Hobelmaschine von Scheppach

Hobel zählen bereits seit der Antike zum Repertoire des Handwerkers. Die ältesten erhalten Handhobel stammen aus der römischen Kaiserzeit. Aber so alt ist unsere ausprobierte elektrische Hobelmaschine von Scheppach noch nicht.

Wie mit einem Handhobel wird mit der Hobelmaschine von Scheppach "gehobelt": Das heißt, dass mit einem Hobeleisen oder einem Hobelmesser Holzspäne abgetragen werden. Bei unserer Hobelmaschine wird das Material mittels einer Messerwelle abgeschnitten. Wir haben die Hobelmaschine von Scheppach "selbst ausprobiert".

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Kompakt und vielseitig: Diese Eigenschaften treffen auf die Hobelmaschine Plana 3.1c von Scheppach zu, die dank günstigem Einstiegspreis von rund 1500 Euro auch für Heimwerker interessant ist. Der Umbau vom Abricht- zum Dickenhobel gestaltet sich bei dieser Hobelmaschine einfach. Nur an das Absenken des Flurtischs auf mindestens 130 mm muss man achten, sonst lässt sich die Absaughaube nicht schwenken.

 

Scheppach Hobelmaschine: Technische Daten

Die technischen Daten der Hobelmaschine von Scheppach sprechen für sich:  Das Gerät besitzt ein Einzugssystem beim Dickenhobeln mit gummierten Vorschubwalzen. Der Motor mit 2,3 kW ist leistungsstark und erbringt auch eine gleichblebende Leistung beim Hobeln bei hartem Holz. Der etwa 175 Kilogramm schwere Hobel sorgt schon mit seinem Eigengewicht für einen sicheren und vibrationsarmen Stand. Die Hobelbreite der elektrischen Hobelmaschine beträgt 250 Millimeter. Die Vorschubgeschwindigkeit beträgt 8 m/min.

Holbelmaschine mit 230 Volt-Anschluss

Das "selbst ausprobiert"-Fazit: Hobelmaschine von Scheppach
  • + Einfache Bedienung
  • + Präzise Skalierung
  • + Sauberes Hobelbild
  • + Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Zur serienmäßigen Grundausstattung des Hobels gehören eine integrierte Auswurfhaube für Abrichten- und Dickenhobeln, ein großer Aluminium-Abrichtanschag  sowie ein 400V-Phasenwender. Der Abrichttisch der Hobelmaschine misst rund 1050 x 260 mm, der Dickentisch ca. 600 x 250 mm. Wir haben die Plana 3.1 c für 230 Volt Spannung ausprobiert. Eine 400-Volt-Ausführung mit integriertem Phasenwender ist preisgleich von Scheppach erhältlich. Der 2,3-kW-Antrieb bringt die 75-mm-Hobelwelle auf 4000 min-1. Das ist recht wenig für eine Hobelmaschine, führt in Verbindung mit der dreifachen HS-Messerbestückung in der Praxis aber zu guten Ergebnissen. Die optionale Fahreinrichtung Unidrive 300 für etwa 90 Euro ist als zusätzliches Zubehör sehr empfehlenswert.

 

Dickenhobel von Jet selbst ausprobiert

Latten, Leisten und Rahmenhölzer gehen ganz schön ins Geld. Wer viel baut und dazu verschiedene Holzquerschnitte benötigt, kann sich diese mit einem Dickenhobel auf die richtige Breite und Dicke hobeln. Das spart richtig Geld! Wir haben daher den Dickenhobel von Jet "selbst ausprobiert".

Dickenhobel von Jet

Freilich hat nicht jeder Holzheimwerker den Platz für einen großen Dickenhobel. Doch für diese Fälle ist der mit rund 30 kg Gewicht noch gut tragbare Jet-Dickenhobel JWP-12 (JET Tools, UVP rund 385 Euro) mit einer maximalen Durchlassbreite von 318 mm und einer Durchlasshöhe bis 153 mm eine kompakte Alternative zu schweren Stationärmaschinen. Als Aufsatzgerät z. B. für die Werkbank findet der Hobel bei Bedarf auch mitten im Raum Platz und kann anschließend schnell wieder weggeräumt werden.

"selbst ausprobiert"-Fazit: Dickenhobel von Jet

+ Sehr kompakte Maschine bei verhältnismäßig geringem Gesamtgewicht
+ Standfest und rutschgehemmt
+ Gute Motorleistung; gutes Hobelbild
– Penetranter Anfangsgeruch und unpräzise werkseitige Justierung

Elektrische Hobelmaschienen versprechen schnellen Arbeitsfortschritt und wenig Mühe. Glatte Oberflächen kann man auch ganz filigran mit dem klassischen Handhobel selbst herstellen. Wer nicht regelmäßig sägeraues Holz verarbeitet, kann sich die große Investition in eine Hobelmaschine sparen und lieber etwas Geld in einen guten Holzhobel stecken. Das Video zeigt die Basics bei der Arbeit mit dem Hobel:

 

Den Jet-Dickenhobel richtig einstellen

Unser erster Eindruck von der Maschine war ein olfaktorischer: Nach Öffnen der Verpackung verbreitete sich in der Werkstatt ein penetranter Kunststoffgeruch, der es erforderlich machte, den Hobel an die frische Luft zu setzen. Nach zwei Tagen hatte sich das jedoch erledigt. Mit dem 1800-W-Motor hatten wir leistungsmäßig keine Probleme, wobei natürlich bei breiten oder sehr harten Werkstücken die maximale Spanabnahme von 2,5 mm nicht ausgeschöpft werden kann. Schade war, dass die Klapptische – zumindest bei unserem Gerät – werkseitig nicht richtig justiert waren und es dem Anwender überlassen wird, dies in mühevoller Schrauberei zu richten. Das Hobelbild ist ordentlich, ein Satz Ersatzmesser und eine Einstelllehre liegen bei. Die Montage und Justierung der Messer ist jedoch aus Platzmangel sehr schwierig.

Quelle: selbst ist der Mann 2 / 2015

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