Krippenfiguren

Keine Krippe ohne Krippenfiguren: Erst die figürliche Darstellung der Geburt Jesu macht aus dem ärmlichen Stall eine Weihnachtskrippe! In Größe, Machart und Material sind Krippenfiguren heute sehr verschieden – am beliebtesten sind aber nach wie vor detailreich gearbeitete Krippenfiguren aus Holz.

Krippenfiguren
Foto: Alexas_Fotos / pixabay

Zur Weihnachtszeit steht unter vielen Tannenbäumen immer noch eine Krippe: Die idealisierte Szene im Stall von Bethlehem erinnert gläubige Christen an die Menschwerdung des Sohnes Gottes. Zur Grundausstattung zählen in jedem Fall Maria, Josef und das Jesu-Kind. Diese drei Krippenfiguren reichen, um die Weihnachtsgeschicte zu erzählen: Maria bringt ihr Kind in einem Stall zur Welt und bettet den Säugling eine Krippe voll sauberen Strohs.

Zur Bauanleitung

Reicher wirkt die bekannte Szenerie, wenn auch der Engel und die Tiere – Ochs und Esel – Zeuge der Geburt des Erlösers werden. Weitere Krippenfiguren, wie etwa die Hirten auf dem Feld oder die drei Weisen aus dem Morgenland, können ebenfalls in der oder nahe der Krippe aufgestellt werden, um die biblische Geschichte sichtbar werden zu lassen.

 

Krippenfiguren aus Holz

Handwerklich gefertigte Krippenfiguren aus Holz sind in der Regel geschnitzt: Aufwendig sind die Mimik der Gesichter und der Faltenwurf der Gewänder in den Holzrohling geschnitten. Bei edlen Hölzern reicht es dann, die Krippenfiguren mit Öl einzulassen. Einfachere Holzfiguren werden in der Regel farblich gefasst, also bemalt.

Krippenfiguren

 

Krippenfiguren aufstellen

Wenn der Weihnachtsbaum aufgestellt wird, richten die meisten Menschen auch die Krippe darunter ein. Dabei gelten für das Aufstellen der Krippenfiguren eigentlich strenge religiöse Regeln: Der leere Stall und die Hirten auf dem nahen Feld können schon zu Beginn der Adventszeit aufgestellt werden. Maria, Josef betreten die Stallkrippe am heiligen Abend, das Jesu-Kind liegt ab dem 1. Weihnachtsfeiertag im Trog und lächelt uns an. Zum Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar kommen die Heiligen Drei Könige dazu.

Die Krippe darf bis zum Ende der Weihnachtszeit stehen bleiben: Nach römischem Ritus dauert sie bis zum Fest der "Darstellung des Herrn" am 2. Februar (auch "Maria Lichtmess" genannt), in der ordentlichen Form bis zur "Taufe des Herrn", dem Sonntag nach "Heilige drei Könige"! Hier ist auch für Protestanten der letzte Termin, die Krippe abzubauen.

Krippenfiguren
Übrigens: Krippen samt figürlicher Darstellungen der heiligen Familie sind seit dem Jahr 1562 bekannt. Foto: Myriams-Fotos /pixabay
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