Flüssigdübel Injektionsdübel zur Montage schwerer Lasten

Gipsplatten oder feuchte, poröse Lochbaustoffe machen meist die größten Probleme, wenn man etwas darin montieren möchte. Doch mit Flüssigdübeln bekommt man auch schwere Küchenschränke befestigt.

„Küchenschrank und Altbauwand“ ist oft eine unheilvolle Kombination. Dass man in Bröselwerk nicht mit Schlagwerk bohrt, wird man spätestens nach dem ersten Einschlag merken. Beginnen Sie also besser mit möglichst kleinem Bohrer und mit reiner Drehfunktion zu bohren. Wird das Bohrloch trotzdem groß oder dreht der Dübel ohnehin hilflos darin durch, kommt man mit Chemie weiter. Neben Epoxydharz-Pasten zum Kneten gibt es praktische Flüssigdübel zum Einspritzen. Selbst in porösen Baustoffen lassen sich schwere Möbel sicher befestigen, wie unser Beispiel mit Flüssigdübeln zeigt >>

 

Flüssigdübel: Vorteil oder Nachteil?

Der große Vorteil der Flüssigdübel kann gleichzeitig aber auch ein Nachteil sein: Er härtet sehr schnell aus.

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Das bedeutet einerseits, Sie können schon nach kürzester Zeit etwas in der injizierten Masse verschrauben. Andererseits müssen Sie zügig arbeiten, da das zweikomponentige Material auch innerhalb der Mischdüse schnell abbindet und sich dann nicht mehr herauspressen lässt. Allerdings ist eine Ersatzdüse im Paket enthalten und kann mit der verstopften ausgetauscht werden.

Wie Flüssigdübel im Bohrloch für den Kraftschluss sorgen, zeigt dieses Video:

 

Vorsicht beim Auszug: Zwar kann man eingedrehte Schrauben wieder herausdrehen, die Masse an sich jedoch sollte man nicht versuchen herauszureißen – sonst reißt man unter Umständen recht große Löcher in die Wand! Ob der Nachmieter an Flüssigdübeln mehr Spaß hat als an schlecht zugegipsten Löchern, sei dahingestellt.

 

Alternative zu Flüssigdübeln in Leichtbauwänden

Der Trockenbau ist eine prima Sache, sofern man nichts Schweres zu montieren hat. Denn spätestens beim gut gefüllten Küchenschrank kommen herkömmliche Universaldübel an ihre Grenzen. Prädestiniert für Befestigungen in Leichtbauwänden sind Hohlraumdübel. Diese gibt es mittlerweile nicht nur als Federklappdübel aus Metall, sondern auch als Kunststoff-Kippdübel. In unserem Beispiel haben wir den Hohlraumdübel Duotec 12 von Fischer verwendet >>

Diese Dübel können kippen und spreizen. So lässt sich auch etwas montieren, wenn hinter der Platte kein Hohlraum ist (z. B. wenn sich dahinter ein Ständer befindet). Zur Montage den Dübel mit der Pfeilmarkierung nach vorne ins Bohrloch stecken, mit der verschiebbaren Bundhülse fixieren, Griffbandüberstand abbrechen und Montagegegenstand festschrauben. Mit diesen Dübeln muss man sich in aller Regel keine Sorgen mehr machen.
Praxistipp: Der Dübel ist nur so stark, wie die Platte darunter: 9,5 mm dicke Platten einlagig montiert, bieten weniger Lastaufnahme als 12,5-mm-Platten oder gar eine zweilagige Beplankung. Genaue Lastwerte im Verhältnis zur Schraubenlänge können im Einzelfall den Herstellerangaben entnommen werden.

Quelle: selbst ist der Mann 2 / 2018

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