf den Punkt bringen. Deutliche Unterschiede gibt es allerdings bei der Nutzung in größeren Räumen. Vier der zehn Linienlasern im Test sind für kleine Projekte und sechs für den Innenausbau geeignet. Preislich lagen die Geräte zwischen 60 und 390 Euro und wurden von uns gemeinsam mit den Prüfern des TÜV Rheinland in unserer Werkstatt auf Herz und Nieren geprüft. Erfreulich: Alle Linienlaser im Vergleich waren in der Praxis leicht zu benutzen und lieferten zuverlässige Ergebnisse. Die nebenstehenden Marken wurden im Linienlaser-Test verglichen, welcher zur folgender Verteilung der Noten führte: Zwei Linienlaser erhielten die Note "sehr gut", sieben Modelle wurden mit "gut" ausgezeichnet und ein Gerät bekam ein "befriedigend" von den Testern.

Linienlaser: Was ist das?

Mit einem Kreuzlaser ist ein aufwendiges Nivellieren und Einmessen beim Tapezieren und Fliesenlegen passé: Einfach den Laser einschalten, auf eine halbwegs waagerechte Unterlage stellen und den Strahl in die richtige Position bringen – fertig. Selbst ein Markieren auf der Wand entfällt, wenn man einfach bei eingeschaltetem Laser arbeitet. Doch was kann ein Linienlaser? Ein Linienlaser kann gerade Linien anzeigen und Ihnen so die Arbeit mit Wasserwaage und Co. erleichtern. So hilft ein Linienlaser beim Tapezieren, bei Malerarbeiten, beim Ausrichten von Regalen oder Bildern.

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Welcher Linienlaser ist der beste?

Linienlaser sind äußerst praktisch! Wenn Sie dann auch ordentlich funktionieren. In unserem Vergleich von Linienlasern sind uns ein paar Vor- und Nachteile häufiger begegnet. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Positiv aufgefallen im Linienlaser-Test

  • Bei fast allen Modellen reichen die Batterien länger als einen Arbeitstag.
  • Nur zwei Linienlaser haben keine Tasche oder Aufbewahrungsbox.
  • Eine Schrägposition von Linien ist mit fast allen getesteten Geräten möglich, sie ist bei Arbeiten im Treppenhaus oder in der Dachschräge nützlich.

Negativ aufgefallen im Linienlaser-Test

  • Einige der Geräte liefern nicht die vom Hersteller versprochenen Reichweiten.
  • Bei vielen Lasergeräten wird die Markierung über weitere Entfernungen nicht nur dunkler, sondern auch ziemlich dick.
  • Oft sind die Geräte nur knapp erklärt, Tipps zur richtigen Nutzung fehlen.
Auch während der Arbeit kann man sich die Linien anzeigen lassen.
 

Welchen Linienlaser kaufen?

Wer sich einen Linienlaser kaufen möchte, möchte ein Gerät, dass möglichst genau arbeitet. Doch welcher Linienlaser erfüllt diese Anforderungen? Unser Test und die folgenden Punkte können Ihnen bei der Entscheidung helfen, so dass Sie das richtige Gerät für Ihre Arbeit finden.

  • Sichtbarkeit: In dieser Disziplin gab es die größten Unterschiede, einige der Lasermarkierungen waren bei Zimmerbeleuchtung schon in der vom Hersteller zugesagten Entfernung nicht mehr sinnvoll interpretierbar. Dabei kommt es auf die Helligkeit des Lasers an, jedoch auch auf die Schärfe der dargestellten Linie.
  • Markierungsbreite: Bei größeren Wurfweiten wird auch die projizierte Markierung breiter – wir haben nachgemessen. In 20 Metern Entfernung wird die angezeigte Linie bei einigen Geräten schon recht breit.
  • Höhenabweichung: Fast alle Laser sind so exakt wie eine Schlauchwasserwaage, auch über weite Entfernungen. Alle Wasserwaagen zeigen zudem eine exakt waagerechte Markierung an der Wand.
  • Auto-Nivellierbereich: Alle Geräte nivellieren den Laser mindestens im angegebenen Justierbereich exakt aus.
  • Bedienung: Anwendung und Montage haben wir in ausführlichen Praxisversuchen ermittelt – in einer Wohnumgebung ebenso wie im Innenausbau.
 

Aktuellen Laserlinien-Test herunterladen

Linienlaser helfen beim Heimwerken und verhindern unnötiges Hantieren. Doch wie genau lässt sich in der Praxis mit den Geräten arbeiten? Unsere Test-Tabelle zeigt es Ihnen.

Linienlaser-Test
Umfang: 6 Seiten
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Im Test haben wir 10 Linienlaser getestet und verglichen. Doch welcher Linienlaser ist gut? Und welcher ist unser Testsieger? Die Tabelle mit den detaillierten Einzel-Ergebnissen zum aktuellen Linienlaser Test 09/2016 finden Sie hier als Download >>

Wie funktioniert ein Linienlaser?

Ein Linienlaser fächert den Laserstrahl auf. Dies geht mit zwei Methoden: Brechung und Beugung. Bei der Brechung werden Linsen verwendet, bei der Beugung werden durch Ätzen in Glas Gitter erstellt. Eine einfache Linie kann durch Zylinderlinsen erstellt werden, Muster müssen mit einer Brechung erstellt werden. Damit sich ein Laserstrahl erzeugen lässt werden mittlerweile fast nur noch Laserdioden verwendet. Diese sind wie Leuchtdioden aufgebaut, haben aber verspiegelte Flächen. Beim Lichtschnittverfahren wird eine Linie über das zu vermessende Objekt geführt und das Laserlicht wird reflektiert von der Kamera erfasst.

Wie genau ein Linienlaser funktioniert, zeigt dieser Beitrag:

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Wie funktioniert ein Linienlaser?

Für Vermessungen ist der Linienlaser ein wichtiges Gerät. Aber wie funktioniert es?

Quelle: selbst ist der Mann 9 / 2016

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